Virtuelle Teams

Teil 2: Architektur der Zusammenarbeit in virtuellen Teams
Sie sind Projektleiter, haben sich in der Projektarbeit bewährt, können Projekte planen und steuern und beherrschen alle Tools des Projektmanagements – und doch will die Zusammenarbeit mit den Kollegen im virtuellen Team nicht so recht klappen. Woran das liegen könnte, beschreibt Martin Kärner im zweiten Teil der Artikelreihe zum Thema "Virtuelle Teams". Er zeigt, wie tragfähige Teamstrukturen aussehen können, welche Bedeutung das Kernteam besitzt und wie der Projektleiter die Zusammenarbeit der verschiedenen Funktionen im Projekt regeln kann.

Sie sind Projektleiter, haben sich in der Projektarbeit bewährt, können Projekte planen und steuern und beherrschen alle Tools des Projektmanagements. Nichts bringt sie so leicht aus der Ruhe. Doch nun leiten sie ein virtuelles Team und die Zusammenarbeit mit den Kollegen will nicht so recht funktionieren. "Die tun nicht, was nötig ist, und finden sich wohl auch noch gut dabei...", so die Klage eines betroffenen Projektleiters. Vielleicht haben Sie eine Situation wie diese auch schon einmal erlebt. Was kann ein Projektleiter tun, um für eine reibungslose Zusammenarbeit des Teams zu sorgen?

Diese Artikelreihe liefert Ihnen Tipps und Hilfsmittel, die die Arbeit mit virtuellen Teams erleichtern. Der erste Teil, "Die Rolle des Projektleiters beim Aufbau virtueller Teams"beschrieb die Unterschiede zwischen virtuellen und konventionellen (konzentrierten) Teams und zeigte, wie der Projektleiter selbst zum erfolgreichen Umgang mit diesen Unterschieden beitragen kann, indem er tragfähige zwischenmenschliche Beziehungen aufbaut und sorgfältig kommuniziert.

Der vorliegenden zweiten Teil beschreibt, wie man tragfähige Teamstrukturen herstellen kann. Er zeigt, welche zentrale Faktoren die Komplexität erhöhen, welche Bedeutung das Kernteam besitzt und wie der Projektleiter die Zusammenarbeit der verschiedenen Funktionen im Projekt regeln kann.

Komplexitätsfaktoren

Virtuelle Teams sind dadurch gekennzeichnet, dass die Teammitglieder räumlich getrennt sind und sich selten persönlich treffen. Daraus ergeben sich besondere Komplexitätsfaktoren. Die wichtigsten sind:

  • Anzahl und Diversität der beteiligten ethnischen und regionalen Kulturen
  • Anzahl der Ländergrenzen, die das Team überspannt
  • Distanz (z.B. Unterschiede in Zeitzonen)
  • Existenz historischer Lasten (z.B. Personen, Organisationen oder Kulturen, die durch aktuelle oder historischen Konflikte belastet sind)

Sie überlagern die folgenden Komplexitätsfaktoren, die in jedem Projektteam vorhanden sind:

  • Anzahl der Projektbeteiligten
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