Making-of pmwelt 2026 – ein Blick hinter die Kulissen
10 Jahre pmwelt! Wie entsteht das dreitägige Kongressprogramm? Das projektmagazin-Team zeigt, wie aus Referenten- und Themenideen und vielen Gesprächen Schritt für Schritt ein hochkarätiger Event wird, der die PM-Community wirklich weiterbringt.
Making-of pmwelt 2026 – ein Blick hinter die Kulissen
10 Jahre pmwelt! Wie entsteht das dreitägige Kongressprogramm? Das projektmagazin-Team zeigt, wie aus Referenten- und Themenideen und vielen Gesprächen Schritt für Schritt ein hochkarätiger Event wird, der die PM-Community wirklich weiterbringt.
10 Jahre pmwelt sind ein guter Moment, einmal kurz auf "Pause" zu drücken. Nicht um nostalgisch zu werden – sondern um klarer zu sehen: Was trägt im Projektalltag noch, was ist zu schwer geworden, was ändert sich gerade schneller, als man es "ausrollen" kann?
Für uns im projektmagazin-Team ist die pmwelt längst mehr als ein "Event". Sie begleitet uns praktisch durch das ganze Jahr – in Gesprächen, in Redaktionsrunden, in Diskussionen darüber, was Projektarbeit heute wirklich braucht.
Auf der pmwelt kommt unsere Community zusammen, tauscht sich aus, diskutiert, lernt voneinander – und das mit einer Offenheit, die wir so auch nur auf der pmwelt erleben. Der Austausch zeigt, dass auch andere mit denselben Problemen ringen. Gleichzeitig entstehen Ideen, die nicht nach "Best Practice" klingen, sondern nach: Okay, das könnte bei uns tatsächlich funktionieren.
Vom 14. bis 16. April 2026 treffen wir uns erneut zur pmwelt im smartvillage München-Bogenhausen!
Dort haben wir einen Ort gefunden, der genau zu unserer Art des Arbeitens und Lernens passt: modern, lebendig, offen. Und im Jubiläumsjahr wird die pmwelt ganz sicher etwas Besonderes!
So entsteht das Programm für die pmwelt
Das Kongressprogramm ist ein echtes Gemeinschaftsprojekt: Mitglieder aus der Redaktion, die Geschäftsführung sowie Experten und Expertinnen aus der öffentlichen Verwaltung und der Wirtschaft, mit denen wir im engen Austausch sind, bringen ihre Sichtweisen ein und sprechen Empfehlungen aus.
So entsteht ein Programm, das fachlich fundiert und ganz nah an der Praxis ist. Gemeinsam sichten wir über Monate hinweg Themen, diskutieren Formate und stimmen ab, welche Schwerpunkte für unsere Community wirklich relevant sind. Wir wollen bewusst kein reines Vortragsfeuerwerk, sondern ein Programm, das Orientierung gibt, einen hohen Nutzwert bietet und so hilft, Dinge im eigenen Kontext einzuordnen.
2026 im Fokus: "WHAT’S NEXT? Gemeinsam Zukunft gestalten."
Das Motto klingt plakativ und ist genau deshalb so nah am Alltag. Deswegen haben wir es bewusst gewählt: Viele Organisationen stehen gleichzeitig unter Veränderungsdruck und unter Lieferdruck. Neue Tools, neue Erwartungen, neue Möglichkeiten (Stichwort KI) – und daneben die klassischen Projektfragen, die nicht verschwinden: Abhängigkeiten, Prioritäten, knappe Kapazitäten, unklare Entscheidungen, widersprüchliche Stakeholder-Interessen. Und all das bei einer angespannten Wirtschaftslage.
"WHAT’S NEXT?" heißt für uns nicht: Was ist der nächste Trend? Sondern: Was ist der nächste sinnvolle große Schritt – in meinem Kontext, mit meinen Einschränkungen, mit meinem Team?
Drei Tage, drei Perspektiven – und echte Lösungen
Wir haben die pmwelt so strukturiert, dass unterschiedliche Bedürfnisse ihren eigenen Raum bekommen. Der erste Tag richtet sich an Menschen aus der öffentlichen Verwaltung und an alle, die eng mit ihr zusammenarbeiten. An Tag 2 bringen wir auf der Hauptveranstaltung die unterschiedlichen Perspektiven zusammen. Und am dritten Tag öffnen wir den Raum für unsere Seminare – für alle, die Themen vertiefen und konkret an der Umsetzung arbeiten wollen.
Tag 1 – Verwaltung im Fokus
Wenn du in der öffentlichen Verwaltung tätig bist oder eng mit ihr zusammenarbeitest, kennst du die Doppelbelastung: Der Erwartungsdruck steigt (Digitalisierung, Servicequalität, Transparenz, Tempo), während die Rahmenbedingungen oft nicht "beschleunigungsfreundlich" sind.
Klingt das vertraut?
"Wir sind nicht langsam, wir sind abhängig." – Entscheidungen hängen an Gremien, Schnittstellen, Zuständigkeiten, politischen Zyklen. Und am Ende ist das Projekt "schuld", obwohl es eigentlich eine Systemfrage ist.
"Agil klingt gut – bis Vergabe, Compliance und Dokumentationspflichten auf dem Tisch liegen." Dann wird aus "Wir testen schnell" ein "Wir müssen erst klären, ob wir überhaupt dürfen". Und plötzlich steckt man zwischen Methodendiskussion und Realbetrieb und nichts geht weiter.
Genau für diese Spannungsfelder haben wir den Fokustag Verwaltung konzipiert: Welche Vorgehensweisen sind praxistauglich? Wie schaffen andere Teams Entscheidungsfähigkeit? Wo lohnt sich Standardisierung – und wo braucht es bewusst Spielräume?
Ein besonderes Highlight an diesem Tag sind die Keynotes. Mit "Nie mehr zum Amt! Digitales Vorzeigeland: Wie unsere Bürger und Unternehmen von Estland profitieren können" bringt Christoph Eichhorn internationale Erfahrung und einen Blick von außen ein, der zeigt, was konsequente Verwaltungsdigitalisierung leisten kann.
Zum Abschluss des Tages referiert Dr. Julia Borggräfe über "Bürokratopia: Warum die Verwaltung neue Spielregeln für Projekte braucht".
Tag 2 – Hauptveranstaltung
Der zweite Tag ist die große Bühne – mit unterschiedlichen Tracks und genug Breite, um sich den eigenen Schwerpunkt zu bauen: Führung, Methoden, Transformation, Teamarbeit, Tools, Kultur, Schnittstellen.
Und ehrlich gesagt: Viele kommen mit sehr ähnlichen Baustellen.
- Priorisierung unter Dauerstress: Zu viele Projekte, zu viele Initiativen, zu wenig Menschen – und immer wieder das Gefühl, dass das Wichtigste zwar "oben" bekannt ist, aber "unten" nicht ankommt. Und zu oft auch genau umgekehrt.
- Stakeholder-Logik vs. Projektlogik: Fachbereiche wollen schnell Nutzen, IT setzt auf Stabilität, Management auf Überblick und Teams brauchen Ruhe zum Arbeiten. Und du sitzt dazwischen und versuchst, aus widersprüchlichen Erwartungen einen gangbaren Plan zu machen.
- KI: Handlungsdruck ohne klare Strategie. "Wir müssen KI einsetzen" steht schnell im Raum. Die offenen Fragen sind oft die entscheidenden: Wofür genau? Was wird dadurch besser? Welche Datenlage ist realistisch? Wer trägt Verantwortung, wenn Ergebnisse falsch sind? Und: "Wie gehen wir konkret dabei vor?"
Uns geht es an diesem Tag weniger um perfekte Antworten als um bessere Fragen und ehrliche Einblicke, die helfen, die eigene Situation einzuordnen. Und oft passiert das Wertvollste nicht auf der Bühne, sondern im Gespräch danach: Wie macht ihr das? Was hat bei euch nicht funktioniert? Was würdet ihr heute anders aufsetzen?
Freuen Sie sich besonders auf zwei herausragende Keynotes: Prof. Dr. Fabian Hänle eröffnet die pmwelt 2026 mit "Wirtschaftserwachen – Chinas Mittelstandswunder und wie uns neues Wachstum für Deutschland gelingt" und bringt internationale Perspektiven auf Strategie, Innovation und Projekte ein.
Den Abschluss des Tages gestaltet Martin Laschkolnig mit "Hurra, Change! – Leadership im KI-Zeitalter" – einem Impuls zu Selbstführung, menschlicher Führung und Wirksamkeit im permanenten Wandel.
Tag 3 – Seminare
Der dritte Tag richtet sich an alle, die merken: Impulse sind wertvoll, aber das eigentliche Problem ist der Transfer. Man fährt inspiriert heim – und zwei Wochen später hat der Kalender gewonnen.
Denn meist ist es doch so:
- "Ich weiß jetzt mehr – aber ich kann es noch nicht anwenden." Seminare geben Raum, Dinge strukturiert durchzuarbeiten, Fragen zu stellen, zu üben, auszuprobieren.
- "Wir sammeln Methoden – aber wir entscheiden nie, was wir wirklich tun." Zwischen klassisch, agil, hybrid, produktorientiert und "Wir machen halt irgendwie" entsteht schnell Unschärfe. Unsere Intensivseminare helfen, Klarheit zu gewinnen: Was passt zu welchem Problem – wie setze ich es konkret um?
Die Seminare sind separat buchbar und bewusst als Vertiefung gedacht – nicht als "mehr vom Gleichen".
Unsere Intensivseminare mit Expertinnen und Experten, die wirklich weiterhelfen:
- Vom KI-Versprechen zur konkreten Umsetzung: Projekte steuern im "neuen Normal" – mit Christoph Magnussen
- Kommunikation, die wirkt – wie KI Botschaften einfach und schnell auf den Punkt bringt – mit Saskia Hablasch
- Das Minimum Viable PMO: Weniger Aufwand – wirksamere Services – mit Dr. Jörg Klein
- Projektpräsentationen: Mit KI-Unterstützung automatisiert zu klaren Storys und starken Designs – mit Nico Rehmann
- Next Level Projektportfoliomanagement: Strategie umsetzen, flexibel steuern – mit Wolfram von Schneyder
Die Fachausstellung: Marktplatz zum freien Austausch
Zur pmwelt gehört auch die Fachausstellung mit etablierten und innovativen Lösungsanbietern für die Projektmanagementpraxis: Welche Tools und Services unterstützen Projekte wirklich? Was passt zu welchem Reifegrad? Wo lohnt sich ein zweiter Blick – und wo eher nicht?
Und ja: Viele erleben erst vor Ort, wie gut es tut, sich mit Menschen auszutauschen, die nicht sofort eine "richtige Lösung" verkaufen wollen, sondern erst einmal den eigenen Kontext verstehen wollen.
Wenn du überlegst, ob sich die Teilnahme lohnt
Das können wir klar mit Ja beantworten. Auf der pmwelt wird dein Projektalltag wieder greifbarer: mit konkreten Impulsen, Perspektivwechseln – und dem Gefühl, den gordischen Knoten nicht allein lösen zu müssen.
Am besten: ins Programm schauen, Themen markieren, die bei dir gerade am meisten drücken – und dann entscheiden, was dich am meisten anspricht. Wir hoffen, wir sehen uns im April in München!
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