Requirements Engineering

Abkürzungen

Requirements Engineering ist ein Begriff des Software Engineerings. Es umfasst das Sammeln, Dokumentieren, Analysieren und Verfolgen von Kundenanforderungen für ein zu erstellendes Softwareprodukt.

Requirements Engineering

Abkürzungen

Requirements Engineering ist ein Begriff des Software Engineerings. Es umfasst das Sammeln, Dokumentieren, Analysieren und Verfolgen von Kundenanforderungen für ein zu erstellendes Softwareprodukt.

Jedes VorgehensmodellVorgehensmodellEin Vorgehensmodell stellt Methoden und Elemente des Projektmanagements zu Prozessen und Phasen eines standardisierten Projektablaufes zusammen. für Software-Entwicklungsprojekte enthält in unterschiedlicher Form Elemente des Requirements Engineering. Dies reicht von einer einmaligen Erstellung einer SpezifikationSpezifikationSpezifikation ist die exakte, vollständige und für eine Überprüfung geeignete Beschreibung eines Gegenstands oder eines Prozesses. Innerhalb des Projektmanagements definiert die Spezifikation das Projektziel und die Werke (Liefergegenstände) des Projekts. Das Lastenheft ist die vollständige Dokumentation aller erforderlichen Spezifikationen in einem Projekt. Im Rahmen des Konfigurationsmanagements ist die Spezifikation eine Referenzkonfiguration. (V-ModellV-ModellDas V-Modell ist der bundesdeutsche Standard für IT-Projekte der öffentlichen Hand. Es wurde im Auftrag des Bundesministeriums für Verteidigung von der Industrieanlagen-Betriebsgesellschaft mbH (IABG) in Ottobrunn (www.iabg.de) erstellt und 1992 vom Bundesministerium des Inneren für den Bereich der Bundesverwaltung übernommen. Seit 1996 ist das V-Modell eine verbindlich einzusetzende Vorschrift., PRINCE2PRINCE2PRINCE2 ® ist ein vollständiges Projektmanagement-System, bestehend aus Prozessdefinitionen, Rollenbeschreibungen, Vorlagen für Management-Produkte und Methoden. Das Akronym "PRINCE" steht für "PRojects IN Controlled Environment".) bis hin zum intensiven Einbeziehen des Kunden und der Anwender in einen iterativen Entwicklungsprozess (Rational Unified ProcessRational Unified ProcessDer "Rational Unified Process" (RUP) ist ein bei IBM entwickeltes Vorgehensmodell für die Durchführung von Softwareprojekten. Er ist zeitlich in die vier Phasen Vorbereitung (Inception), Software-Strukturierung (Elaboration), Software-Erstellung (Construction) und Software-Übergabe (Transition) gegliedert. Die Projektdurchführung ist in die Arbeitsprozesse (Workflows) Geschäftsmodellierung (Business Modeling), Requirements Engineering, Analyse u. Entwurf (Analysis a. Design), Implementierung (Implementation), Test, Einsatz und Verteilung (Deployment), Konfigurations- und Änderungsmanagement (Configuration a. Change Management), Projektmanagement sowie Entwicklungsumgebung (Environment) gegliedert., Quality Function DeploymentQuality Function DeploymentQuality Function Deployment (QFD) ist eine Methode zur kunden- und marktorientierten Entwicklung von Produkten und Dienstleistungen. Wesentliches Merkmal von QFD ist die Trennung von Anforderungen und ihrer technischen Umsetzung., Extreme ProgrammingExtreme ProgrammingExtreme Programming ist eine Arbeitsmethode zur kundenorientierten Entwicklung von Software, die sich auf den zu erstellenden Quellcode und den kürzesten Weg dorthin konzentriert. Typisch für Extreme Programming ist die enge Verflechtung von Entwicklung und Qualitätssicherung in sehr kurzen Zyklen (Programmierung in Paaren), das Arbeiten in kleinen, flexiblen Teams mit fest definierten Rollen und der beständige Kontakt zum Kunden, der beständig verfügbar sein muss.).

Es sind im wesentlichen drei Gründe, warum die Behandlung von Kundenanforderungen im Software-Entwicklungsbereich so anspruchsvoll ist:

  1. Das Sprachproblem: Die Anwender von Software beschreiben intuitiv, welche Ergebnisse sie vom Einsatz der Software erwarten. Die Software-Hersteller benötigen hingegen maschinengerechte Algorithmen.
  2. Das Umfeldproblem: Durch die hohe Innovationsrate im IT-Bereich gibt es keinen einheitlichen Stand der Technik, der sowohl für Anwender als auch für Hersteller eine gemeinsame Verständigungsbasis darstellen könnte.
  3. Instabilität der Anforderung: Die Anwender variieren im Laufe der Entwicklung ihre Anforderungen stark. Ein wesentlicher Grund hierfür ist die Veränderung der Arbeitsabläufe durch den Einsatz von Informationstechnologien. Die erstmalig formulierten Anforderungen beziehen sich auf den Stand ohne IT-Einsatz. Sobald dieser in die Neugestaltung der Arbeitsabläufe mit einbezogen wird, ergeben sich neue oder veränderte Anforderungen.

Die wichtigste Aufgabe von Requirements Engineering ist es, aus den Aussagen von Kunden und Anwendern für den Entwicklungsprozess verwertbare Aussagen zu erstellen. Kriterien für solche Aussagen sind:

Im Projektverlauf umfasst Requirements Engineering im wesentlichen das traditionelle KonfigurationsmanagementKonfigurationsmanagementDas Konfigurationsmanagement umfasst alle technischen, organisatorischen und beschlussfassenden Maßnahmen und Strukturen, die sich mit der Konfiguration (Spezifikation) eines Produkts befassen. inklusive Änderungsmanagement.

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