Nachlese zum PM Forum 2009 der GPM in Wiesbaden

Am 22. und 23. Oktober fand in Wiesbaden das 25. PM Forum der Deutschen Gesellschaft für Projektmanagement e. V. (GPM) statt. Titel der Veranstaltung war "Durch Zusammenarbeit zum Erfolg". Sowohl in den Themen- als auch in den Ausstellerstreams war den Teilnehmern eine sehr große Auswahl an Vorträgen geboten. Petra Berleb hat das PM Forum besucht – und empfiehlt eine Frischzellenkur.

Ich besuche das PM Forum gerne. Es ist wie ein jährliches Klassentreffen, bei dem man Menschen trifft, die man sonst nicht sieht, auf die man sich freut und mit denen man sich über Projektmanagement im Besonderen und über Gott und die Welt im Allgemeinen austauschen kann. Hinzu kommt, dass man auch neue interessante Kontakte knüpfen kann. Mit anregenden und informativen Vorträgen wäre das PM Forum ein rundum gelungenes Event gewesen. Doch hier haperte es. Zum 25. Mal führte die GPM ihren Kongress mit Award-Verleihung, Vorträgen und Ausstellung durch. Sechs Themenstreams mit 65 Vorträgen und ein parallel stattfindender Ausstellerstream schafften Quantität statt Qualität. Es wird Zeit für eine Frischzellenkur.

Aber fangen wir vorne an: Das diesjährige PM Forum fand vom 22. bis 23. Oktober in Wiesbaden statt und stand unter dem Motto "Durch Zusammenarbeit zum Erfolg". Die Rhein-Main-Hallen waren für einen Kongress dieser Größenordnung (600 Teilnehmer und 37 Aussteller) gut geeignet. Lobend zu erwähnen ist auch die Organisation: Die Veranstaltung wurde dieses Mal wieder zentral organisiert, weshalb alles wie am Schnürchen klappte - eine deutliche Verbesserung zu den vergangenen Jahren, als beispielsweise die Aussteller sich über die mangelnde Betreuung und die ungünstige Platzierung der Stände beschwerten.

Bei der Auswahl der Vorträge würde ich mir jedoch wünschen, dass die GPM der Qualität einen höheren Stellenwert einräumte. Vieles, was man in den Vorträgen hörte, ist schon bekannt und bereits öfter behandelt worden. Bei manchen Vorträgen im Themenstream schien der eigentliche Zweck das Vorstellen von Dienstleistungen zu sein. Es fehlten thematische Höhepunkte und Trendthemen.

Im Gegenzug könnte man auf ein oder zwei Streams verzichten. Derzeit wird man vom unüberschaubaren Angebot der Vorträge als Teilnehmer schlicht erschlagen. Angenehmer wäre eine kleinere Zusammenstellung hochwertiger Vorträge. Als Teilnehmer hätte man so den Überblick über das Angebot und könnte entspannt die Vorträge besuchen, die für einen selbst besonders interessant sind. Die restliche Zeit könnte man ins Networking investieren, ohne ständig das ungute Gefühl zu haben, vielleicht doch gerade einen wichtigen Vortrag zu verpassen.

Persönlich gefallen mir die Veranstaltungskonzepte des pma focus (Projekt Management Austria) und des Projektmanagement Training Forums (PMI-Chapter Schweiz und swiss project management association) sehr gut. Bei beiden Veranstaltungen gibt es parallel zu den Vorträgen längere, interaktive Workshops (jeweils von 90 Minuten Dauer). Auf dem pma focus finden nur drei Streams parallel statt, jeweils ein Stream für Vorträge, Workshops und Ausstellerpanels. Außerdem sind mehrere Kaffeepausen eingeplant. Möglicherweise trägt all dies dazu bei, dass die Teilnehmer des pma focus sich deutlich mehr für die Ausstellung interessieren, als dies beim PM Forum der Fall war. Man braucht eben Zeit und ein bisschen Muße, um mit den Ausstellern ins Gespräch zu kommen und ihre Angebote kennen zu lernen.

Unter den Vorträgen des PM Forums 2008 fanden sich aber auch einige Perlen, zum Beispiel der Vortrag über die Einführung von Projektmanagement im Münchner Flughafen, der beim Publikum auf großes Interesse stieß. Die Referentin, Claudia Donig, zeigte anschaulich, worauf es bei der Einführung ankommt: Unterstützung durch das Management, Information und Einbindung der Stakeholder, gezieltes

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