Nutzen Sie die Intelligenz kompetenter Verbündeter Eigene Ziele erreichen dank Mastermind-Gruppe

Für den Kollegen hat man selbst bei kniffligen Fragen meist einen guten Rat parat – warum klappt das bei den eigenen Problemen nicht? Wenn Sie sich diese Frage öfters stellen, sollten Sie darüber nachdenken, sich Unterstützung von Gleichgesinnten zu holen. Gaby S. Graupner zeigt, wie Sie dafür eine Mastermind-Gruppe gründen und betreiben.

Management Summary

Nutzen Sie die Intelligenz kompetenter Verbündeter Eigene Ziele erreichen dank Mastermind-Gruppe

Für den Kollegen hat man selbst bei kniffligen Fragen meist einen guten Rat parat – warum klappt das bei den eigenen Problemen nicht? Wenn Sie sich diese Frage öfters stellen, sollten Sie darüber nachdenken, sich Unterstützung von Gleichgesinnten zu holen. Gaby S. Graupner zeigt, wie Sie dafür eine Mastermind-Gruppe gründen und betreiben.

Management Summary

Als Projektmanager werden Sie sicherlich immer wieder von Kollegen um Rat gefragt. Entweder, weil der Kollege noch frisch im Aufgabengebiet ist oder weil er weiß, dass Sie eine ähnliche Situation schon einmal bravourös gemeistert haben. Haben Sie dann seine Fragen beantwortet und zum Dank sein strahlendes Lächeln sowie enthusiastische Dankesworte erhalten, sind am Ende beide zufrieden.

Vielleicht beschleicht sich aber auch manchmal die Frage: "Und wer kümmert sich um meine Fragen oder Probleme und gibt mir einen Stoß in die richtige Richtung?" Denn wir haben oft die Lösung für die Probleme anderer, aber sehen bei uns selbst manchmal den Wald vor lauter Bäumen nicht oder sind insgesamt nicht wirklich kreativ, wenn es um unsere persönlichen Herausforderungen geht.

Das erkannte Anfang des 20. Jahrhunderts auch Napoleon Hill, der Autor von "Think and Grow Rich", und gründete deshalb eine "Mastermind-Gruppe". Seine Partner waren Thomas A. Edison, Alexander Graham Bell, Henry Ford, Wilbert Wright, Andrew Carnegie und John D. Rockefeller – also das "Who is Who" seiner Zeit.

Was ist eine Mastermind-Gruppe?

In einer Mastermind-Gruppe schließen sich Menschen zusammen, die sich persönlich anspruchsvolle Ziele vorgenommen haben. Wenn man sich bewusst macht, dass man für andere oft einen guten Rat oder eine passende Empfehlung parat hat, darf man davon ausgehen, dass in einer Gruppe von Menschen mit ähnlichen Herausforderungen immer einer dabei ist, der einen passenden Tipp hat. Am Ende ist allen geholfen. Und manchmal genügt es ja schon, wenn man in einem Kreis Gleichgesinnter einfach mal laut denkt. Schon das hilft oft, selbst den richtigen Ansatz zur Lösung eines Problems zu erkennen.

Die wichtigsten Voraussetzungen dafür sind, dass man sich gegenseitig vertrauen kann, dass ein wertschätzender Umgang miteinander Gesetz ist und dass alle ein hohes Commitment an den Tag legen.

So gründen Sie eine Mastermind-Gruppe

Ich habe in meinem Leben schon einige Mastermind-Gruppen gegründet. Manche waren temporär begrenzt, andere endeten mit der Erreichung des Ziels, z.B. dass jedes Gruppenmitglied sein Buch fertig geschrieben hatte. Bei einer anderen Gruppe nahm sich jeder zu Beginn eines Jahres ein neues Ziel vor.

Was ist der Zweck der Gruppe?

Die Offenheit des Konzepts bedeutet für Sie, dass Sie sich vor dem Gründen einer Mastermind-Gruppe genau über den Sinn und Zweck dieser klar sein sollten. Die Gruppe soll eine gemeinsame Überschrift haben, in Ihrem Fall z.B. "Projektmanagement". Dabei will jeder Einzelne mit Hilfe der Gruppe sein Projekt weiterbringen oder hat im Kontext ein individuelles Ziel, z.B. sich zertifizieren zu lassen, den Aufbau eines PMO oder den Wechsel ins Ausland.

Mitstreiter auswählen

Wenn Sie für sich den Zweck der Gruppe geklärt haben, suchen Sie sich Mitstreiter. Eine Mastermind-Gruppe hat üblicherweise drei bis sechs Mitglieder. Weniger oder mehr Mitglieder wären eine Sonderform: Bei zwei Mitgliedern handelt sich um ein "Buddy-Mastermind" – bei mehr als sechs Mitgliedern verändert sich der Ablauf signifikant, weil dann weniger Zeit für jedes einzelne Mitglied zur Verfügung steht. Meine Empfehlung ist vier bis sechs Mitglieder, da in Dreier-Konstellationen häufig einer außen vor bleibt.

Nehmen Sie sich ein Blatt Papier und zeichnen Sie sich als Figur in die Mitte. Nun überlegen Sie, wen Sie kennen, der bereits da ist, wo Sie mittels der Mastermind-Gruppe hinwollen. Sie müssen nicht zwangsläufig bereits eine Beziehung zu diesen Menschen haben, es können aber auch Kollegen sein. Schreiben Sie oben auf das Blatt alle auf, die Ihnen dazu einfallen. Rechts und links schreiben Sie alle Namen von Menschen auf, die genauso zielstrebig wie Sie sind, sich in Ihrem Thema auskennen und mit denen Sie sich auf Augenhöhe wähnen. Unter Ihrem Avatar notieren Sie die Namen von Menschen, die zwar noch nicht so weit wie Sie sind (z.B. ein Teilprojektleiter, während Sie Projektleiter sind), jedoch über interessantes Potential verfügen oder Ihnen aus anderen Gründen als Inspiration dienen könnten.

Wunschkandidaten gewinnen

Anschließend bringen Sie die Personen (oben, Mitte und unten) pro Gruppe in eine Rangordnung. Bei welchen Personen würden Sie einen Luftsprung machen, wenn diese in Ihrer Gruppe dabei wären? Aus meiner Erfahrung sind für eine gute Mischung ein bis zwei Personen aus jedem Level ideal. Jetzt kommt die schwierigere Aufgabe: Überlegen Sie sich, was Sie Ihren Favoriten bieten können Also, was haben Ihre Wunschkandidaten davon, Teil Ihrer Gruppe zu sein?

Kandidaten ansprechen

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