Gute Seiten - schlechte Seiten

Teil 3: Qualität umsetzen
Bei der Umsetzung eines Qualitätsplans in die Realität sind meist Kompromisse notwendig. Diese müssen dokumentiert werden, sonst verliert man schnell den Überblick über das Projekt. Hilfreich sind dabei die Methoden des Konfigurationsmanagements. Dr. Georg Angermeier zeigt im dritten Teil dieser Serie, wie man mit Änderungswünschen und Verbesserungsvorschlägen umgeht, Verzögerungen vermeidet und den Projektverlauf nachvollziehbar dokumentiert. Die vorgestellte einfache Dokumentations-Lösung kann dabei als wirkungsvolles Instrument eingesetzt werden.

Wenn Kundenanforderungen und Geschäftsziele ermittelt sind und der Qualitätsplan vorliegt, ist der Grundstein für ein kundenorientiertes Internetangebot bereits gelegt. Die ersten beiden Teile dieser Serie haben gezeigt, wie wichtig Qualitätsmanagement bereits bei der Zieldefinition und Planung eines Internetangebots ist. In diesem Beitrag geht es um die Produktion, bei der Qualitätsmanagement eine schnelle und kostengünstige Realisierung der Planung garantiert.

In Quest of Quality

Das englische Wort "quest" entspricht im Deutschen etwa den Worten "Suchen und Streben" und beschreibt somit recht gut die Situation des Qualitätsmanagements in der Realisierungsphase. Einerseits sind im Qualitätsplan alle Anforderungen an das Internetangebot genau beschrieben, andererseits kann Qualität nie in Reinform umgesetzt werden und es bedarf stets mehr oder weniger schmerzhafter Kompromisse.

Es gibt verschiedene Faktoren, die sich auf die Qualität eines Internetauftritts auswirken und auf die der Betreiber keinen Einfluss hat. Beispiele hierfür sind:

  • Marktakzeptanz. Die kontrovers diskutierte Verwendung von Cookies ist ein gutes Beispiel für die Schwierigkeit, eine an sich sinnvolle Technik zum Nutzen des Kunden einzusetzen.
  • Heterogene Technik. Die Vielfalt der Browservarianten und Plug-Ins verhindern derzeit eine optimale Qualität von Internetangeboten.
  • Mangelnde technische Leistungsfähigkeit. Die faszinierende Idee von virtuellen Kundenberatern (Avataren), die einen offenen Dialog mit dem Nutzer führen können, scheitert bis jetzt an ihrer mangelnden technischen Leistungsfähigkeit. Eine sorgfältig gestaltete Suchfunktionen liefert derzeit eine höhere Qualität. Avatare reduzieren die Qualität einer Web-Site, da sie eine hohe Erwartungshaltung schaffen, die sie nicht erfüllen.

Aber auch firmenintern kann es Konfliktstoff geben:

  • Zielkonflikte innerhalb des Qualitätsplans. Ein klassisches Beispiel dafür ist Konkurrenz zwischen Corporate Design und Bedienungskomfort bei der Gestaltung einer Web-Site.
  • Vorgaben der Unternehmensführung. Beispielsweise können bestimmte technische Lösungen vorgegeben sein, die geringere Qualität als Konkurrenzprodukte aufweisen, z.B. ein bestimmtes Shop-System.

Die Rolle des Qualitätsmanagers

Damit die reale Web-Site mit Hilfe des erarbeiteten Rüstzeugs so nahe wie möglich an die geforderte Qualität herangesteuert wird, muss jemand die Rolle des Qualitätsmanagers verbindlich übernehmen.

Bei großen Web-Projekten

Anzeige
Der vollständige Artikel ist für Abonnenten frei zugänglich.
Artikel kaufen (2,50 €)
  • 5 Seiten Praxiswissen
  • PDF-Download
Kostenlos weiterlesen!
  • Diesen Beitrag kostenlos lesen
  • 4 Wochen Online-Zugriff auf alle Artikel, Methoden und das Glossar
Tech Link