So verlassen Sie eingefahrene Denkmuster und entwickeln neue Ideen Laterales Denken: Kreative Lösungen finden
Festgefahren im Projekt und keine neuen Ideen? Laterales Denken hilft, gewohnte Denkmuster zu durchbrechen und innovative Lösungswege zu entwickeln. Lernen Sie drei Techniken kennen, die Sie und Ihr Team voranbringen.
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Haben Sie sich schon einmal gefragt, wie neue Ideen entstehen? Eine häufig erzählte Anekdote aus den frühen Scrum-Experimenten von Jeff Sutherland liefert dazu einen interessanten Impuls: Sutherland entwickelte mit seinem Team ein neues Softwareprodukt. Das Projekt befand sich bereits in Schwierigkeiten. Die Anforderungen änderten sich ständig, die Planung funktionierte nicht mehr, und die Entwickler arbeiteten weitgehend voneinander getrennt – typisch für klassische Projektorganisationen.
Statt lediglich die bestehenden Prozesse zu optimieren, stellte Sutherland eine grundlegend andere Frage: Wie könnte man die Arbeit radikal anders organisieren?
Er führte feste, kurze Arbeitszyklen ein. Das Team traf sich regelmäßig zu schnellen Abstimmungen, berichtete über den aktuellen Stand der Arbeit und klärte auftretende Hindernisse sofort gemeinsam. Damit war der Grundstein für Scrum gelegt: Dem Team gelang es, bereits nach wenigen Wochen jeweils funktionsfähige Teile der Software zu liefern.
Was Sutherland hier vorantrieb, hat der auf Malta geborene Mediziner und Kognitionswissenschaftler Edward de Bono (1933–2021) in seinem Konzept des lateralen Denkens beschrieben. "Lateral" ("seitlich") steht dabei im Gegensatz zum linearen, "vertikalen" Denken – eingeübte Denkmuster werden bewusst verlassen und neue Wege des Denkens eingeschlagen.
Aber was heißt das konkret? Wie verlässt man seine Denkmuster, wie findet man neue Muster und wann lohnt es sich überhaupt, im Projekt lateral zu denken?
Prozessmusterwechsel – die Essenz des lateralen Denkens
Unser Denken folgt häufig festen Mustern: Sie geben uns Orientierung und ermöglichen es, schnelle Urteile zu fällen. Sie können aber auch dazu führen, dass wir ausschließlich innerhalb der vertrauten Bahnen denken. Genau hier setzt das Konzept des lateralen Denkens an. Die gewohnten Denkmuster sollen bewusst verlassen werden, um neue Sichtweisen und Lösungen zu ermöglichen – ein Vorgang, der als Prozessmusterwechsel bezeichnet wird (Bild 1).
Während vertikales Denken logisch, analytisch und systematisch innerhalb eines bestehenden Rahmens voranschreitet und Ideen sofort nach ihrer Richtigkeit bewertet, sucht laterales Denken den Perspektivwechsel und gedankliche Bewegung. Laterales Denken eröffnet neue Denkwege, auch wenn diese zunächst unlogisch oder abseitig erscheinen mögen. Gerade im Projektmanagement kann das bei komplexen Problemen neue Lösungswege eröffnen. Es fördert Innovation, zeigt neue Optionen auf und hilft, Denkblockaden zu vermeiden.
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