Teams geschickt zusammenstellen

Ihr Projekt ist in den Startlöchern hängen geblieben? Ein möglicher Grund: Das Team ist zu groß und falsch besetzt. Lesen Sie hier, wie Sie Fehler beim Zusammenstellen Ihrer Mannschaft vermeiden können. Sie lernen die Vor- und Nachteile ganz bestimmter Teamgrößen und Organisationsarten kennen und erhalten damit Argumentationshilfen, mit denen Sie bei Ihrem Chef Ihr optimal geformtes Team beantragen können.

Teams geschickt zusammenstellen

Ihr Projekt ist in den Startlöchern hängen geblieben? Ein möglicher Grund: Das Team ist zu groß und falsch besetzt. Lesen Sie hier, wie Sie Fehler beim Zusammenstellen Ihrer Mannschaft vermeiden können. Sie lernen die Vor- und Nachteile ganz bestimmter Teamgrößen und Organisationsarten kennen und erhalten damit Argumentationshilfen, mit denen Sie bei Ihrem Chef Ihr optimal geformtes Team beantragen können.

Die Stimmung ist mies, Ihr Projekt will einfach nicht so recht anlaufen. Es ist sozusagen "in den Startlöchern hängengeblieben". Ein paar Mitarbeiter langweilen sich ganz offensichtlich, einige haben keine Lust zu arbeiten, und wieder andere halten sich mit Kompetenzgerangel auf. Dabei gibt es eigentlich genügend zu tun. Genügend? Für die Hälfte der Mitarbeiter vielleicht, und auch für spezielle Fachleute, die Sie aber leider auf dem Stellenmarkt nicht gefunden haben. Der Rest Ihrer Leute verursacht nur Kosten. Kurzum: Ihr Team ist zu groß und falsch besetzt.

Lesen Sie auf den folgenden Seiten, wie Sie Fehler beim Zusammenstellen des Teams vermeiden können. Sie lernen die Vor- und Nachteile ganz bestimmter Teamgrößen und Organisationsarten kennen und erhalten damit Argumentationshilfen, mit denen Sie bei Ihrem Chef Ihr optimal geformtes Team beantragen können.

Die ideale Größe

Wieviel ein Team leistet, hängt also stark von seiner Größe und Zusammensetzung ab. Man könnte denken: "Je mehr Mitarbeiter ich habe, desto effizienter ist mein Projektteam." Ganz so einfach ist es in der Realität aber nicht. Ist eine Gruppe von Mitarbeitern zu groß und/oder bezüglich der Qualifikationen ungünstig kombiniert, dann behindern sich die Mitarbeiter früher oder später gegenseitig.

Nehmen wir an, Sie wollen ein Team bilden, das Software entwickelt. Überlegen Sie sich zunächst, welche Aufgaben Ihre Leute bewältigen müssen und wer bezüglich seiner Qualifikation für welche Aufgabe in Frage kommt. Die Personalkosten bleiben zunächst einmal außen vor.

Einerseits sollen das Team aus Gründen der Effektivität so organisiert sein, dass jeweils nur wenige Mitarbeiter in kleinen Gruppen miteinander arbeiten. Andererseits müssen die notwendigen Qualifikationen vorhanden sein und die Mitarbeiter gemäß ihres Fachwissens, Teamfähigkeit und Verfügbarkeit so miteinander kombiniert werden, dass Sie das Optimale herausholen. Das klingt zunächst einmal wie die sprichwörtliche "Quadratur des Kreises". Doch diese Aufgabe ist bewältigbar.

Bilden Sie einen "harte Kern"

Gehen Sie von einem "harten Kern" aus, um den herum Sie die "Zuarbeiter" gruppieren. Zwei oder drei ständige Teammitglieder bilden dieses Kernteam. In der Regel wird dazu ein erfahrener Programmierer gehören, der die (programmier-)technischen Zusammenhänge kennt, die Architektur der Software gestalten und Termine und Probleme realistisch einschätzen kann.

Dazu kommt ein Kollege aus der Fachabteilung der Behörde oder Firma, für die das Produkt gedacht ist. Er muss die technischen Grundfunktionen des Produkts verstehen, die Ansprüche und Bedürfnisse seiner Abteilung an das Produkt beurteilen und zwischen ihr und dem Team als Vermittler tätig sein können. Ein Organisationsfachmann als Dritter im Bunde, der die Einhaltung der Fristen und des Kostenrahmens überwacht, kann wertvolle Dienste leisten.

Des weiteren brauchen Sie Programmierer, die die technische Umsetzung angehen. Wenn Sonderaufgaben anfallen oder der Projektumfang steigt, werden zusätzliche Softwarespezialisten eingesetzt.

Zu viel ist zu viel

Tipp: Bleiben Sie bei höchstens sieben Mitarbeitern pro Team. So halten Sie den Aufwand für Verwaltung und Informationsaustausch gering. Bedenken Sie: Je mehr Beteiligte, desto mehr Aufwand beim Informationsaustausch ist notwendig. Details gehen dann auf dem Weg zu den Kollegen verloren, Missverständnisse häufen sich.

Die größte Effizienz erreichen Sie mit drei bis fünf Personen. Manchmal erweisen sich Zweier- oder Dreierteams auch als zu klein, etwa wenn Kreativität und Ideen gefragt sind. Doch dazu später mehr.

Schicken Sie kein zu großes Team an den Start, denn personelle und räumliche Enge verursacht eine Art "sozialen Stress". Wahrscheinlich kennen Sie den Begriff eher aus der Tierwelt: Zu viele Individuen einer Art in einem zu kleinen Revier. Letztendlich gibt es da tatsächlich keinen großen Unterschied zu den Menschen: Wo zu viele Personen an der gleichen Aufgabe arbeiten, entsteht Unruhe, Konkurrenz, Ellbogengerangel. Die anfängliche Effektivität verkehrt sich schnell ins Gegenteil, weil sich die Mitarbeiter real wie auch im übertragenen Sinne, "geistig", gegenseitig auf den Füßen stehen. Und viele, die auf solch sinnloses Gerangel keine Lust mehr haben, schalten frustriert ab. Sie hören auf, sich mit ihrem Projekt zu identifizieren.

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