Lernende Organisation

Der Begriff "Lernende Organisation" wurde auf breiter Ebene populär durch das Buch "Die fünfte Disziplin" von Peter Senge (amerik.1990, dt.1997) bekannt. Senge definiert diese "fünfte Disziplin" als das systemische Denken. Gemeinsam mit vier anderen Disziplinen ermöglicht es, Organisationen lernfähig zu machen.

Die fünf Disziplinen sind nach Senge:

  1. Personal Mastery: Selbstführung, individuelle Reife, Persönlichkeitsbildung.
  2. Mental Models: Mentale Modelle. Dies ist ein Sammelbegriff für kulturelle Sichtweisen, Überzeugungen, Vorurteile, festgefahrene Vorstellungen und andere intuitiven Erklärungsmuster, mit denen Individuen ihre Umwelt interpretieren.
  3. Shared Visioning: Gemeinsame Vision.
  4. Team Learning: Lernen im Team.
  5. Systems Thinking: Denken in Systemen, systemisches Denken.

Lernende Organisation und Projektorientiertes Unternehmen bzw. Projektorientierte Gesellschaft sind eng miteinander verwandt. Wesentliches Merkmal ist die hohe Änderungsdynamik beider Organisationsformen.



Relevante Beiträge im Projekt Magazin
von Dr. Adrian Etter
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Soft Skills spielen für die Leistungsfähigkeit komplexer Organisationen eine entscheidende Rolle. Allerdings können sie nicht von oben "verordnet" werden. Dr. Adrian Etter schildert die Gestaltung eines Führungskräftetreffens zum Thema Konfliktmanagement im Rahmen eines OE-Projekts bei den Schweizerischen Bundesbahnen. Der Clou dabei war, dass die Teilnehmer durch das Setting selbst in die Expertenrolle versetzt wurden und sich dadurch gemeinsam das Thema erarbeiteten.
von Stephanie Borgert
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Die Kultur eines Unternehmens oder eines Projekts managen zu wollen ist Humbug, meint Stephanie Borgert. Die meisten dieser Beratungsansätze seien bereits zum Scheitern verurteilt, bevor sie überhaupt begonnen werden. Denn Kultur ist komplex und nicht linear. Leitbilder, Regeln, neue Prozesse oder Verhaltensänderungen taugen deshalb nichts, solange nicht ein dauerhafter Prozess der Reflexion und der Werte-Arbeit gestartet wird. Kultur lässt sich zwar sehr wohl positiv beeinflussen, aber das Ergebnis lässt sich weder prognostizieren noch exakt messen.
von Dr. Adrian Etter
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Geschäftsprozesse zu optimieren, während gleichzeitig der Betrieb auf vollen Touren läuft, ist eine herausfordernde Aufgabe. Umso beeindruckender erscheint die Organisationsentwicklung, welche die Cargo Leitzentrale der Schweizer Bundesbahn 2009 durchführte. Denn rund um die Uhr ist sie dafür verantwortlich, dass täglich ca. 195.000 Tonnen Güter pünktlich und sicher an ihrem Zielort ankommen. Dr. Adrian Etter, der diesen OE-Prozess begleitete, beschreibt die Schritte dieses anspruchsvollen Projekts, bei dem die Schichtübergabe neu gestaltet wurde. Durch die intensive Einbindung aller Beteiligten gelang nicht nur eine reibungsfreie Einführung des verbesserten Prozesses, sondern entstand auch ein neues Verantwortungsbewusstsein bei den Beteiligten, das sogar eine Reorganisation überdauerte.
von Claus Engel
23 Bewertungen
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Viele Firmen bemühen sich um ein erfolgreiches Projektmanagement – trotzdem scheitern noch immer ca. 30% der Projekte. Was kann man dagegen tun? Dieser Frage gehen die PA Consulting Group GmbH und die Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement e.V. (GPM) in regelmäßigen Studien nach. Im Jahr 2007 untersuchten sie, welche Maßnahmen und Investitionen die Qualität des Projektmanagements tatsächlich verbessern. Hierzu verglichen sie erfolgreiche mit weniger erfolgreichen Unternehmen und ermittelten die zehn signifikantesten Unterschiede der Projektkulturen. Claus Engel und Nils Quadejacob stellen die Studie vor und beschreiben fünf Erfolgsfaktoren, denen Unternehmen, die ihr Projektmanagement verbessern möchten, besondere Beachtung schenken sollten.
von Sigrid Hauer
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Damit ein Projekt zügig vorangetrieben werden kann, müssen Mitarbeiter schnell auf das Wissen zuzugreifen können, das sie für ihre Arbeit brauchen. Sigrid Hauer beschreibt anhand eines Projekts in der Elektronikbranche, wie sich der schnelle Zugriff auf Wissen mit Hilfe einer Wissenslandkarte gewährleisten lässt. Die Fähigkeit eines Projektteams, das Wissen seiner Mitglieder zu vernetzen und dadurch unerwartete Situationen und Probleme während des Projektverlaufs zu bewältigen, ist ein wesentliches Merkmal eines so genannten "Lernenden Projekts".
von Philippe Nussbaum
3 Bewertungen
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Projektleiter sind meist auf sich gestellt. Sie müssen unter Druck schnell die richtigen Entscheidungen treffen. Fortbildungen und Coaching können dabei zwar helfen, im Projektalltag sieht jedoch vieles anders aus als in der Theorie und Berater stehen nur punktuell zur Verfügung. Die Schweizer CSS Versicherung beschreitet mit der so genannten Kollegialen Beratung - einer Methode zur Gruppenberatung durch Gleichgestellte - einen neuen Weg, um den PM-Reifegrad im Unternehmen nachhaltig zu steigern. Phillippe Nussbaum beschreibt, wie die Kollegiale Beratung funktioniert, wie sie im Unternehmen eingeführt wurde und welche Erfahrungen damit im laufenden Betrieb gewonnen wurden.
von Verena Korn
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Probleme in Projekten sollten schnell und möglichst auf Dauer gelöst werden. Um dies zu erreichen, setzt das Finanzinstitut UBS ein siebenstufiges Projektmanagement-Audit zur Erarbeitung konkreter Verbesserungsmaßnahmen ein. UBS nennt dieses Verfahren betriebsintern "Project Management Improvement" (PMI). Dieses Instrument wird erfolgreich im Bereich IT eingesetzt, so dass die Projektabwicklung verbessert und die Kundenzufriedenheit erhöht werden konnte. Verena Korn stellt das PMI vor und beschreibt Ziele, Ablauf und Einsatzmöglichkeiten.
von Gisela Punzet
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Wissen wird in der heutigen Gesellschaft zunehmend zum eigentlichen Kapital der Unternehmen. Viele Firmen betreiben deshalb Wissensmanagement mit dem Ziel, das Wissen ihrer Mitarbeiter zu erfassen, zu erhalten und wieder zu verwenden. Zu diesem Zweck werden oft Gemeinschaften (Communities) gebildet, in denen sich interessierte Mitarbeiter freiwillig an einem Wissensaustausch zu einem bestimmten Thema beteiligen. Gisela Punzet leitete für einen global tätigen Konzern das virtuelle Kernteam einer solchen Community. In ihrem Erfahrungsbericht erläutert sie die Besonderheiten des Projekts und beschreibt, welche speziellen Schwierigkeiten sich durch die virtuelle Teamaufstellung ergaben und wie sie diese bewältigte.
von Ina Wohlgemuth
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Haben Linienvorgesetzte in einem Unternehmen großen Einfluss auf die Projektarbeit, stößt bei ihnen die Einführung eines professionellen Projektmanagements in der Regel auf Widerstand. Die Folge sind Konflikte an den Schnittstellen von Projekt und Linie. Wichtig ist es deshalb, nicht nur das Projektmanagement zu entwickeln, sondern auch die Aufgaben des Linienmanagements neu zu definieren. Ina Wohlgemuth-Spitz berichtet in ihrem Artikel, wie die SMS Demag AG, Marktführer in der Hütten- und Walzwerktechnik, bei der Einführung neuer PM-Strukturen neben dem Projektmanagement auch die Linie stärkte.
von Gero Lomnitz
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Fehlentwicklungen in Projekten kommen selten aus heiterem Himmel. Meist gibt es bereits Anzeichen für eine Schieflage des Projekts, bevor die Probleme durch Kosten- und Terminüberschreitungen für jedermann offensichtlich werden. Diese Warnzeichen werden jedoch oft nicht rechtzeitig wahrgenommen oder es wird nicht richtig darauf reagiert. Gero Lomnitz, der sich seit Jahren mit dem Thema Projektreview befasst, beschreibt in seinem Beitrag den richtigen Umgang mit Fehlentwicklungen in Projekten.
von Dr. Achim Kindler
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Jeder Projektverantwortliche kennt das Problem: Für ein anstehendes Projekt sollen frühzeitig möglichst zuverlässige Aussagen zu den voraussichtlichen Projektkosten gemacht werden - ohne allzu großen Aufwand und ohne detaillierte Informationen. Das Risiko ist groß, dass sich die geschätzten Werte später als falsch herausstellen und der Projekterfolg deshalb gefährdet ist. Dr. Achim Kindler zeigt, mit welchen einfachen Maßnahmen Sie die Schätzrisiken reduzieren können. Der erste Teil stellt vorrangig sechs einfache und schnell durchführbare Maßnahmen vor. Weitere Maßnahmen, die über die kurzfristigen Lösungsansätze hinausgehen, behandelt Teil 2 in einer der kommenden Ausgaben des Projekt Magazins.
von Prof. Dr. Peter Kruse
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2 Kommentare
Im Zuge der Globalisierung und der steigenden Vernetzungsdichte sind viele Unternehmen gezwungen, alte Konzepte zu überdenken und sich auf grundlegende Veränderungen einzulassen. Aber Veränderungsbereitschaft ist nicht selbstverständlich. Häufig wird der Umgestaltungsprozess erst begonnen, wenn das Unternehmen schon in der Krise steckt. Das Management hat die Aufgabe, Neuerungen frühzeitig einzuleiten und die dadurch entstehende Unsicherheit kreativ zu nutzen. Dies setzt Vision und Eigeninitiative voraus. Prof. Dr. Peter Kruse zeigt an einfachen Beispielen, wie sich durch elementare Veränderungen neue Leistungshorizonte eröffnen können und gibt hilfreiche Anregungen für den richtigen Umgang mit Unsicherheit.
von Edit Kohler
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Effektive Formen des Wissensaustauschs sind in den Unternehmen noch wenig verbreitet. Meist fehlt den Mitarbeitern das Bewusstsein dafür, welchen Nutzen ihre Erfahrungen aus abgeschlossenen Projekten für nachfolgende Projekte haben können. Edith Kohler und Dr. Jens-Peter Abresch haben im ersten Teil des Beitrags "Lernendes Projektmanagement" den Status Quo des Wissenstransfers in Projektorganisationen vorgestellt. In diesem zweiten und abschließenden Teil des Artikels zeigen sie, welche praktischen Möglichkeiten Projektleiter haben, um das Thema "Lernen" in ihren Projekten zu verankern.
von Edit Kohler
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Wir befinden uns in einer Zeit, in der es ohne ständiges Dazulernen nicht mehr geht. Der Konkurrenzdruck ist zu hoch, um sich langfristig auf Bewährtem auszuruhen. Das gilt auch und insbesondere für das Projektmanagement von Unternehmen und Organisationen. Auch hier müssen Wege gefunden werden, um den Reiz des Experimentierens und die Lust auf Veränderung zu stimulieren. Auf der anderen Seite brauchen wir einen behutsamen Umgang mit Wissen und Erfahrung, der es uns erlaubt, auf Bewährtem aufzubauen. Dr. Jens-Peter Abresch und Edith Kohler zeigen im folgenden Artikel, dass dies kein Widerspruch ist und dass Lernendes Projektmanagement keine Utopie sein muss.
von Uwe Feddern
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Die Einführung eines neuen, einheitlichen PM-Systems in eine gewachsene Unternehmensstruktur erfordert massive Veränderungen. Nicht nur Organisationsformen und Prozesse, sondern auch die Unternehmenskultur ist davon berührt. Widerstände von betroffenen Mitarbeitern können das Projekt zu Fall bringen. Begleiten die Projektverantwortlichen diesen Veränderungsprozess aber mit Methoden und Prinzipien der Organisationsentwicklung (OE), sind Akzeptanz und Identifikation bei den Betroffenen deutlich höher. Uwe Feddern und Andreas Winkelmann beschreiben in ihrem Praxisbericht am Beispiel der Deutsche Post Express GmbH, wie eine erfolgreiche Systemeinführung aussehen kann.
von Günter Nittbaur
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Projekte scheitern oft, weil nicht die Bedürfnisse und Interessen aller Beteiligten erfasst und berücksichtigt worden sind. Aber wie kann die Entscheidungs- und Konsensfindung bei Projekten mit vielen Stakeholdern effektiv ablaufen? Team Syntegrity®: ist eine Methode, mit der in einer großen Gruppe eine Fülle an Informationen und Wissen in kurzer Zeit ausgetauscht werden kann und von allen akzeptierte Lösungen erarbeitet werden. Dr. Gunter Nittbaur und Andreas Ernst vom Management Zentrum St. Gallen stellen in ihrem Artikel die Methode vor.
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von Gisela Müller Fehler passieren immer. Um aber nicht in jedem Projekt die gleichen Fehler zu wiederholen, muss der Prozess der rückschauenden Projektanalyse institutionalisiert und eingeübt werden. Gisela Müller zeigt in ihrem Artikel, wie man Fehler schon in laufenden Projekten analysieren kann und wie Lessons-learned-Meetings durchgeführt werden.
von Gisela Müller
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