Endfolge

Endfolge bezeichnet in der Netzplantechnik gemäß DIN 69900 eine Anordnungsbeziehung, die das Ende des Vorgängers mit dem des Nachfolgers verbindet. Für die Ablaufplanung bedeutet dies, dass der nachfolgende Vorgang erst dann enden darf, wenn der vorherige Vorgang ebenfalls beendet wurde.

Die Endfolge drückt aus, dass die miteinander verknüpften Vorgänge parallel durchgeführt, aber nicht unabhängig voneinander beendet werden können. Dies ist z.B. immer dann der Fall, wenn der Vorgänger eine Leistung erbringt, die an die Stelle der im Nachfolger erbrachten Leistung tritt. Beispielsweise kann die Nutzung der alten Geschäftsräume erst dann enden, wenn der Umzug in die neuen Räumlichkeiten abgeschlossen ist.

Falls zwei Vorgänge exakt gleichzeitig enden sollen, kann dies entweder durch das explizite Setzen eines maximalen Zeitversatzes von 0 Zeiteinheiten bei der Endfolge oder durch das gegenläufige Verbinden der beiden Vorgänge mit zwei Endfolgen erzwungen werden, sofern das Planungstool in der Lage ist, diese Konstruktion zu berechnen.

In Projektmanagement-Software wird für die Anfangsfolge oft der vom englischen Begriff "End-to-End" wörtlich abgeleitete Begriff "Ende-Ende-Beziehung" verwendet.

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