Konfigurationsmanagementsystem

Ein Konfigurationsmanagementsystem regelt die Erfassung, Verwaltung, Überwachung, Änderung und Archivierung von Konfigurationselementen und ihren Konfigurationen sowie deren Aufnahme in und Entfernung aus dem Portfolio einer Organisationseinheit.

Bestandteile eines Konfigurationsmanagementsystems sind u.a.:

  1. Festlegung, welche Objekte als Konfigurationselemente zu behandeln sind, d.h. welche im Verantwortungsbereich der Organisationseinheit befindlichen Elemente dem Konfigurationsmanagement unterliegen (z.B. Produkte, Prozessbeschreibungen, Projekte).
  2. Begriffsdefinitionen des Konfigurationsmanagements
  3. Regeln zu Identifikation und Versionierung von Konfigurationselementen
  4. Prozessbeschreibungen zur Verwaltung, Überwachung und Archivierung von Konfigurationselementen
  5. Definition des Änderungssteuerungssystems
  6. Methoden des Konfigurationsmanagements
  7. Regeln für die Durchführung von Konfigurationsaudits
  8. Regeln zur Durchführung von Konfigurationsmanagementaudits
  9. Rollen und Verantwortlichkeiten des Konfigurationsmanagements

Konfigurationsmanagementsystem im Projekt

Da der Zweck von Projekten darin besteht, Ergebnisse zu erstellen, benötigt jedes Projekt auch Regeln, um diese Ergebnisse zu identifizieren und zu verwalten sowie Änderungen an ihnen zu steuern. Wie umfangreich und detailliert das Konfigurationsmanagementsystem eines Projekts sein muss, hängt von Umfang und Komplexität des zu erstellenden Werks ab.

Z.B. erfordert die Entwicklung eines neuen Automodells ein vollwertiges Konfigurationsmanagementsystem, das in der Regel vom übergeordneten Product Life Cycle Management des OEM vorgegeben wird. Für die Durchführung einer Markrecherche reichen hingegen einfache Regeln für die Versionierung und Archivierung von Projektdokumenten aus.

Das Konfigurationsmanagementsystem eines Projekts ist im Konfigurationsmanagementplan (PMBOK® Guide) bzw. in der Konfigurationsmanagementstrategie (PRINCE2®) definiert.

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