Auslastungsgrad

Im Projektmanagement gibt der Auslastungsgrad in Prozent an, wie viel der Arbeitskapazität einer RessourceRessource" Ressource " bezeichnet im Projektmanagement ein für die Durchführung einer Aufgabe notwendiges Mittel. Dabei ist " Ressource " ein Oberbegriff sowohl für Mitarbeiter als auch für Sachmittel oder Finanzmittel. bzw. einer Ressourcenmenge für einen bestimmten Zeitraum bereits Vorgängen zugeordnet ist.

Auslastungsgrad

Im Projektmanagement gibt der Auslastungsgrad in Prozent an, wie viel der Arbeitskapazität einer RessourceRessource" Ressource " bezeichnet im Projektmanagement ein für die Durchführung einer Aufgabe notwendiges Mittel. Dabei ist " Ressource " ein Oberbegriff sowohl für Mitarbeiter als auch für Sachmittel oder Finanzmittel. bzw. einer Ressourcenmenge für einen bestimmten Zeitraum bereits Vorgängen zugeordnet ist.
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Beispiele

Eine Teilzeitkraft arbeitet 20 Stunden pro Woche, d.h. vier Stunden am Tag. Sie ist mit Umfang von 40 Stunden einem VorgangVorgangEin Vorgang ist in der Netzplantechnik definiert durch Anfang, Dauer und Ende. Vorgänge werden je nach Netzplanart durch Pfeile oder durch Knoten symbolisiert. Üblich sind Vorgangsknoten-Netzpläne. Im allgemeinen bilden die Arbeitspakete, die bei der Projektstrukturplanung definiert werden, die Grundlage für die Definition der Vorgänge in der Netzplantechnik. Die Vorgänge werden dann durch Anordnungsbeziehungen miteinander verknüpft. zugeordnet, der zehn Arbeitstage dauert, wobei an jedem Arbeitstag 4 Stunden zu erbringen sind. Die ersten fünf Arbeitstage sind am Ende eines Monats, die zweiten fünf Arbeitstage zu Beginn des nächten Monats. Je nach Perspektive beträgt der Auslastungsgrad der Teilzeitkraft:

  • In monatsweiser Betrachtung (bei jeweils 20 Arbeitstagen pro Monat) ist der Auslastungsgrad 25%.
  • Bei wochenweiser Betrachtung beträgt der Auslastungsgrad entweder 0% (außerhalb der Zuordnung) oder 100% (während des Vorgangs).
  • Wird über eine Arbeitszeitregelung vereinbart, dass die Teilzeitkraft in den ersten beiden Wochen eines Monats jeweils 30 Stunden arbeitet und danach nur noch 10 Stunden pro Woche, dann ist sie während der ersten Hälfte des Vorgangs mit einem Auslastungsgrad von 200% überlastet. In der ersten Woche des Folgemonats ist sie hingegen nur zu 66,7% ausgelastet.
Innerhalb der ProjektplanungProjektplanungProjektplanung ist der Prozess , Ablauf, Umfang, Kosten, Ressourcen, Qualität und andere Aspekte eines Projekts zu planen. bezieht man den Auslastungsgrad meist nur auf projektbezogene Tätigkeiten. Der so angegebene Auslastungsgrad einer Ressource sagt somit nichts darüber aus, wie stark sie durch Linientätigkeiten ausgelastet ist.

Der Auslastungsgrad ist eine wichtige KennzahlKennzahlEine Kennzahl ist eine Vorschrift zur quantitativen, reproduzierbaren und objektiven Messung einer Größe, die Auskunft über Status oder Leistung eines Systems gibt. Systeme können Organisationseinheiten , Projekte , Produkte , Prozesse oder Personen sein. des Ressourcenmanagements und für die Projektplanung. Je nach Randbedingung gelten unterschiedliche Zielgrößen für die Optimierung des Auslastungsgrads.

Der Begriffs "Auslastungsgrad" wird im Projektmanagement damit gleichbedeutend wie in der LogistikLogistikLogistik als solches ist ein eigenständiger Management-Bereich. Der führende deutsche Fachverband für Logistik ist die Bundesvereinigung Logistik e.V. in Bremen, die auf ihrer Website (s.u.) ausführliche Informationen über Supply Chain Management und Logistik Management bietet. verwendet. In der Volkswirtschaft bedeutet "Auslastungsgrad" hingegen das Verhältnis von tatsächlichem Bruttoinlandsprodukt zum bestehenden Produktionspotential.

Erläuterungen und Kommentar

Für die Projektplanung ist die Berücksichtigung des Auslastungsgrads der benötigten Ressourcen unbedingt erforderlich, um einen realistischen Terminplan erstellen zu können. Um den Auslastungsgrad einfach und schnell ermitteln zu können, benötigt man eine geeignete Planungs-Software. Üblicherweise wird die Ressourcenauslastung als Histogramm dargestellt. Die Zeitauflösung bestimmt dabei die Breite einer Histogramm-Säule, z.B. Tage, Wochen oder Monate.

In der traditionellen NetzplantechnikNetzplantechnikNetzplantechnik dient zur grafischen Modellierung von zeitlichen Abläufen und zur Erstellung von Terminplänen. Sie beruht auf der mathematischen Graphentheorie . Elemente der Netzplantechnik sind Knoten und als Pfeile dargestellte Anordnungsbeziehungen zwischen den Knoten. ist es das Ziel der kapazitätstreuen TerminplanungTerminplanungBei der Terminplanung werden die Arbeitspakete zu einem realistischen Projektablauf zeitlich angeordnet. Das Projekt selbst, Projektphasen, Arbeitspakete und Meilensteine erhalten Start- und Endtermine. Die zeitliche Anordnung ist abhängig von den Anordnungsbeziehungen zwischen den einzelnen Elementen, den Dauern der Arbeitspakete, Pufferzeiten, von der Verfügbarkeit der Einsatzmittel und Finanzmittel und von vorgegebenen Randbedingungen aus dem Projektumfeld. Die Terminplanung wird deshalb meist in Einheit mit der Einsatzmittel-Planung durchgeführt., die Vorgänge im Terminplan so anzuordnen, dass keine Ressourcenüberlastungen auftreten. Hierzu werden die Vorgänge zunächst innerhalb ihrer freien Pufferzeiten verschoben. Falls dies nicht ausreicht, werden die Vorgänge innerhalb der Gesamtpufferzeiten verschoben, wobei sich auch die Lagen anderer Vorgänge verändern. Wenn auch dies nicht zum angestrebten Auslastungsgrad führt, muss entweder der Endtermin des Projekts verschoben werden oder es müssen zusätzliche Ressourcen zur Verfügung gestellt werden.

Bei der Terminplanung nach Critical Chain spielt der Auslastungsgrad der Ressourcen eine untergeordnete RolleRolleRolle bezeichnet eine temporäre Funktion einer Person oder Organisationseinheit innerhalb der Projektorganisation. Eine Rolle wird beschrieben durch Aufgaben, Befugnisse und Verantwortungen. Zur vollständigen Definition einer Rolle gehört die Angabe, ob sie teilbar (d.h. ob sie von mehreren Personen wahrgenommen werden kann) und kombinierbar (d.h. ob sie mit anderen Rollen gemeinsam von einer einzigen Person wahrgenommen werden kann)., da die Ressourcen jeweils zu 100 % die Vorgänge sukzessive nach deren Priorität abarbeiten. Die dem Critical-Chain-ProjektmanagementCritical-Chain-ProjektmanagementCritical-Chain-Projektmanagement ist eine auf der Theory of Constraints (TOC) beruhende Methodik zur Planung und Steuerung von Projekten mit dem Ziel, Engpassressourcen optimal einzusetzen und die Projektdauer zu minimieren. zugrunde liegende Theory of Constraints optimiert die Ressourcen und die Leistungsfähigkeit eines Produktionssystems nicht anhand der individuellen Auslastungsgrade, sondern anhand der gesamten Systemleistung. Hierzu bestimmt sie die Engpassressource und optimiert alle Prozesse darauf, dass diese Engpassressource mit optimaler Leistung arbeitet. Alle anderen Ressourcen dürfen einen Auslastungsgrad von deutlich unter 100 % aufweisen. Bei Bedarf muss die Kapazität der Engpassressource erhöht werden. Sobald dies geschehen ist, wird unter Umständen eine andere Ressource zum neuen Engpass.

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