Anfangsfolge

Anfangsfolge bezeichnet in der Netzplantechnik eine Anordnungsbeziehung, die den Anfang des Vorgängers mit dem des Nachfolgers verbindet. Für die Ablaufplanung bedeutet dies, dass der nachfolgende Vorgang erst dann beginnen darf, wenn der vorherige Vorgang ebenfalls begonnen wurde.

Die Anfangsfolge drückt aus, dass die miteinander verknüpften Vorgänge zwar inhaltlich zusammenhängen, aber zumindest teilweise parallel durchgeführt werden können. Wenn keine anderen Informationen vorliegen, stellt die Anfangsfolge die logische Variante für die Verknüpfung der Vorgänge eines Arbeitspakets dar: Alle Vorgänge eines Arbeitspakets dürfen erst dann beginnen, wenn das Arbeitspaket als solches freigegeben worden ist.

Ein Beispiel für die Anwendung der Anfangsfolge aufgrund fachlicher Bedingungen stellen alle Arten von absichernden und begleitenden Maßnahmen dar, die erforderlich sind, um eine bestimmte Aufgabe durchzuführen. Arbeiten am Schienennetz können z.B. erst dann begonnen werden, sobald ein Schienenersatzverkehr eingerichtet worden ist.

Falls zwei Vorgänge exakt gleichzeitig beginnen sollen, kann dies entweder durch das explizite Setzen eines maximalen Zeitversatzes von 0 Zeiteinheiten bei der Anfangsfolge oder durch das gegenläufige Verbinden der beiden Vorgänge mit zwei Anfangsfolgen erzwungen werden, sofern das Planungstool in der Lage ist, diese Konstruktion zu berechnen.

In Projektmanagement-Software wird für die Anfangsfolge oft der vom englischen Begriff "Start-to-Start" wörtlich abgeleitete Begriff "Anfang-Anfang-Beziehung" verwendet.

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