Interview mit Prof. Heinz Schelle:

"Nur nicht im eigenen Saft schmoren"

Petra Berleb sprach mit Prof. Heinz Schelle von der deutschen Gesellschaft für Projektmanagement über Trends im Projektmanagement und den World Congress, für den er die fachliche Leitung hat.
Interview mit Prof. Heinz Schelle:

"Nur nicht im eigenen Saft schmoren"

Petra Berleb sprach mit Prof. Heinz Schelle von der deutschen Gesellschaft für Projektmanagement über Trends im Projektmanagement und den World Congress, für den er die fachliche Leitung hat.

Prof. Dr. oec. publ. Heinz Schelle, Fakultät für Informatik, Institut für Angewandte Systemforschung und Operations Research, ist akademischer Direktor des Projektmanagement-Programms (Master of Science) der Gesellschaft zur Förderung der Weiterbildung an der Universität der Bundeswehr München.

Als Mitbegründer der Deutschen Gesellschaft für Projektmanagement (GPM) ist er u.a. für das Programm des jährlich stattfindenden Deutschen Projektmanagement-Forums der GPM verantwortlich und Redaktionsmitglied der Zeitschrift "Projektmanagement". Von ihm sind zahlreiche Publikationen zu den Themen Projektmanagement und Telekommunikation erschienen. Im Jahr 2000 wurde ihm das Bundesverdienstkreuz am Bande für seine Arbeit in der GPM verliehen.

Petra Berleb sprach mit Prof. Heinz Schelle über Trends im Projektmanagement und den World Congress, für den er die fachliche Leitung hat.

Projekt Magazin: Was erwarten Sie beim World Congress an Teilnehmern, Aussteller und Referenten? Besteht überhaupt ein so großes internationales Interesse am Thema Projektmanagement?

Heinz Schelle: Auf dem World Congress in Berlin werden 39 Nationen vertreten sein. Sowohl bei den Referenten als auch bei den Ausstellern ist eine große Bandbreite unterschiedlicher Nationalitäten gegeben. In Deutschland haben wir selten die Chance, Meinungen und Trends beispielsweise von australischen, afrikanischen oder auch russischen Rednern zum Thema Projektmanagement zu hören. Bei der Auswahl haben wir deshalb auf eine gute Mischung zwischen deutschen und ausländischen Referenten geachtet.

Obwohl die Einladungen zum World Congress erst letzte Woche versandt wurden sind bereits über 400 Anmeldungen eingegangen. Wir rechnen mit ca. 1.000 Teilnehmern. Auch die Resonanz der Aussteller ist überwältigend: 80% der Fläche ist bereits vergeben, wobei die ausländischen Aussteller zahlenmäßig noch leicht überwiegen.

Projekt Magazin: Worin sehen Sie die inhaltlichen Unterschiede des World Congress zu den bisherigen Foren der GPM?

Heinz Schelle: Das Forum in Ludwigsburg 2001 war als organisatorischen Probelauf für den World Congress konzipiert. Daher ist eine gewisse Ähnlichkeit z.B. bei der Branchenausrichtung der Streams wiederzufinden. Es waren nur leider in Ludwigsburg zu wenige internationale Referenten. Wir hatten uns deutlich mehr Resonanz erwartet. Im World Congress ist gegenüber Ludwigsburg eine wesentlich größere Themenvielfalt gegeben und auch das Ziel der Internationalisierung haben wir diesmal erreicht. Auch ist zum ersten Mal der internationale Projektmanagement-Award ausgeschrieben mit Bewerbern aus verschiedenen Ländern.

Projekt Magazin: Neu in Berlin sind auch die SIG Sessions. Was kann ich mir darunter vorstellen?

Heinz Schelle: SIG Sessions sind Kurzreferate von max.15 Minuten Länge. Solche Kurzvorträge sind z.B. als Posterpräsentationen von Ärztekongressen bekannt. Die SIG Sessions wurden von der IPMA, dem internationalen Projektmanagement-Verband, erstmalig letztes Jahr auf dem World Congress in London durchgeführt und wurden dort von den Teilnehmern sehr positiv aufgenommen.

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