Backlog

Backlog ist eine dynamische Liste von durchzuführenden Arbeitsaufträgen. Die Arbeitsaufträge können z.B. in Form von Anforderungen, User Storys oder Funktionsbeschreibungen vorliegen. "Backlog" bedeutet wörtlich übersetzt "Arbeitsrückstand" bzw. "Auftragsbestand".

Im Agilen Projektmanagement erlaubt das Arbeiten mit einem Backlog, Durchführung und Planung bis zu einem gewissen Grad zu parallelisieren. Der Backlog erfüllt dabei die Aufgabe eines Puffers. Durch die Priorisierung der Elemente eines Backlogs und durch die blockweise Abarbeitung in Sprints wird gewährleistet, dass ein Projekt innerhalb seines Budgets und zum vereinbarten Termin ein funktionsfähiges Produkt liefert.

Backlogs in Scrum

Scrum kennt zwei Backlogs:

  • den Product Backlog, der den Umfang der zu gesamten zu erstellenden Software aus Anwendersicht beschreibt
  • den Sprint Backlog, den Product Owner und Entwicklungsteam aus dem Product Backlog zusammenstellen und den zu erbringenden Leistungsumfang eines Sprints definiert.

Backlogs in SAFe®

Das agile Vorgehensmodell Scaled Agile Framework®, das für umfangreiche Software-Entwicklung unter Beteiligung mehrere Entwicklungsteams entworfen wurde, kennt vier Backlogs:

  • der Team Backlog, der dem Product Backlog entspricht
  • den Program Backlog, mit dem release-übergreifend das Produktmanagement den Produktlebenszyklus steuert
  • den Solution Backlog, der einsatzbereite Lösungen oder Hilfsmittel enthält, um das Program Backlog abzuarbeiten
  • den Portfolio Backlog, der die bereits genehmigten und konzipierten aber noch nicht in der Umsetzung befindlichen Epics enthält.

Analogien im traditionellen Projektmanagement

Der Backlog ergänzt oder tritt an die Stelle von Spezifikation, Leistungsverzeichnis und Lastenheft im traditionellen Projektmanagement.

Relevante Beiträge im Projekt Magazin
von Dave Boddin
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Sein Entwicklungsprojekt steckte in einer Sackgasse, aus der es nur unter erheblichem Mehraufwand wieder herauskommen konnte. Aber Dave Boddin hatte weder zusätzliche Ressourcen, noch einen Mentor, der ihn beriet. Also konzipierte er – inspiriert vom Gamification-Ansatz – selbst eine Methode, um sein Scrum-Team zu motivieren. Im Tipp stellt er das "Blind Sprint Backlog" erstmals vor und schildert seine Erfahrungen damit.
von Joachim Pfeffer
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Eindeutige Priorisierung, transparente Aufgaben und ein sichtbarer Fortschritt – Sie möchten die Vorteile agiler Praktiken nutzen, arbeiten aber im traditionellen Projektumfeld? Keine Angst, um agile Techniken auszuprobieren, müssen Sie keine agile Transition stemmen. Joachim Pfeffer und Sebastian Schneider zeigen, wie Sie 3 agile Praktiken sofort anwenden – ohne viel Vorbereitungszeit.
von Wolfram Müller
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4 Kommentare
Scrum ist bei Software-Entwicklungen zwar weit verbreitet und bewährt, allerdings garantiert es weder Termintreue noch einen bestimmten Leistungsumfang. Wolfram Müller beschreibt, wie er durch eine Kombination mit der Critical Chain-Methode die Zuverlässigkeit eines nach Scrum durchgeführten Projekts deutlich erhöht. Dieses von ihm "Reliable Scrum" genannte Vorgehen besteht darin, die Unsicherheiten im Projektinhalt und der Abarbeitungsgeschwindigkeit zu modellieren und daraus verlässliche Prognosen für Projektende und realisierbaren Leistungsumfang zu erstellen. Die dafür benötigten Rechenverfahren finden Sie in den beigefügten Excel-Tabellen.
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