Das Konfigurationsmanagement umfasst alle technischen, organisatorischen und beschlussfassenden Maßnahmen und Strukturen, die sich mit der Konfiguration (Spezifikation) eines Produkts befassen.

Es bildet damit die Verbindung zwischen dem Produktportfolio und dem ProjektportfolioProjektportfolioEin Projektportfolio ist eine Menge von Projekten einer Trägerorganisation und mit diesen Projekten in Zusammenhang stehenden Linienaufgaben. Ein Projektportfolio kann seinerseits in weitere Portfolios und Programme gegliedert sein. eines Unternehmens, zumnindest hinsichtlich der Produktentwicklungsprojekte.

Im Sinne des PMBOK(R) GuidePMBOK(R) GuideDer PMBOK® Guide ist die US-amerikanische Norm für Projektmanagement und wird vom Project Management Institute (PMI®) herausgegeben. bildet es die Verbindung von Inhalts- und Umfangsmanagement (Project Scope Management) und QualitätsmanagementQualitätsmanagementQualitätsmanagement ist der Oberbegriff für alle Tätigkeiten, Führungsaufgaben und Methoden, die zur Planung, Sicherung, Verbesserung und Prüfung der Qualität eines Produktes oder einer Dienstleistung gehören. Der PMBOK(R) Guide 2004 zählt zum Project Quality Management die drei Prozesse Quality Planning, Perform Quality Assurance und Perform Quality Control. (Project Quality Management). Außerhalb des Projektmanagement wird es in der Regel dem Qualitätsmanagement zugeordnet, es kann aber auch als eigenständige Disziplin betrachtet werden.

Allgemeine Übereinstimmung besteht darin, dass Konfigurationsmanagement alle produktbezogenen Spezifikationen umfasst.

Unterschiedliche Interpretationen gibt es hinsichtlich der Veränderungen im organisatorischen Bereich. Vertreter einer sehr weiten Auffassung von Konfigurationsmanagement begreifen Managementprozesse ebenfalls als spezifizierbares Produkt und erheben den Anspruch, auch organisatorische Veränderungen mit Hilfe des Konfigurationsmanagements steuern zu können.

Dem steht die Auffassung gegenüber, dass sich Konfigurationsmanagement lediglich auf ein handelsfähiges Gut beschränkt (d.h. haptische und geistige Produkte sowie Dienstleistungen) und nicht auch das allgemeine Änderungsmanagement und das systemische VeränderungsmanagementVeränderungsmanagementVeränderungsmanagement , Change Management oder auch Management of Change ist ein nicht exakt abgrenzbarer Begriff aus dem Bereich der Organisationsentwicklung. Der größte gemeinsame Nenner aller Interpretationen besteht in der Definition als "Führung von Veränderungsprozessen in Unternehmen". Da alle modernen Unternehmen beständigen Veränderungsprozessen unterworfen sind, kann insofern Change Management auch als Bestandteil normalen unternehmerischen Handelns angesehen werden. umfasst.

Jeder Abgrenzungsversuch zwischen Konfigurationsmanagement, Änderungsmanagement und Veränderungsmanagement (Change Management) führt notwendigerweise zu Konflikten zwischen den unterschiedlichen Interpretationen. Die DIN 69904 stellt aus Projektmanagementsicht pragmatisch Konfigurationsmanagement und Änderungsmanagement auf eine Ebene und ordnet dem Änderungsmanagement die Prozesse und Regeln für die Änderung von Projektzielen und -prozessen zu. Im Umkehrschluss beschränkt sie damit das Konfigurationsmanagement auf die Änderungen des Projektgegenstands.

Das Konfigurationsmanagement selbst stukturiert sich in folgende Aufgabenbereiche:

Umfangreiche Informationen zum Konfigurationsmanagement bietet die Web-Site CM Crossroads: www.cmcrossroads.com.

In Äquivalenz zum PMBOK(R) Guide entsteht als eigenständiger Entwurf der "Configuration Management Body of Knowledge", der im Volltext unter www.cmbok.com einzusehen ist. Er entsteht als Web-Projekt durch Zusammenarbeit der bei CMCrossroads eingetragenen Mitglieder.

Bewertungen

Gesamt
Bewertungen 27
Kommentare 0