Abschied von der Karriereplanung nach dem Peter-Prinzip

Mitarbeiter qualifizieren sich durch ihre fachlichen Fähigkeiten für höhere Aufgaben. Das ist eine wesentliche Ursache des Fachkräfte-Mangels: Der beste Techniker wird zum Projektleiter befördert, der beste Projektleiter zum Abteilungsleiter gemacht. Das Peter-Prinzip besagt aber: Jeder wird bis zur Stufe seiner Inkompetenz befördert. Wer ein guter Techniker ist, muss nicht unbedingt für Management-Aufgaben geeignet sein. Mag. Bernhard Weidinger formuliert in seinem Artikel "zehn Gebote", mit denen Unternehmen das Peter-Prinzip außer Kraft setzen und ihren Mitarbeitern maßgeschneiderte Karriere-Möglichkeiten bieten.

Seit Jahren sind gute Fachkräfte mit langjähriger Berufserfahrung und Spezialisierung Mangelware. Sogar in der aktuellen Wirtschaftskrise bieten Veranstaltungen, wie die Systems-Messe in München, ein Karriereforum für das Recruiting von technischem Fachpersonal.

Anhand eines typischen Karrierebeispiels sollen die Ursachen dafür aufgezeigt und die Vorteile eines flexiblen Karrieresystems erläutert werden.

Es war einmal ein Informatikstudent ...

Franz B. hatte sich wegen seiner Interessen und Neigungen bewusst für ein Informatikstudium entschieden. Bereits im letzten Semester seines Studiums wurde er intensiv von IT- Systemanbietern, Softwareunternehmen und IT-Dienstleistern umworben. Er entschied sich für ein Unternehmen, das ihm die Mitarbeit in einem strategisch wichtigen Produktentwicklungs-Projekt anbot. Der IT- Sektor und der Telekommunikationsbereich boomten derzeit massiv und so wollte er seine Karriere als IT-Spezialist beginnen.

Franz B. wusste zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass gerade technisch orientierte Unternehmen besonders anfällig für gewisse Fallen in der Karriereplanung und der Personalentwicklung sind.

... der bewies seine Fähigkeiten

Franz B. arbeitete sich gut und schnell ein und wurde auf Grund seiner technischen Kompetenz bald zu einem unersetzlichen Teammitglied in seinem Projekt. Er schätzte besonders den Freiraum für technische Tüftelarbeiten, den ihm sein Projektleiter gab. Am liebsten zog er sich für Wochen in sein Büro zurück, bis er eines der anspruchsvollen Probleme gelöst hatte, die immer wieder im Projekt auftraten.

Wenn es aber daran ging, die Ergebnisse seiner Mühen zu präsentieren, war er unsicher und fühlte sich nicht wohl dabei. Er war vor manchen Präsentationen fast so nervös wie vor einer wichtigen Prüfung während seines Studiums. Zum Glück war diese Art von Tätigkeit nur ein sehr kleiner Teil seines Arbeitsalltags, sodass er sich rasch wieder seinen technischen Problemlösungen widmen konnte.

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