Teamentwicklung bei der SIMONA AG

Von der Expertengruppe zum schlagkräftigen Projektteam

Als die SIMONA AG an mehreren deutschen Standorten die integrierte Unternehmenssoftware SAP einführte, musste es schnell gehen: Der Termin zur Produktivsetzung konnte nur gehalten werden, wenn das Projektteam außerordentliches Engagement einbrachte. Dafür mussten die Projektmitarbeiter möglichst schnell zu einem leistungsfähigen Team entwickelt werden. Dörte Bräunche beschreibt, mit welchen Maßnahmen die Teamentwicklung gefördert wurde.

Als die SIMONA AG im Jahr 2004 damit begann, die integrierte Unternehmenssoftware SAP einzuführen, war der Zeitplan eng - der Termin zur Produktivsetzung konnte nur gehalten werden, wenn das Projektteam außerordentliches Engagement einbrachte. Dafür mussten die Projektmitarbeiter möglichst schnell zu einem leistungsfähigen Team entwickelt werden. Dieser Beitrag zeigt, mit welchen Maßnahmen die Teamentwicklung gefördert wurde.

Ausgangssituation

Herausforderung mit hoher Priorität

Das SAP-Projekt betraf mehrere Standorte der SIMONA AG in Deutschland und sollte die IT-Basis für die Globalisierungs- und Wachstumsstrategie des Konzerns schaffen. Die Konzernleitung stufte es mit sehr hoher Priorität ein, besonders wichtig war ihr die Einhaltung des Zeitplans. Die Projektleiterin berichtete deshalb direkt an die Vorstandsmitglieder der Ressorts Produktion und Verwaltung, die auch im Lenkungskreis vertreten waren.

Der Umfang des Projekts (siehe Kasten) stellte eine besondere Herausforderung für die SIMONA AG dar. Zudem war die Ressourcenausstattung teilweise knapp. Während die erste Ausbaustufe "live" ging, musste z.B. die zweite Ausbaustufe für zwei Monate unterbrochen werden, da bestimmte Wissensträger im Fach- und IT-Bereich fehlten. Als sich im Projektverlauf die Anzeichen für eine Budgetüberschreitung häuften, steuerte die Projektleitung gegen, indem sie u.a. den Funktionsumfang der Software reduzierte.

SIMONA AG

Die SIMONA AG mit Sitz in Kirn/Rheinland-Pfalz ist Hersteller von thermoplastischen Kunststoffen. In drei inländischen Werken und im Ausland werden mehr als 35.000 Artikel für die unterschiedlichsten Branchen gefertigt. Das Unternehmen ist börsennotiert und im General Standard, Frankfurt, gelistet.

Das SAP-Projekt

Die SIMONA AG führte von Mai 2004 bis April 2006 in Deutschland ein SAP-System in den Bereichen Rechnungswesen und Controlling, Einkauf, Vertrieb, Produktion und Vertriebslogistik ein. Im Projektteam arbeiteten teilweise bis zu 80 interne und externe Mitarbeiter fachbereichs- und standortübergreifend zusammen.

Das SAP-System sollte an zwei Produktionsstandorten, zwei Zentrallagern und sechs Auslieferungslagern eingesetzt werden. Die

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