Projektmanagement-Glossar
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Organisationsentwicklung

Abkürzungen

Die Deutsche Gesellschaft für Organisationsentwicklung e.V. (www.goe.org) definiert Organisationsentwicklung als einen "längerfristig angelegten, nachhaltigen Entwicklungs- und Veränderungsprozess von Organisationen und der in ihr tätigen Menschen. Die Wirkung dieses Prozesses beruht auf dem gemeinsamen Lernen aller beteiligten Personen durch direkte Mitwirkung bei der Bearbeitung und Lösung betrieblicher und unternehmerischer Probleme."

Organisationsentwicklung

Abkürzungen

Die Deutsche Gesellschaft für Organisationsentwicklung e.V. (www.goe.org) definiert Organisationsentwicklung als einen "längerfristig angelegten, nachhaltigen Entwicklungs- und Veränderungsprozess von Organisationen und der in ihr tätigen Menschen. Die Wirkung dieses Prozesses beruht auf dem gemeinsamen Lernen aller beteiligten Personen durch direkte Mitwirkung bei der Bearbeitung und Lösung betrieblicher und unternehmerischer Probleme."

Nach Wendell L. French und Cecil H. Bell ist Organisationsentwicklung "eine langfristige Bemühung, die Problemlösungs- und Erneuerungsprozesse in einer Organisation zu verbessern, vor allem durch eine wirksamere und auf Zusammenarbeit gegründete Steuerung der Organisationskultur – unter besonderer Berücksichtigung der Kultur formaler Arbeitsteams – durch die Hilfe eines OE-Beraters oder Katalysators und durch Anwendung der Theorie und Technologie der angewandten Sozialwissenschaften unter Einbeziehung von Aktionsforschung." (French, W. L., Bell, C.H.: Organisationsentwicklung. Stuttgart 1994 IV).

Aus beiden Definitionen werden als Charakteristika der Organisationsentwicklung deutlich:

  • Die starke Prozessorientierung
  • Die partizipative Beteiligung aller Hierarchieebenen
  • Das gleichzeitige Verändern von Organisationsstrukturen (Aufbau- und Ablauforganisation) und Lernen der betroffenen Mitarbeiter
  • Die Ergebnisorientierung

Organisationsentwicklung wird daher in der Regel in Form von Projekten vorangetrieben. Umgekehrt bewirkt jedes Projekt in gewissem Umfang eine Organisationsentwicklung, da es definitionsgemäß etwas Neues schafft.

 

Organisationsentwicklung ist ein sehr weit gefasster Begriff, dessen inhaltiche Bedeutung auf vier Quellen zurückgeführt wird:

  • Laboratoriumsmethode nach Kurt Lewin, Kenneth Bennet, Leland Bredford und Ronald Lippitt (1946)
  • Survey-Feedback nach Kurt Lewin (1945)
  • Theorie der soziotechnischen Systeme (Tavistock Institute, 1946 www.tavinstitute.org )
  • Aktionsforschung (Kurt Lewin 1946)

Die aus diesen Ursprüngen entstehenden Methoden und Beratungsansätze wurden laufend erweitert und ergänzt, z.B. durch das sog. Business Process Reengineering. Eine in gewissem Umfang integrative Erklärung für diese verwirrende Vielfalt liefert das 7-S-Modell, das die sog. "harten" und "weichen" Faktoren der Unternehmensorganisation benennt und damit einen systematischen Ansatz in die systemischen Beratungsansätze bringt.

 

Eine aktuelle Ausprägung findet die Organisationsentwicklung in den Methoden der Großgruppenmoderation: Real Time Strategic Change Conference, Open Space Technology und Zukunftskonferenz.

Umfangreiche Informationen über OE finden sich auf der Hompage des Organization Development Network: www.odnetwork.org.

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