Projektmanagement-Glossar
Alle Glossarbegriffe

Engpassressource

English
Synonyme
kritisches Einsatzmittel

Eine Engpassressource ist die Ressource, deren Leistungsfähigkeit die Prozessgeschwindigkeit bestimmt bzw. begrenzt. Im Projektmanagement wird diese auch als "kritische Ressource" bezeichnet, wobei die Bezeichnung eine Verbindung zum kritischen Weg herstellt. Engpassressourcen sind entweder Vorgängen auf dem kritischen Weg zugeordnet oder verschieben den kritischen Weg im Projektablauf auf sich.

Engpassressource

English
Synonyme
kritisches Einsatzmittel

Eine Engpassressource ist die Ressource, deren Leistungsfähigkeit die Prozessgeschwindigkeit bestimmt bzw. begrenzt. Im Projektmanagement wird diese auch als "kritische Ressource" bezeichnet, wobei die Bezeichnung eine Verbindung zum kritischen Weg herstellt. Engpassressourcen sind entweder Vorgängen auf dem kritischen Weg zugeordnet oder verschieben den kritischen Weg im Projektablauf auf sich.

Charakteristika von Engpassressourcen sind:

  • Ihre Leistungsfähigkeit kann nicht weiter gesteigert werden.
  • Ihre Kapazität kann nicht kurzfristig erhöht werden bzw. für eine Kapazitätserhöhung ist eine Investition erforderlich, deren Return on Invest fraglich erscheint.
  • Sie verursacht hohe Kosten.
  • Sie soll möglichst hoch ausgelastet werden, um ihre Investition zu amortisieren.

Das Ressourcenmanagement mit Engpassressourcen soll also sowohl dafür sorgen, dass diese den Projekten in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen also auch ihre möglichst hohe Auslastung gewährleisten.

Engpassressourcen können z.B. Maschinen, Spezialwerkzeuge, Lagerplatz, Verkehrsfläche, genauso aber auch Spezialisten sein.

Bei der Verplanung von Engpassressourcen sind grundsätzlich drei Strategien möglich:

  1. Eine Überbuchung der Engpassressource um einen bestimmten Prozentsatz, um stets ihre vollständige Auslastung zu garantieren. Dabei ergeben sich unvermeidliche Wartezeiten und Verzögerungen in den betroffenen Prozessen bzw. Projekten. (z.B.: Sprechzeiten beim Arzt)
  2. Die Vergabe von exakten Zeitfenstern an die anfordernden Prozesse bzw. Projekte, in denen sie auf die Engpassressource zugreifen können. (z.B.: Slots im Flugverkehr)
  3. Die Einplanung ausreichend großer Zeitpuffer, so dass kein Prozess durch die Engpassressource verzögert wird, dafür wird der Auslastungsgrad der Engpassressource reduziert.

Die sog. Theory of Constraints konzentriert sich in der Prozessoptimierung auf die Suche nach Engpassressourcen und versucht, sie durch entsprechende Kapazitätserhöhung oder Veränderung des Prozessablaufs zu beheben.

Bewertungen

Diese Funktion steht nur eingeloggten Nutzern zur Verfügung. Jetzt einloggen
Gesamt
Bewertungen 3
Kommentare 0