Die Zeiterfassung liefert Daten für:

Die projektbezogene Aufwandszeiterfassung kann in KonfliktKonfliktAufgrund der Neuheit und Einmaligkeit von Projekten treten während der Projektabwicklung mit großer Wahrscheinlichkeit Konflikte auf. In erster Linie sind bei Projekten organisatorische oder Inter-Rollen-Konflikte zu erwarten. Dies bedeutet, dass Organisationseinheiten oder Funktionsträger nicht miteinander vereinbare Maßnahmen durchsetzen wollen. Ein organisatorischer Konflikt liegt z.B. vor, wenn zur Projektbeschleunigung die vorgeschriebenen Qualitätsprüfungen nicht im vollen Umfang durchgeführt werden. Ein Inter-Rollen-Konflikt kann z.B. im gleichzeitigen Anspruch zweier Projektleiter auf eine Engpassressource bestehen. zur unternehmensbezogenen Arbeitszeiterfassung stehen. Während die projektbezogenen Daten lediglich Bedeutung für die Beurteilung des Projektfortschrittes und der Bestimmung des Arbeitsaufwandes haben, hat die unternehmensbezogene Arbeitszeiterfassung arbeitsrechtliche VerbindlichkeitVerbindlichkeit1) Rechtsverbindliche Verpflichtung 2) Einhalten rechtlich nicht bindender Absprachen. Mit ihr werden z.B. die Anwesenheit am Arbeitsplatz und Überstunden erfasst.

In der Praxis gibt es die beiden Ansätze der Vertrauensarbeitszeit und der elektronischen Arbeitszeiterfassung.

Falls im Unternehmen Vertrauensarbeitszeit vereinbart ist, bestehen zwar keine Konflikte hinsichtlich einer doppelten Zeiterfassung allerdings muss den Projektmitarbeitern erst erklärt werden, warum sie eigens für das Projekt Stunden aufschreiben sollen. Hier bestehen in der Regel Bedenken, dass unter dem Deckmantel des Projekts das Prinzip der Vertrauensarbeitszeit umgangen werden soll.

Bei einer bestehenden unternehmensbezogenen Arbeitszeiterfassung gibt es diese Bedenken nicht, wohl aber wird der Mehraufwand für eine doppelte Erfassung der Arbeitszeit abgelehnt. Viele Software-Produkte für Projektmanagement versuchen daher, entweder die Arbeitsaufwände aus kostenträgerfähigen Zeiterfassungssystemen übernehmen zu können, oder gleich die Zeiterfassung für das Unternehmen selbst mit zu erledigen. Beides scheitert in der Regel daran, dass die projektbezogene Arbeitszeiterfassung in der Kostenträgerstruktur (d.h. nach Arbeitspaketen), die unternehmensbezogene Zeiterfassung aber nach Kostenstellen (d.h. nach UnternehmensorganisationUnternehmensorganisationDie Unternehmens- oder Betriebsorganisation ist das Pendant zur Projektorganisation. Während diese temporär auf das Projekt abgestimmt ist, muss die Unternehmensorganisation auf lange Frist ausgelegt sein. Sie bildet das tragende Grundgerüst des Unternehmens und seiner Abläufe.) erfolgen muss. Konsequenz daraus ist die Abbildung der MatrixorganisationMatrixorganisationDie Matrixorganisation ist die häufigste Organisationsform für Projekte innerhalb von permanenten Linienorganisationen. Bei der Matrixorganisation überlagern die temporären Projektorganisationen die Linienorganisation so, dass zwei oder mehr Organisationseinheiten (die Trägerorganisation und die Projekte) zugleich auf die Ressourcen zugreifen. Die Mitglieder des Projektteams bleiben bei einer Matrixorganisation unverändert in die Linienorganisation eingebunden und unterstehen somit sowohl ihrem Vorgesetzten als auch dem Projektmanager. in der Projektmanagement-SoftwareProjektmanagement-SoftwareMit " Projektmanagement-Software " werden Software-Produkte bezeichnet, die Projektmanagement-Prozesse unterstützen., so dass eine SchnittstelleSchnittstelleSchnittstellen sind definierte Projektmanagementprozesse zur Übergabe von Informationen und Produkten zwischen Elementen des Projekts. zwischen Kostenträgern des Projekts und Kostenstellen des Unternehmens entsteht.

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