Mediation

Mediation ist ein Verfahren zur Konfliktlösung bzw. -regelung, bei dem die Konfliktparteien auf gleicher Ebene (d.h. es gibt keinen Beklagten oder Kläger) mit Hilfe eines neutralen Mediators eine Einigung anstreben.

Wesentliche Merkmale des Mediationsprozesses sind:

  • Mediation ist außergerichtlich, der Mediator hat keine Entscheidungsbefugnis und ist neutral
  • Alle Beteiligten nehmen freiwillig und eigenverantwortlich an ihr teil
  • Ziel ist die Herbeiführung eines Konsenses zwischen den Beteiligten, nach Möglichkeit einer Win-Win-Situation

Mediation wird in allen Konfliktbereichen eingesetzt vom Privatbereich (z.B. Familienmediation) über die Berufswelt (z.B. Mobbing am Arbeitsplatz) bis hin zur politischen Mediation (z.B. Bürgerinitiativen gegen Staat).

Die Methode der Mediation ist für die Konfliktlösung in Projektteams oder zwischen Projektpartnern (z.B. Auftraggeber/Auftragnehmer) besonders geeignet, da sie die Fähigkeit zur Zusammenarbeit der Parteien nach der Konfliktregelung erhöht, während Machtentscheidungen in der Regel die Grundlage für weitere Zusammenarbeit zerstören. Darüber hinaus ergibt sie erheblich schnellere, kostengünstigere und belastbarere Lösungen als durch Schiedsspruch oder Anordnung herbeigeführte Entscheidungen.

Mediatoren müssen stets von außerhalb des Projektteams kommen. Meist haben sie den Status eines externen Beraters bzw. Coaches, manche Großunternehmen haben auch unternehmensinterne Mediatoren.

Die Deutsche Gesellschaft für Mediation e.V. (DGM) informiert auf ihrer Website www.dgm-web.de über Mediation und publiziert Listen von Mediatoren.

Relevante Beiträge im Projekt Magazin
von Hendrik Hilmer
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Wo ein Projekt, da ein Konflikt – so scheint es sehr oft. Gerade bei öffentlichen Bauprojekten treten zwischen einzelnen Bürgern und Bauunternehmen häufig Konflikte auf. Hendrik Hilmer zeigt Ihnen in 6 Schritten, wie Sie Konflikte frühzeitig erkennen und lösen.
von Peter Christen
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Als Projektleiter geraten Sie häufig in die Situation, zwischen zwei Streitparteien im Projekt vermitteln zu müssen, damit deren Konflikt nicht den Erfolg Ihres Projekts gefährdet. Projektleiter und Mediator Peter Christen stellt erfahrenen Projektleitern mit dem mediativen Vorgehen eine effiziente Methode vor, wie sie frühzeitig Probleme an der Wurzel anpacken und die Konfliktbeteiligten dabei unterstützen, eine einvernehmliche Lösung zu finden.
von Brigitte Gans
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Wenn bei Konflikten eine projektinterne Vermittlung nicht den gewünschten Erfolg bringt, kann es vorteilhaft sein, auf einen Mitarbeiter mit Mediationskompetenzen zurückzugreifen, der im Unternehmen hohes Ansehen genießt und eine neutrale Position gegenüber den Projektbeteiligten einnimmt. Wie die Arbeit eines unternehmensinternen Mediators aussehen kann, illustrieren Brigitte Gans und Sabine Wolff im zweiten Teil der Artikelserie anhand von drei Beispielen: einen Ressourcenkonflikt zwischen zwei Teilprojekten, einem Konflikt zwischen internem Auftraggeber und Projektteam und einem Migrationsprojekt im Zeitverzug.
von Brigitte Gans
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Die Klärung von Konflikten zwischen Teammitgliedern sowie die Lösung von Problemen mit dem Auftraggeber sind Herausforderungen, denen sich ein Projektleiter im Alltag stellen muss. Bringt seine Vermittlung nicht den erhofften Erfolg, sollte er einen unabhängigen internen Vermittler einschalten. Brigitte Gans und Sabine Wolff erklären im ersten Teil der Artikelserie, was Mediation ist, stellen ihre wichtigsten Prinzipien vor und benennen die Kompetenzen, die ein interner, aber neutraler Dritter ohne Mediationsausbildung mitbringen muss. Auch zeigen sie die Vorteile, aber auch die Grenzen einer Mediation durch interne Dritte auf.
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Katja M. und Sven D. sind für das Projekt unverzichtbar. Doch an Zusammenarbeit ist nicht zu denken, denn beide sind sich spinnefeind. Der Konflikt beschäftigt inzwischen schon das ganze Team. Projektleiter Heinz K. fühlt sich hilflos. Eine Lösung muss her – und zwar schnell. Ina Wohlgemuth schildert anhand eines fiktiven Beispiels, wie Konflikte in Projekten angeheizt werden und wie sich auch in verfahrenen Situationen eine Lösung finden lässt.
von Dr. Christoph Zahrnt
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Ein Auftragsprojekt steht vor dem Scheitern, damit droht der Gang vor Gericht. Dritte können helfen, die Situation zu klären und das Projekt zu einem Abschluss zu führen. Rechtsanwalt Dr. Christoph Zahrnt zeigt in diesem Tipp, welche Möglichkeiten grundsätzlich dafür bestehen.
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Konflikte im Team sind wie Sand im Getriebe: Sie behindern die Zusammenarbeit und gefährden den Projektfortschritt. Deshalb sollten Sie als Projektleiter möglichst früh eingreifen und für Klärung sorgen, bevor sich eine ernsthafte Krise entwickelt. Eine nachhaltige Lösung des Problem können Sie jedoch nur erreichen, wenn es Ihnen gelingt, die Konfliktparteien an einen Tisch zu bringen, damit diese gemeinsam eine Lösung entwickeln. Eine geeignete Vorgehensweise dafür liefert die sogenannte kooperative Konfliktlösung. Renate Raschke stellt die Methode vor und beschreibt, auf was es bei der Durchführung ankommt.
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Viele Streitigkeiten zwischen Projektparteien entstehen durch unerfüllte Erwartungen und mangelnde Kommunikation. So kommt es zu Missverständnissen und die Zusammenarbeit wird von beiden Seiten als unbefriedend empfunden. Eskaliert der Streit, endet er häufig vor Gericht. Eine alternative Methode der Konfliktlösung ist die Mediation. Anstatt die Konfrontation fortzusetzen, erarbeiten die Konfliktparteien Möglichkeiten der Kooperation. Christine Schmidt beschreibt in Ihrem Artikel die Vorteile der Mediation und erläutert anhand eines Beispiels den Verlauf dieses Verfahrens.
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Die Politik eines Unternehmens wird von seiner Kultur und seiner Führung geprägt. Ob hier ein offener, partnerschaftlicher Umgang oder intrigantes Kalkül den Stil bestimmt, wird schnell auch auf der Projektebene spürbar. Wie sich das politische Umfeld auf die Projektarbeit auswirkt, beschreibt Thomas Brunschede. An seine Analyse knüpft er konkrete Handlungsempfehlungen, wie Projektleiter mit Verhinderungstaktikern im eigenen Team umgehen und firmeninterne Boykott-Strategien unterwandern können.
von Isabel Nitzsche
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Schön, wenn sich bei Projekten alle einig sind, es keine Unstimmigkeiten gibt und alle im Team kollegial zusammenarbeiten. Doch die Realität sieht oft anders aus und Konflikte gehören zum Arbeitsalltag. Das Problem dabei: Wir wissen oft nicht, wie wir mit Konflikten umgehen sollen. Es fehlt die Übung und das "Handwerkszeug". Erfolgversprechender – als Konflikte nebenbei, quasi zwischen Tür und Angel zu lösen – ist es dagegen, ein richtiges Konfliktgespräch zu führen und dabei bestimmte Regeln zu beachten. So haben Sie die Chance, nach und nach die eigenen Konflikte wie ein Kommunikationsprofi zu lösen.
von Astrid Pfeiffer
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Wenn Kompetenzgerangel, Misstrauen und Streit die Teamarbeit lahmlegen, kann eine Konfliktmoderation ein Lösungsweg sein. Astrid Pfeiffer stellt vor, wie ein solcher Moderationsprozess aussehen kann und erklärt, welche Rolle der Moderator einnimmt. Sie beschreibt, wie die unterschiedlichen Sichtweisen zu einem Kompromiss geführt werden, so dass Befugnisse und Zuständigkeiten für die Zukunft verbindlich geklärt sind.
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