Der gelungene Karrieresprung

Teil 2: Die ersten drei Monate im neuen Job
Ein Karrieresprung ist erst geglückt, wenn man sich in der neuen Position bewährt hat. Um möglichst schnell als aktiver und zielorientierter Mitarbeiter zu überzeugen, lohnt es sich, den Einstieg in die neue Position strukturiert zu planen. Wie das geht, beschrieb Kay Schulz im ersten Teil seines Beitrags. Im zweiten Teil berichtet er nun, mit welchen Maßnahmen es ihm in den ersten drei Monaten nach Stellenantritt gelang, wichtige Änderungen durchzusetzen und Vorgesetzte, Kunden und Mitarbeiter von seinen Qualifikationen zu überzeugen.

Der Wechsel in eine höhere Position ist sowohl Chance als auch Risiko. Die Erwartungen, die es zu erfüllen gilt, sind oft hoch und man steht unter ständiger Beobachtung durch Vorgesetzte, Kollegen und Mitarbeiter. Um von Anfang an mit einer guten Leistung zu überzeugen, ist es sinnvoll, den Start in die neue Stelle überlegt vorzubereiten. In Teil 1 dieses Beitrags habe ich anhand persönlicher Erfahrungen beschrieben, welche Maßnahmen sich vor Stellenantritt als Vorbereitung eignen. Im vorliegenden Teil 2 erfahren Sie, wie sich die ersten drei Monate im neuen Job so gestalten lassen, dass man als neuer Mitarbeiter schnell sichtbare Erfolge hat. Auch diese Ausführungen stellen meine persönlichen Erfahrungen in einem Großunternehmen dar. Obwohl die beschriebene Situation individuell ist, können die vorgestellten Maßnahmen als Anregung und Hilfe für andere Personen in ähnlichen Situationen dienen.

Der erste Monat

Erster Tag

Ich begann meinen ersten Arbeitstag als Direktorin im Senior Management in meinem neuen Unternehmen. Nachdem ich lange als Projektmanagerin gearbeitet hatte, sollte ich nun als Linienverantwortliche mehrere Teams führen. Wie erwartet, wurde ich zunächst vielen Kolleginnen und Kollegen vorgestellt. Dabei überlegte ich mir, welche Schnittstellen ich zu diesen Kollegen haben würde. Außerdem versuchte ich herauszufinden, wer von ihnen für mich zukünftig zu den zehn wichtigsten Kollegen zählen würde.

Auch meinen Teammitgliedern wurde ich vorgestellt. In der kurzen Zeit, die für dieses erste Kennenlernen zur Verfügung stand, wechselte ich mit jedem ein paar Worte und fragte, woran er oder sie gerade arbeitete und welche Rolle im Team er oder sie ausfüllte.

Ursprünglich hatte ich vorgehabt, am ersten Arbeitstag die formellen Prozesse für Neueinstellungen zu notieren, denn ich plante, selbst neue Mitarbeiter einzustellen. Für solche Notizen blieb mir aber keine Zeit. Erst am Ende der ersten Woche konnte ich mich hinsetzen und die Prozesse – soweit ich sie kannte – festhalten.

Die erste Woche

Stakeholder-Map erstellen

Im Lauf der Woche erstellte ich eine Stakeholder-Map, eine Karte, in die ich – auf Basis meiner ersten Eindrücke und Informationen – Angaben über meine Kollegen eintrug. Für jede Person vermerkte ich: Wie groß ist ihr Einfluss? Wird sie mich bei meinen Veränderungsvorhaben unterstützen? Ist sie oder ihr Team von diesen Änderungen betroffen? Noch konnte ich meine neuen Kollegen nicht gut einschätzen; die Map sollte mir dabei helfen, Fettnäpfchen zu vermeiden und bei Meetings und in der Kommunikation die Prioritäten richtig zu setzen.

Netzwerk des Chefs identifizieren

Ich achtete darauf, wie mein Chef über meine Kollegen und Mitarbeiter sprach. So wollte ich herausfinden, wessen Meinung er besonders respektiert, welche

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