Sofortprogramm: Fit für das Assessment-Center

Teil 2:
Selbstpräsentation
Nachdem Sie im ersten Teil des Artikels in der vorhergehenden Ausgabe des Projekt Magazins gelesen haben, wie Sie sich am besten auf ein Assessment Center (AC) vorbereiten, erfahren Sie in diesem zweiten Teil, wie Sie das Vorbereitete am besten in eine gute Selbstpräsentation umsetzen, und was Unternehmen bei der Organisation von ACs beachten müssen.

Sofortprogramm: Fit für das Assessment-Center

Teil 2:
Selbstpräsentation
Nachdem Sie im ersten Teil des Artikels in der vorhergehenden Ausgabe des Projekt Magazins gelesen haben, wie Sie sich am besten auf ein Assessment Center (AC) vorbereiten, erfahren Sie in diesem zweiten Teil, wie Sie das Vorbereitete am besten in eine gute Selbstpräsentation umsetzen, und was Unternehmen bei der Organisation von ACs beachten müssen.

Nachdem sie im ersten Teil des Artikels in der vorhergehenden Ausgabe des Projekt Magazins gelesen haben, wie Sie sich am besten auf ein Assessment Center (AC) vorbereiten, erfahren Sie in diesem zweiten Teil, wie Sie das Vorbereitete in eine gute Selbstpräsentation umsetzen können, und was Unternehmen bei der Organisation von ACs beachten müssen.

Selbstpräsentation

Sie haben Informationen über das Unternehmen eingeholt und dessen Anforderungen mit Ihren Fähigkeiten abgeglichen. Jetzt müssen Sie Ihre Erkenntnisse noch möglichst souverän "an den Assessor" bringen. Einfach drauflosquatschen, wie Sie es vielleicht als Schüler beim "Ausfragen" in der Chemiestunde getan haben, reicht im Berufsleben in der Regel nicht mehr aus.

Fünf Fragen

Überlegen Sie sich bei der Planung Ihrer (Selbst-) Präsentation folgende Punkte:

  • Was will ich erreichen?
  • Wen will ich ansprechen?
  • Welchen Inhalt hat meine Präsentation?
  • Welche Hilfsmittel brauche ich?
  • Welche kommunikativen Aspekte muss ich beachten?

Achten Sie darauf, sich kurz zu fassen. Meistens haben Sie nur ein paar Minuten Zeit, um Ihre Zuhörer zu überzeugen. In diesen Minuten müssen Sie Ihren Werdegang umreissen und wichtige Kompetenzen und Persönlichkeitsmerkmale vermitteln. Dabei sollten Sie möglichst wie einen roten Faden den Bezug zu der Position, die Sie anstreben, halten. Denn Ihre Zuhörer wollen eine Stelle an den Mann oder die Frau bringen, keinesfalls jedoch lediglich eine unterhaltsame Episode aus Ihrer Jugend hören.

Beispiele sind das A und O

Belegen Sie Ihre Behauptungen über sich und Ihre Fähigkeiten mit Beispielen - pro Fähigkeit ein Beispiel. Verdeutlichen Sie zum Beispiel Ihre Kreativität und Ihren kühlen Kopf in kritischen Situationen mit jenem Tag, an dem die von Ihrem Team programmierte Software ausgeliefert werden sollte. Ihre Tester fanden in letzter Minute einen fatalen Fehler im Code, doch Sie schafften es, den Kunden zu vertrösten. Sie versicherten ihm glaubhaft, er bekomme die genialste Software auf dem Markt, wenn er diese und jene Verbesserung noch mitnehme.

Gute Leistungen dürfen Sie ruhig erwähnen. Erzählen Sie auf offene, natürliche Art, worauf Sie stolz sind. Sie werden sehen, die Assessoren freuen sich mit Ihnen. Bleiben Sie aber auf dem Teppich, werden Sie nicht arrogant. Ihr Ziel ist, den Zuhörern klarzumachen, warum Sie der Richtige für die Stelle sind, und die mögen in der Regel keine Angeber in ihrer Firma.

Auf einer Wellenlänge

Versuchen Sie, auf Ihre Gesprächspartner und deren Vorstellungen und Erwartungen einzugehen. Je besser Sie das hinbekommen, desto größer sind Ihre Chancen. Neben dem inhaltlichen Aspekt spielt die entscheidende Rolle die Beziehungsebene: Wie wirken Sie auf die Assessoren, sind Sie Ihnen sympathisch? Beobachten Sie deren Reaktionen, reagieren Sie flexibel. Bremsen Sie Ihren Redefluss wenn Sie feststellen, dass die Zuhörer ungeduldig auf die Uhr schauen. Wenn ein Assessor etwas Interessantes sagt: Fragen Sie ruhig nach, zeigen Sie Ihr Interesse.

Versuchen Sie, Gemeinsamkeiten zu finden. Haben Sie in der Pause mitbekommen, dass Assessor Mayer in seiner Freizeit Hunde züchtet, dann sagen Sie ruhig erfreug "Aaaah" und erzählen Sie (vorausgesetzt es entspricht der Wahrheit) dass Sie auch gerade Welpen zu Hause haben. Machen Sie sich klar: Sie werden beobachtet und beurteilt, und zwar auch in den Pausen. Spätestens bei dieser Gelegenheit stellt sich heraus, ob Sie bei den Tests geschauspielert haben oder nicht.

Tipp: Versuchen Sie, einen guten Kontakt mit den Beobachtern aufzubauen und Sympathie zu erzeugen.

Vorsicht: Werden Sie nicht zur Klette, reden Sie der Jury nicht nach dem Mund. Zu viel Anhänglichkeit erzeugt Ablehnung. Bewegen Sie sich in der Wahrnehmungswelt der Beobachter, sprechen Sie deren Sprache, benutzen Sie deren Begriffe. Denn Sie wollen schließlich erreichen, auf beruflicher Ebene anerkannt zu werden, nicht aber, sich als Kumpel zum Bier trinken zu empfehlen. Verkneifen Sie sich ein schlechtes Gewissen, hier ist übertriebene Moral fehl am Platze: Sie dürfen sich ohne weiteres auf die Wellenlänge desjenigen begeben, von dem Sie etwas haben wollen.

Ihr ganz persönlicher Ausdruck

Untermauern Sie Ihre Inhalte mit Hilfe von Ausdruck - sprachlich und mit Körpersprache. Das, was Sie sagen, und die Art, wie Sie es sagen, sollten übereinstimmen, um Sie glaubhaft wirken zu lassen.

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