Englischer
Begriff
  • Waterfall Model

Wasserfallmodell

Gemeinhin wird das Wasserfallmodel als ein Phasenmodell der Softwareentwicklung beschrieben, bei dem jede Phase autonom für sich existiert. Es übernimmt nur die Ergebnisse der Vorphase und übergibt nach Abschluss der eigenen Arbeit seine Ergebnisse an die nächste Phase. Diese Interpretation, die korrekt Stage-Gate-Prozess oder "Over the Wall Approach" genannt wird, entspricht jedoch nicht der Absicht seines Autors.

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Zurückgeführt wird das Wasserfallmodell auf die Publikation von Royce, W.W.: Managing the Development of Large Software Systems, Proceedings of IEEE WESCON, August 1970. Der Autor verwendet dabei selbst nicht das Wort "waterfall model", allerdings stellt er sein Vorgehensmodell mit Hilfe von Grafiken dar, die intuitiv an einen Wasserfall erinnern. Die von Royce aufgeführten Phasen sind: System Requirements, Software Requirements, Analysis, Program Design, Coding, Testing und Operations. Der Autor fordert dabei explizit auf, den Schritt von einer Phase zur nächsten mindestens zweimal zu durchlaufen und damit gesicherte und abgenommene Ergebnisse zu schaffen, auf die man sich bei späteren Problemen wieder zurückziehen kann. Ebenso sieht er ein nochmaligs Durchlaufen der Phasen, je nach Komplexität der Aufgabenstellung vor. Royce ist damit dem späteren Spiralmodell von Barry Boehm bereits sehr nahe.

In der Literatur werden die Phasen des Wasserfallmodells in unterschiedlicher Zahl und Benennung zitiert. Gemeinsam ist, dass es sich um Projektphasen mit definierten Übergabepunkten entsprechend dem Stage-Gate(R)-Prozess handelt.

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Dieser Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 17.03.2004.
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