Aufwand

Aufwand (Projektmanagement) ist die Menge aller monetär quantifizierbaren Eingangsgrößen in ein Projekt, in ein Programm, in ein Projektportfolio oder in einen Teil eines Projekts.

Im deutschen Sprachgebrauch des Projektmanagements wird Aufwand teilweise nur für den Arbeitsaufwand verwendet, teilweise werden auch nur mittelbar monetär quantifizierbare Größen, wie z.B. Zeit oder Wissen als Aufwand bezeichnet.

Aufwand gemäß PMBOK Guide und PRINCE2

In den englischsprachigen Richtlinien gibt es keinen dem deutschen Wort "Aufwand" exakt entsprechenden Begriff, da "effort" nur im Sinne von "Arbeitsaufwand" verwendet wird. Je nach Kontext entsprechen "cost(s) and effort", "cost(s)" oder "resources" am ehesten der Bedeutung von "Aufwand".

Aufwand gemäß DIN 69901-5

Die DIN 69901-5:2009-1 "Projektmanagement - Projektmanagementsysteme - Teil 5: Begriffe" setzt Aufwand gleich mit den für ein Projekt eingesetzten Ressourcen.

Abgrenzung Aufwand und Bedarf

Im allgemeinen Sprachgebrauch des Projektmanagements werden die beiden Begriffe "Aufwand" und "Bedarf" häufig synonym verwendet. So wird z.B. bei der Aufwandsschätzung kein Aufwand, sondern ein Bedarf bestimmt. "Aufwand" im eigentlichen Sinne ist erst die Menge der tatsächlich eingesetzten Ressourcen, der bei der Aufwandserfassung gemessen wird. Um Missverständnisse zu vermeiden, ist zu empfehlen, den Begriff Aufwand durch entsprechende Adjektive zu präzisieren und z.B. "geplanter Aufwand" oder "entstandener Aufwand" zu verwenden.

Abgrenzung Arbeitsaufwand und Aufwand

Häufig, vor allem in Projektarten mit geringem Sachkostenanteil, wird der Begriff "Aufwand" auf "Arbeitsaufwand" eingeengt verwendet. Dies ist nur dann ohne Gefahr von Missverständnissen möglich, wenn die gesamten Projektkosten direkt aus der projektbezogenen Arbeitszeiterfassung ermittelt werden und alle anderen Kostenarten in den abgerechneten Stundensätzen enthalten sind, z.B. durch Gemeinkosten.

Sobald neben Personalkosten auch Kosten für andere Ressourcen abgerechnet werden, ist dringend zu empfehlen, strikt zwischen "Aufwand" und "Arbeitsaufwand" begrifflich zu unterscheiden.

Aufwand in der Betriebswirtschaftslehre

Die Bedeutung des Begriffs Aufwand im Projektmanagement ist ähnlich seiner Bedeutung in der Betriebswirtschaftslehre. Dort ist Aufwand ein Synonym für "Aufwendungen" bzw. "Kosten".

Relevante Beiträge im Projekt Magazin
von Dorian Gloski
2 Bewertungen
3.5
1 Kommentar
Für das Schätzen eines Sprints stehen in Scrum verschiedene Methoden, wie z.B. Planning Poker, zur Verfügung. Mit etwas Erfahrung und Übung schaffen es agile Teams auf diese Weise, zuverlässige Vorhersagen darüber zu treffen, was sie in einem Sprint umsetzen können. Eine klare Aussage über den Gesamtaufwand eines agilen Projekts ist in vielen Fällen hingegen nicht möglich. Doch gerade zu Projektbeginn sind diese Informationen für den Auftraggeber von großer Bedeutung. Dorian Gloski gibt in diesem Beitrag Tipps, was beim Schätzen des Gesamtaufwands in agilen Projekten wichtig ist, um klare Aussagen treffen zu können.
von Johann Strasser
1 Bewertung
5
0 Kommentare
Microsoft Project bietet umfassende Funktionen für das Ressourcenmanagement. Doch wer die komplexen Möglichkeiten im Projektalltag richtig nutzen will, muss sich damit gut auskennen. Johann Strasser und Dr. Peter Nixdorf stellen das Ressourcenmanagement mit Project Standard und Professional (Client-Lösung) umfassend dar und geben praktische Tipps zur Anwendung. Dabei erfahren Sie alles Wissenswerte vom Anlegen der Ressourcen über das Arbeiten mit einem Ressourcenpool bis zum Erkennen und Beheben von Überlastungen.
von Ignatz Schels
1 Bewertung
3
0 Kommentare
Viele Projektmitarbeiter schreiben ihre Arbeitszeiten in Microsoft Excel-Tabellen, da diese eine flexible Auswertung der persönlichen Projektarbeitszeiten ermöglichen. Ignatz Schels stellt in diesem mehrteiligen Beitrag eine praktische Microsoft Excel-Lösung vor, mit der sich Arbeitszeiten projektbezogen erfassen und auswerten lassen. Im ersten Teil erfahren Sie, wie Sie eine komfortable Monatstabelle aufbauen, mit der Mitarbeiter ihre Ist-Zeiten erfassen. Die Beispieldatei können Sie zusammen mit dem Artikel herunterladen.
von Dr. Georg Angermeier
Bewertungen
0
0 Kommentare
Mehrarbeit ist in Projekten oft unvermeidlich. Häufig wird sie nicht finanziell honoriert. Von Angestellten erwarten die Vorgesetzten unbezahlte Mehrarbeit, bei Freiberuflern bestehen die Auftraggeber darauf, dass das vereinbarte Honorar nicht überschritten wird. Wenn Sie in dieser Situation sind, dann drehen Sie den Spieß um! Dr. Georg Angermeier rät Ihnen, die unbezahlte Mehrarbeit zu einem Geschenk an das Projekt zu machen. Auf diese Weise handeln Sie aktiv und können daraus Nutzen für Ihr berufliches Weiterkommen oder die Akquise von Aufträgen ziehen.
von Dr. Georg Angermeier
5 Bewertungen
4.2
0 Kommentare
Das Magische Dreieck: Jede PM-Einführung präsentiert es als Symbol für den Balanceakt zwischen Zeit, Aufwand und Ergebnis. In der Praxis aber bestimmen abstrakte Methoden wie die Earned Value Analyse die Projektarbeit. Dabei könnte man mit dem Magischen Dreieck und seiner einprägsamen Visualisierung die Überwachung und Steuerung von Projekten sehr viel intuitiver gestalten. Dr. Georg Angermeier zeigt, welche Möglichkeiten in dem Symbol stecken.
von Dirk Sandhorst
5 Bewertungen
3
2 Kommentare
Software-Projekte sind berüchtigt dafür, dass sie immer wieder den gesetzten Zeitrahmen sprengen. Die Ursache liegt oft in einer falschen Einschätzung des Aufwands zu Projektbeginn, denn meist liegen zu diesem Zeitpunkt noch keine detaillierten Informationen zu den Anforderungen vor. Dirk Sandhorst beschreibt in diesem Artikel ein Verfahren zur Aufwandschätzung, das unter solchen Umständen trotzdem in kurzer Zeit verlässliche Aussagen liefert. Es hat sich in der Praxis bewährt und kann sofort eingesetzt werden.
von Dr. Achim Kindler
1 Bewertung
1
0 Kommentare
Mit einer zunehmenden Verschärfung des Wettbewerbs nimmt auch die Bedeutung einer professionellen Aufwandschätzung zu, da die geringen finanziellen Spielräume es nicht mehr erlauben, Schätzprobleme einfach durch Risikozuschläge bei der Kalkulation auszugleichen. Im zweiten und letzten Teil dieser Artikelfolge erläutert Dr. Achim Kindler vier zusätzliche Maßnahmen, um die Schätzergebnisse mittelfristig weiter zu verbessern. Darüber hinaus zeigt er, mit welcher Kritik Sie rechnen müssen, wenn Sie die beschriebenen Maßnahmen im eigenen Unternehmen umsetzen, und wie Sie darauf reagieren können.
von Frank Gürgens
3 Bewertungen
3.666665
0 Kommentare
Für das Verfassen von Angeboten gilt: Kleiner Fehler - große Wirkung! Frank Gürgens beschreibt in seinem Artikel häufige Stolperfallen bei der Erstellung von Angeboten und Pitch-Teilnahmen, in die auch so manch gestandener Projektmanager hin und wieder tritt. Die aufgeführten Beispiele beziehen sich auf Projekte im Bereich Software und Multimedia, die Tipps und Ratschläge lassen sich jedoch auch auf andere Projekte übertragen.
von Dr. Georg Angermeier
11 Bewertungen
3.545455
1 Kommentar
Arbeitspakete sind die Grundbausteine eines Projekts. Nur wenn sie richtig definiert sind, steht das Projektgebäude stabil. Sie sind für die Arbeitsverteilung an die Mitarbeiter notwendig und ermöglichen effizientes Projekt-Controlling. Dr. Georg Angermeier erläutert in seinem Beitrag, wie Sie Arbeitspakete definieren und bei der Projektabwicklung für die Überwachung und vorausschauende Steuerung einsetzen können. Anhand eines Praxisbeispiels verdeutlicht er die entscheidende Rolle des Arbeitspakets im Projektkontext.
von Reinhard P. Oechtering
1 Bewertung
3
0 Kommentare
Unternehmen machen immer wieder die bittere Erfahrung, dass selbst Software-Entwicklungsprojekte auf Festpreis-Basis gegen Budgetüberschreitungen, Krisen oder Abbrüche mit hohen Verlusten auf Auftraggeber- und Auftragnehmerseite nicht gefeit sind. Trotzdem tendieren Auftraggeber häufig zu dieser Vertragsvariante. Reinhard P. Oechtering untersucht in seinem Beitrag kritisch die möglichen Wirkungen eines Festpreisvertrags auf die Projektabwicklung. Hierzu erläutert er die Grundzüge von Dienst- und Werkverträgen. Als mögliche Alternative skizziert der Autor das Target-Preis-Modell, das Unternehmen in der Praxis noch immer selten anwenden.
von Stavros Georgantzis
Bewertungen
0
0 Kommentare
Nur wer die Möglichkeiten kennt, die ein Software-Tool bietet, kann sie auch nutzen. Das gilt auch für die Werkzeuge, die Microsoft Project für die Kostenplanung und Überwachung bietet. Dieser Beitrag von Stavros Georgantzis und Johann Strasser gibt einen systematischen Überblick über die einzelnen Kostenfelder und liefert praktische Hinweise zu ihrer Verwendung. Sie erfahren, wie Sie sich einen detaillierten Überblick über den Kostenfortschritt verschaffen, wie Sie die Ist-Kosten nachträglich anpassen können und was bei Reisekosten, Übernachtung und Spesen zu beachten ist.
von Hedwig Kellner
10 Bewertungen
4.3
0 Kommentare
Es gibt keine Schätzmethode, die treffsichere Ergebnisse von Aufwand- und Kostenschätzungen garantiert, denn vielfältige Einflüsse wirken sich auf eine Projektkalkulation aus. Hedwig Kellner gibt Tipps, wie Projektschätzer mögliche Risiken rechtzeitig erkennen können. Eine Checkliste zum Ausdrucken dient als Orientierungshilfe, damit Sie bei Ihren Schätzungen keine wichtigen Einflussfaktoren vergessen.
Alle relevanten Beiträge anzeigen
Tech Link