Erfolgsmessung bei Mitarbeitern

Nicht immer lässt sich Erfolg auf die einfache Formel reduzieren: "Wer mehr verkauft, der ist erfolgreicher und verdient mehr". Wirtschaftlicher Erfolg ist zwar entscheidend. Für den Projektleiter ist es aber genauso wichtig zu wissen, welcher Mitarbeiter welche Aufgaben erfolgreich durchgeführt hat. Nur wenn Sie einen Mitarbeiter nach vordefinierten Qualitätsmerkmalen beurteilen, können Sie ihn auch sinnvoll einsetzen. Olaf Clausen stellt einige Ansätze zur Erfolgsmessung bei Mitarbeitern vor und zeigt die praktische Vorgehensweise.

Mitarbeiter als erfolgreich oder weniger erfolgreich zu klassifizieren, ist nicht immer einfach: Sie müssen wissen, nach welcher Art von Erfolg gefragt ist und wie dieser definiert wird. Denn je nach Definition von "Erfolg" werden Sie unterschiedliche Ergebnisse erhalten. Dieser Artikel beschäftigt sich mit dem Thema Erfolgsmessung von Mitarbeitern und stellt verschiedene Ansätze zur Beurteilung vor.

Was bedeutet "Erfolg"?

Ein Kernproblem wurde bereits angesprochen: Was bedeutet eigentlich Erfolg? Der Duden definiert den Erfolg als "positives Ergebnis einer Bemühung". In einer anderen Definition wird Erfolg als "Gewinn oder Verlust einer wirtschaftlichen Tätigkeit" beschrieben. Erfolg kann bedeuten, dass ein Projekt mit hohem Deckungsbeitrag durchgeführt wurde, dass der Kunde sehr zufrieden war und ein Nachfolgeprojekt beauftragt hat oder aber auch, dass Sie einen neuen Mitarbeiter erfolgreich einarbeiten konnten.

Meist wird Erfolg mit Wohlstand und hohem Einkommen gleichgesetzt. In einigen Bereichen - zum Beispiel im Vertrieb - lässt sich Erfolg auf eine einfache Formel reduzieren: "Wer mehr verkauft, der ist erfolgreicher und verdient mehr." Ausgeklügelte Verkaufsgebiets-Einteilungen versuchen, eine Chancengleichheit zwischen den Mitarbeitern herzustellen. Bezahlt wird auf Basis eines provisionsabhängigen "Entlohnungssystems": Wer mehr Verträge abschließt, bekommt mehr Geld. In der Regel sind das die Mitarbeiter, die besser beim Kunden ankommen. Softskills, z.B. soziale Kompentenz, machen sich also bezahlt.

Beispiel Unternehmensberatungen: Erfolg durch Projektstunden

Der Euro entscheidet über Erfolg und Misserfolg. Lässt sich dieser Ansatz auch auf die Erfolgsmessung bei Mitarbeitern übertragen? In einigen Grundzügen sicherlich. Bei vielen großen Unternehmensberatungen ist diese Art der Erfolgsmessung gängige Praxis.

Die Vorgehensweise ist einfach: Jeder Mitarbeiter ordnet seine Arbeitsstunden den entsprechenden Projekten zu. Die kumulierten Stunden werden dem Auftraggeber in Rechnung gestellt. Ist dieser mit der geleisteten Arbeit zufrieden, wird er der Stundenaufstellung zustimmen. Andernfalls lehnt er sie ab bzw. streicht die Stunden nach Rücksprache mit dem Auftragnehmer. Gestrichene Stunden werden direkt vom Stundenkonten des jeweiligen Mitarbeiters abgezogen. Am erfolgreichsten ist, wer die meisten abrechenbaren Stunden auf seinem Zeitkonto hat.

Stunden

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