Peter-Prinzip

Der kanadische Pädagoge Laurence J. Peter beschrieb das Phänomen, dass innerhalb eines Unternehmens die Mitarbeiter so lange befördert werden, bis sie zu einer Aufgabe gelangt sind, die sie nicht mehr beherrschen und dann auf dieser Position verweilen.

Ursache hierfür ist, dass die Unternehmensaufgaben in der sogenannten "Linie" organisiert sind. Die Karriere innerhalb der Linienorganisation ist definiert durch einen Zugewinn an Macht, Geld und Status. Den jeweils nächsten Karriereschritt erreicht man dadurch, dass man sich innerhalb seiner Stufe als der beste Leistungsträger präsentiert.

Die Beförderung nach dem Peter-Prinzip bedeutet also, dass der beste Mitarbeiter zum Gruppenleiter, der beste Gruppenleiter zum Abteilungsleiter, der beste Abteilungsleiter zum Hauptabteilungsleiter usw. befördert wird. Dabei wird nicht beachtet, dass gegebenenfalls sehr unterschiedliche Qualifikationen gefordert sein können. Ein hervorragender Techniker muss z.B. nicht unbedingt eine gute Führungsperson abgeben, im Gegenzug können ausgezeichnete Führungspersönlichkeiten von der Technik, die sie zu verantworten haben, unter Umständen nur wenig verstehen.

Um das Peter-Prinzip zu vermeiden, werden in vielen Unternehmen Führungslaufbahn und Fachlaufbahn als getrennte Alternativen angeboten. Aus Projektmanagementsicht ist eine dritte Art der Laufbahn gefordert, die Projektmanagementlaufbahn. Diese ergibt sich daraus, dass Projektmanagement Aspekte der beiden anderen Laufbahnen in sich vereint und darüber hinaus durch den zeitlich begrenzten Charakter von Projekten und die hohe Variation der Aufgaben besondere Ansprüche an die Positionsinhaber stellt.

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von Bernhard Weidinger
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Mitarbeiter qualifizieren sich durch ihre fachlichen Fähigkeiten für höhere Aufgaben. Das ist eine wesentliche Ursache des Fachkräfte-Mangels: Der beste Techniker wird zum Projektleiter befördert, der beste Projektleiter zum Abteilungsleiter gemacht. Das Peter-Prinzip besagt aber: Jeder wird bis zur Stufe seiner Inkompetenz befördert. Wer ein guter Techniker ist, muss nicht unbedingt für Management-Aufgaben geeignet sein. Mag. Bernhard Weidinger formuliert in seinem Artikel "zehn Gebote", mit denen Unternehmen das Peter-Prinzip außer Kraft setzen und ihren Mitarbeitern maßgeschneiderte Karriere-Möglichkeiten bieten.
von Hedwig Kellner
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Wer eine Projektleitung übernimmt, kann das als Karrieresprungbrett nutzen. So bietet sich diese Position insbesondere dafür an, seine Führungskompetenzen unter Beweis zu stellen: unternehmerisches Denken, Blick für das Ganze, Durchsetzungsvermögen usw. Allerdings darf man sich nicht dem Irrglauben hingeben, ein erfolgreiches Projekt würde einem automatisch den Weg in eine höhere Etage oder Gehaltsklasse ebnen. Hedwig Kellner erläutert in Ihrem Beitrag, wie man ein Projekt angehen sollte, wenn man es als Bewährungsprüfung für zukünftige Führungskräfte versteht und was es zu beachten gilt, wenn man sich aus der Projektarbeit heraus als Aufstiegskandidat empfehlen möchte.
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