Spezifikation

Spezifikation ist die exakte, vollständige und für eine Überprüfung geeignete Beschreibung eines Gegenstands oder eines Prozesses. Innerhalb des Projektmanagements definiert die Spezifikation das Projektziel und die Werke (Liefergegenstände) des Projekts. Das Lastenheft ist die vollständige Dokumentation aller erforderlichen Spezifikationen in einem Projekt. Im Rahmen des Konfigurationsmanagements ist die Spezifikation eine Referenzkonfiguration.

Spezifikationsbegriff im PMBOK(R) Guide

Der PMBOK(R) Guide 2008 erläutert, dass eine Spezifikation die Anforderungen an sowie das Design und das Verhalten des von ihr beschriebenen Gegenstandes definiert. Gegenstand einer Spezifikation können Systeme, Komponenten, Produkte, Ergebnisse oder Dienstleistungen sein. Eine Spezifikation kann auch die Prozeduren beschreiben, mit denen ihre Erfüllung überprüft werden soll.

Spezifikationsbegriff gemäß DIN

Die nicht mehr gültige DIN 69901:1987 definierte Spezifikation als "ausführliche Beschreibung der Leistungen (z.B. technische, wirtschaftliche, organisatorische Leistungen), die erforderlich sind oder gefordert werden, damit die Ziele des Projekts erreicht werden. In der aktuellen DIN 69901:2009 gibt es den Begriff der Spezifikation nicht mehr. An seine Stelle treten die Begriffe "Projektziel", "Zieldefinition" und "Anforderung".

Spezifikationsbegriff gemäß PM3

PM3 erwähnt den Begriff "Spezifikation" im Rahmen des Kompetenzelements "Projektanforderungen und Projektziele". Für eine Spezifikation fordert PM3 (S. 172) neben der Eindeutigkeit und Verifizierbarkeit noch die vier Punkte Konsistenz, Geltung, Priorisierung und Realisierbarkeit. Dabei ist mit Geltung gemeint, dass Einigkeit über die genannten Anforderungen besteht. Nicht explizit gefordert ist im PM3 die Vollständigkeit der Spezifikation.

Spezifikationsbegriff gemäß PRINCE2

PRINCE2 interpretiert Spezifikation als die detaillierten Anforderungen des Anwenders an ein Produkt, insbesondere hinsichtlich seiner Funktionen, seines Aussehens und seiner Schnittstellen. Dokumentiert werden Spezifikationen bei PRINCE2 in den Produktbeschreibungen.

Relevante Beiträge im Projekt Magazin
von Dr. Christine Knorr
2 Bewertungen
4.5
0 Kommentare
Im ersten Teil dieses Beitrags erfuhren Sie, wie Sie die "Stimme des Kunden" in Form von konsolidierten und priorisierten Anforderungen erfassen. Nun geht es darum, die Spezifikation des Produkts zu erstellen. Dr. Christine Knorr beschreibt im zweiten Teil dieses Artikels wie Sie mit Quality Function Deployment die möglichen technischen Funktionen so zusammenstellen, dass das neue Produkt sowohl die Kunden überzeugt als auch mit der eigenen Produktstrategie in Einklang steht.
von Dr. Christine Knorr
3 Bewertungen
4.333335
0 Kommentare
Erkennen des Kundennutzens und seine optimale Umsetzung sind bei der Entwicklung innovativer Produkte nicht nur Erfolgs- sondern sogar Überlebensfaktoren für das Unternehmen. Quality Function Deployment (QFD) ist eine Methode der Produktplanung, die den Weg von den Kundenanforderungen bis zum Funktionsumfang des Produkts systematisch und zielführend abbildet. Dr. Christine Knorr stellt an einem Fallbeispiel QFD und seine Anwendung vor. Im ersten Teil des Beitrags lernen Sie das Prinzip von QFD kennen und erfahren, wie Sie aus Kundenwünschen konkrete Anforderungen ableiten und diese zum Zweck der Produktentwicklung priorisieren.
von Dr. Georg Angermeier
4 Bewertungen
4.5
1 Kommentar
Mit der Produktbasierten Planung (PBP) stellt PRINCE2 eine Technik zur Verfügung, die allgemein verwendbar ist. Ihr besonderer Reiz besteht darin, dass sie die vom Projekt zu erbringenden Leistungen in den Mittelpunkt des Planungsprozesses stellt. Dr. Georg Angermeier stellt Ihnen in diesem zweiteiligen Beitrag die Produktbasierte Planungstechnik anhand eines einfachen Beispiels vor und erläutert, warum die PBP sowohl für Klarheit über den Leistungsumfang des Projekts sorgt als auch eine realistische Einschätzung des Projektfortschritts ermöglicht. Im ersten Teil zeigt er, was eine Produktbeschreibung enthalten muss und wie man einen Produktstrukturplan im Rahmen der PBP erstellt.
von Rüdiger Flockert
18 Bewertungen
3.22222
0 Kommentare
Viele IT-Projekte starten ohne klaren Projektauftrag. Der Projektleiter steht dann vor der Aufgabe, den Auftrag parallel zur Abwicklung zu definieren. Ein hilfreiches Werkzeug dafür ist die "Projektskizze". Sie dient dazu, systematisch immer mehr Details über das Projekt und seine Rahmenbedingungen zusammenzutragen, um schließlich den Projektauftrag, die Spezifikation des Projektergebnisses und die Abnahmekriterien festlegen zu können. Rüdiger Flockert erklärt in seinem Beitrag, welche Informationen eine solche Projektskizze enthält und wie sie in der Praxis angewendet wird.
von Tim Krüger
20 Bewertungen
3.75
0 Kommentare
Ein großer Mobilfunkanbieter stand 2007 vor dem Problem, dass die Fachabteilungen immer mehr Anforderungen an die Neu- und Weiterentwicklung der internen IT-Systeme stellten. Arbeitskapazität und Budget der IT-Abteilung reichten aber nicht aus, um diese umzusetzen. Es wurde deshalb ein Verfahren entwickelt, mit dem sich Projektinhalt und –umfang reduzieren und an die Ressourcensituation anpassen lassen. Dabei werden die besonders nützlichen Funktionsanforderungen herausgefiltert und umgesetzt, Anforderungen mit einem niedrigeren Nutzen fallen weg. Das Verfahren basiert auf dem Pareto-Prinzip und wird im Unternehmen deshalb als Pareto-Analyse bezeichnet. Tim Krüger stellt Ablauf und Nutzen der Pareto-Analyse vor.
von Frank Gürgens
3 Bewertungen
3.666665
0 Kommentare
Für das Verfassen von Angeboten gilt: Kleiner Fehler - große Wirkung! Frank Gürgens beschreibt in seinem Artikel häufige Stolperfallen bei der Erstellung von Angeboten und Pitch-Teilnahmen, in die auch so manch gestandener Projektmanager hin und wieder tritt. Die aufgeführten Beispiele beziehen sich auf Projekte im Bereich Software und Multimedia, die Tipps und Ratschläge lassen sich jedoch auch auf andere Projekte übertragen.
von Dr. Georg Angermeier
14 Bewertungen
4
1 Kommentar
Das Lastenheft beschreibt das angestrebte Projektergebnis. Es wird vom Auftraggeber erstellt und ist eines der zentralen und unverzichtbaren Projektdokumente. Dennoch scheuen viele vor dem Aufwand zurück, der mit seiner Erstellung verbunden ist. Der Nutzen eines professionellen Lastenhefts übertrifft aber diesen Aufwand bei weitem. Zudem enthält bei einem systematischen Vorgehen das Lastenheft ausschließlich Informationen der ohnehin nötigen Projektplanung. Dr. Georg Angermeier beschreibt in diesem Artikel, was ein Lastenheft genau ist, welchen Nutzen es hat und was alles in ihm enthalten sein sollte.
von Wolfgang Ulbrich
4 Bewertungen
4
0 Kommentare
Die fachliche Abnahme ist für Projektteams die Stunde der Wahrheit. Oft müssen die Mitarbeiter so lange nachsitzen, bis der Kunde das Projektergebnis absegnet. Mit einer professionell geplanten Abnahme dagegen kann die Projektleitung derlei böse Überraschungen vermeiden. Wolfgang Ulbrich empfiehlt in seinem Beitrag Vorgehensweisen für das Projektmanagement in einem Abnahmeteam. Sein Artikel richtet sich vorrangig an Projektleiter, Qualitätsmanager und Verantwortliche für die fachliche Abnahme.
von Bernd Hilgenberg
10 Bewertungen
2.7
3 Kommentare
Ein Projekt hat immer zwei Parteien: Einen Auftraggeber und einen Projektleiter. Beide Parteien haben innerhalb des Projekts eine definierte Rolle. Damit beide Parteien ein Projekt mit den gleichen Vorstellungen und Wünschen beginnen, ist es notwendig einen Projektauftrag zu definieren. Bernd Hilgenberg erläutert deshalb in seinem Artikel, was genau unter einem Projektauftrag zu verstehen ist und ab welcher Projektgröße er Anwendung findet. Dabei definiert er die kritischen Erfolgsfaktoren sowie die Rollen des Auftraggebers und Projektleiters im Projektauftrag. Abgerundet wird der Artikel durch eine Vorlage für die Erstellung eines Projektauftrags als RTF-Datei, die Sie Ihren Bedürfnissen entsprechend ändern können.
Alle relevanten Beiträge anzeigen
Tech Link