Neue Studie der European Business School

Trends auf dem PM-Software-Markt: Konsolidierung und Integration

Der Markt für Projektmanagement-Software wächst stark, es gibt immer mehr große Anbieter und integrierte Lösungen. Frank Radeke und Prof. Dr. Frederik Ahlemann beschreiben die neuesten Marktentwicklungen sowie die funktionalen und technologischen Veränderungen der Produkte. Basis ihrer Ausführungen ist die aktuelle Studie der European Business School über PM-Software, in der 24 führende PM-Software-Produkte detailliert bewertet wurden. Abschließend geben sie Empfehlungen für die Produktauswahl.

Führt ein Unternehmen eine Projektmanagement-Software (PM-SW) ein, wirkt sich das langfristig auf seine Leistungsfähigkeit im operativen und strategischen Projektmanagement aus. Auswahl, Beschaffung und Einführung der Software sind oft mit großen organisatorischen und finanziellen Aufwendungen verbunden. Bei der Auswahl ist es deshalb wichtig, die Anforderungen des Unternehmens und der unmittelbaren Anwender mit den Leistungsmerkmalen der angebotenen Produkte abzugleichen.

Als Unterstützung für diesen Auswahlprozess haben Forscher der European Business School 2007 erneut den Markt für PM-SW untersucht und 24 führende Systeme anhand von über 100 Kriterien bewertet. (Die untersuchten Produkte sind im Anhang aufgelistet.) Der Bewertungskatalog und die Gewichtung der Kriterien entsprechen den heute typischen Einsatzfeldern von PM-SW. Bei der Bewertung waren insbesondere drei Fragen von Bedeutung:

  • Welche Projektmanagement-Prozesse werden durch das System unterstützt?
  • Welche Führungsebenen werden adressiert?
  • Wie flexibel lässt sich das System an individuelle Anforderungen anpassen?

Die Ergebnisse sind in der 5. Auflage der Studie "Project Management Software Systems - Requirements, Selection Process and Products" veröffentlicht (Ahlemann 2007).

Ausgehend von den Ergebnissen der Studie werden nachfolgend die Entwicklungen auf dem Markt für PM-SW sowie die funktionalen und technologischen Veränderungen bei den Produkten beschrieben. Abschließend werden Empfehlungen für die Auswahl einer geeigneten PM-SW gegeben.

Von der Nischen-Software zur integrierten Lösung

Projektportfoliomanagement gehört zum Standardumfang

PM-SW-Lösungen beschränkten sich bis etwa zum Jahr 2000 vorwiegend auf Termin- und Ressourcenplanung. Seitdem haben die Hersteller die Produkte nach und nach um weitere Funktionalitäten wie Portfolio- und Prozessmanagement ergänzt. Mittlerweile gehören diese Funktionen zum Standard. Seit etwa 2006/2007 konzentrieren sich die Hersteller zunehmend darauf, die vorhandenen Funktionalitäten zu verbessern, anstatt diese wesentlich zu erweitern.

Insbesondere trugen die neuen Funktionen des Projektportfoliomanagements dazu bei, dass PM-SW verstärkt als wesentlicher Teil des Applikationsportfolios eines Unternehmens wahrgenommen wurde. Das Portfoliomanagement erlaubt es Unternehmen, für

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