Ausgabe 12/2026
Die eigentliche Frage ist nicht, ob Maschinen denken, sondern ob Menschen es tun.
B.F. Skinner (1904–1990), amerikanischer Psychologe und Verhaltensforscher
Liebe Leserinnen und Leser,
die Diskussion über KI in Projekten kreist oft um Modelle, Prompts und technische Möglichkeiten. Projektarbeit bleibt jedoch Teamarbeit – auch im Zeitalter generativer KI. Denn nur das Team verfügt über Erfahrungswissen, Kontextkenntnis und die Fähigkeit, Ergebnisse kritisch einzuordnen. Viele KI-Anwendungen scheitern deshalb im Projektalltag weniger an der Technologie als am fehlenden Verständnis von ihrer Wechselwirkung mit dem organisatorischen Umfeld.
Warum verwenden wir Chatbots wie isolierte Werkzeuge, obwohl sie doch in der Lage sind, bei Weitem mehr Aspekte zu berücksichtigen als jeder einzelne Mensch? Sollten wir sie dann nicht besser gleich in einer neu zu definierenden Rolle ins Team holen?
Der Artikel "Teamarbeit mit dem Chatbot – Moderationssettings, Rollen, Prompts" von Dr. Georg Angermeier beschreibt einen bemerkenswerten Perspektivwechsel: Der Chatbot wird nicht mehr nur punktuell genutzt, sondern bewusst in die Zusammenarbeit integriert – etwa als Co-Moderatorin, Know-how-Bot oder Sparringspartner. Entscheidend ist dabei nicht die KI allein, sondern die Fähigkeit des Teams, ihre Rolle klar zu definieren, Ergebnisse kritisch zu prüfen und die Zusammenarbeit aktiv zu steuern. Der Chatbot liefert Impulse. Die Verantwortung bleibt beim Team.
Viel Spaß beim Lesen dieser Ausgabe wünscht das Team des projektmagazins
Weitere Themen dieser Ausgabe:
CSV-Dateien fehlerfrei in Excel importieren · Wie Kommunikation Projekte zum Erfolg führt ·
Risikoaggregation mit der Monte-Carlo-Methode · Projekte in der Urlaubszeit auf Kurs halten