Mitarbeiter und Management sicher ins Boot holen

Wie Sie Veränderungen zielführend managen

Teil 1: Einen Veränderungsprozess nachhaltig etablieren
Damit Veränderungsprojekte gelingen, müssen bestimmte Voraussetzungen im Unternehmen gegeben sein. Im ersten Artikelteil benennt Dr. Frank Lüschow diese und zeigt anschaulich an einem Beispiel, wie er ein kriselndes Veränderungsprojekt trotz innerer Widerstände der Mitarbeiter und zunächst fehlendem Management-Support zum Erfolg führte.

Steigender Wettbewerbsdruck, Veränderungen im Verbraucherverhalten, technische Neuerungen sowie sich wandelnde ökologische und politische Rahmenbedingungen zwingen Institutionen und Unternehmen dazu, sich permanent zu verändern.

Die Menschen, die in Unternehmen innerhalb von Change-Projekten Maßnahmen aufsetzen, um auf veränderte Umfeld-Bedingungen zu reagieren und versuchen, diese produktiv in die bestehenden Prozesse zu integrieren, liefern sich einen beständigen Wettlauf mit der Zeit. Unternehmen, die aufgrund von Widerständen, Frustrationen und Konflikten unter den Betroffenen den notwendigen Wandel nicht vollziehen können, gefährden ihre Zukunft.

Dieser Beitrag zeigt anhand eines Beispiels, aber auch generellen Überlegungen, welche Rolle die Psychologie in Veränderungsprojekten spielt und wie Sie als Projektleiter diese Erkenntnisse nutzen können, um Ihr Change-Projekt zum Erfolg zu führen.

Eine Veränderungskultur unterstützt den Wandel

Organisationen gehen sehr unterschiedlich mit diesem Veränderungsdruck um. In meiner Beratungspraxis habe ich eine Reihe von Unternehmen kennengelernt, die sich zwar permanent verändert, aber dafür kaum explizit Veränderungsprojekte aufgesetzt haben. Veränderungen fanden hier eher in kleineren Schritten im Rahmen des Alltagsgeschäfts statt.

Diese Unternehmen waren offensichtlich von einer Veränderungskultur getragen, in der die Mitarbeiter es als selbstverständlich ansahen, dass jedes interne Projekt neue Abläufe, neue Anforderungen und neue Verantwortlichkeiten mit sich bringt.

Auch hier schreit sicherlich nicht jeder Mitarbeiter "Hurra", wenn er etwas anders machen soll, als er es sich gerade angewöhnt hat. Auch hier gibt es Mitarbeiter, die im Zuge von Rationalisierungsmaßnahmen äußerst schmerzliche Folgen zu tragen haben – bis hin zum

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