Absetzung für Abnutzung

Die Absetzung für Abnutzung (AfA) ist das gewinnmindernde Geltendmachen von Investitionskosten über die Lebensdauer eines Investitionsguts hinweg. Zweck der Absetzung für Abnutzung ist es, die Steuerlast eines Unternehmens gleichmäßig über die Nutzungsdauer eines Investitionsguts zu senken.

Analog zur Berechnung der Ausgaben eines Unternehmens können auch bei einer Projektkalkulation zeit- und vorhabensanteilige Abschreibungen zur Berechnung der Projektkosten durchgeführt werden. Wenn die Projektkalkulation auf Kostenbasis und nicht auf Ausgabenbasis erfolgt, wird darin die AfA benutzter Investitionsgüter berücksichtigt.

Je nach Art der Abschreibung (degressiv, linear) und abhängig von der Dauer der jeweiligen Nutzung tragen Investitionsgüter unterschiedlich zur Belastung des Projektbudgets bei. Um Abschreibungskosten zu minimieren, ist ein leistungsfähiges Ressourcenmanagement erforderlich, da jede Bereithaltung eines Investitionsgutes (Maschine, Werkzeug, Raum usw.) auch bei Nichtbenutzung Kosten verursacht.

Beispiel: Für eine Produktentwicklung sind meist Testläufe auf den originalen Produktionsanlagen (z.B. Tiefziehpresse, Extruderanlage, chemische Prozessanlage) erforderlich. Die Laufzeiten dieser Produktionsanlagen sind mit der entsprechenden Absetzung für Abnutzung anzusetzen. Zusätzlich kann dies einen Produktionsausfall bewirken, der zu Gewinnausfällen führen kann. Für die Projektkalkulation ist deshalb zu klären, in welcher Weise diese Kosten auf das Projektbudget anzurechnen sind und welche Auswirkungen dies auf die Projektplanung hat. So kann z.B. die Verlagerung der Testläufe in produktionsfreie Zeiten die Projektkosten deutlich reduzieren, dafür aber die Projektdauer erhöhen.

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