Sprint Retrospektive

English
Sprint Retrospective, Retrospective

In der Sprint Retrospektive reflektiert und analysiert der Scrum Master gemeinsam mit allen Mitgliedern des Scrum Teams Aspekte des zurückliegenden Sprints wie Beziehungen, Prozesse, Werkzeuge und Fähigkeiten. Dabei leiten die Teilnehmer aus den positiven und negativen Erfahrungen des letzten Sprints Maßnahmen ab, um im nächsten Sprint die Produktivität des Entwicklungsteams zu erhöhen und die Zusammenarbeit mit den anderen Stakeholdern reibungsloser zu gestalten.

Sprint Retrospektive

Sprint Retrospektive

English
Sprint Retrospective, Retrospective

In der Sprint Retrospektive reflektiert und analysiert der Scrum Master gemeinsam mit allen Mitgliedern des Scrum Teams Aspekte des zurückliegenden Sprints wie Beziehungen, Prozesse, Werkzeuge und Fähigkeiten. Dabei leiten die Teilnehmer aus den positiven und negativen Erfahrungen des letzten Sprints Maßnahmen ab, um im nächsten Sprint die Produktivität des Entwicklungsteams zu erhöhen und die Zusammenarbeit mit den anderen Stakeholdern reibungsloser zu gestalten.

Sprint Retrospektive

Einsatzmöglichkeiten

  • In einem nach Scrum gemanagten Projekt findet am Ende eines jeden Sprints zur kontinuierlichen Verbesserung des Projektmanagements eine Sprint Retrospektive statt.
  • Die Sprint Retrospektive bietet die Möglichkeit, Änderungen an der Definition of Done vorzunehmen, um die Qualität der erstellten Software zu verbessern.
  • Die Sprint Retrospektive lässt sich nicht nur in Scrum, sondern auch in anderen Vorgehensmodellen als Instrument für ein regelmäßiges Feedback des Projektteams einsetzen.
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Das Thema der Konferenz lautet
Stark durch Kooperation! Zusammen.Arbeiten.Grenzenlos.
Die Teilnehmer erhalten in den unterschiedlichen Vorträgen, Diskussionen und Workshops konkrete Anleitungen und Tipps für ihren Projektalltag

 

Ergebnisse
  • Liste geplanter Maßnahmen zur Verbesserung der Teamperformance im folgenden Sprint. Bei Bedarf können die Maßnahmen priorisiert werden, z.B. aufgrund ihrer hohen Anzahl.
  • falls nötig: Benennung der, für die Durchführung der Maßnahmen verantwortlichen, Personen
  • formaler Beschluss, diese Maßnahmen umzusetzen
  • evtl. aktualisierte Definition of Done
Vorteile
Der definierte und moderierte Event gibt dem Feedback und der Planung von Verbesserungsmaßnahmen einen festen Platz im Projektablauf, so dass sie nicht vernachlässigt werden.
Die Durchführung des nächsten Sprints wird optimiert durch die Identifikation von positiven Erfahrungen und die Umsetzung von Verbesserungsvorschlägen.
Grenzen, Risiken, Nachteile
Verbesserungen und Anpassungen sollten auch während eines laufenden Sprints durchgeführt und nicht in die Sprint Retrospektive "verschleppt" werden.
Eine Sprint Retrospektive ist nur entscheidungsfähig, wenn alle Rollen an ihr beteiligt sind. Beispiel: Wenn der Product Owner nicht an der Retrospektive teilnimmt, kann die Definition of Done nicht verändert werden.
Voraussetzungen
  • Eine Retrospektive benötigt einen vorangegangenen Sprint als Gegenstand der Nachbetrachtung.
  • Dem gesamten Team ist die Relevanz der Sprint Retrospektive klar. Das Einbringen und Verfolgen von Verbesserungsvorschlägen wird allgemein akzeptiert und mit der notwendigen Ernsthaftigkeit verfolgt.
Qualifizierung
  • Teammitglieder: detaillierte Kenntnis der Methode
  • Moderator: Qualifizierung als Scrum Master empfohlen sowie Moderationserfahrung, insbesondere Kenntnisse und Fähigkeiten im Bereich Konfliktmanagement.
Benötigte Informationen

Für die Sprint Retrospektive sind keine expliziten Projektdokumente notwendig. Die hier aufgeführten Informationen und Dokumente dienen dem Zweck, Ablauf und besondere Ereignisse des vorangegangenen Sprints in Erinnerung zu rufen.

  • Überblick über den vergangenen Sprint, z.B. anhand einer Darstellung des letzten Sprint Backlogs (vollständig oder in Auszügen)
  • persönliche Notizen (als physische Notiz oder Gedanken) der Teilnehmer zum vergangenen Sprint
  • optional: Anmerkungen zu bestimmten Events, Artefakten oder Stimmungen, die von allen Beteiligten während des Sprints gesammelt wurden (z.B.: Meckerbox, Feedbackwand oder Rücksprachen)
  • die aktuelle Definition of Done
Benötigte Hilfsmittel
  • Flipboard, Whiteboard oder Moderationstafel
  • Moderationskoffer und / oder Haftnotizen zur Darstellung der eingebrachten Punkte und Ergebnisse
  • ungestörter, ausreichend großer Raum, um mit dem gesamten Team die Sprint Retrospektive abhalten zu können
  • evtl. Beamer bei gemeinsamer Gruppenarbeit

 

Ergänzend / alternativ bei verteilten Teams:

  • Software zur Digitalisierung der Beiträge und Ergebnisse (z. B. Textverarbeitungs-, Präsentations- oder Moderationssoftware)
  • EDV-Arbeitsplätze zur Vermittlung und Darstellung an den jeweiligen Arbeitsplätzen
Herkunft

Die Sprint Retrospektive ist eines von vier Scrum-Ereignissen . Scrum wurde in den frühen 1990er Jahren durch Ken Sutherland und Ken Schwaber erdacht (veröffentlicht unter dem Namen: "SCRUM Software Development Process"). Die Ausarbeitung der Idee basiert auf der Publikation "New New Product Development Game", in der Hirotaka Takeuchi und Ikujiro Nonaka 1986 die Entwicklung eines gemeinsamen Ziels durch Iterationen beschrieben. Besondere Schwerpunkte waren hierbei Geschwindigkeit und Flexibilität. Die aktuell gültige Version von Scrum ist im sogenannten "Scrum Guide" dokumentiert, der in mehreren Sprachen frei zum Download auf der Website www.scrumguides.org zur Verfügung steht.

Durchführung: Schritt für Schritt

Die Sprint Retrospektive findet am Ende eines jeden Sprints (s. Bild 1) in Form eines zeitlich begrenzten Workshops statt. Bei einer Sprintlänge von vier Wochen gilt laut Scrum Guide eine Time Box (= Dauer des Meetings) von drei Stunden. Für kürzere Sprints kann die Dauer des Meetings entsprechend verkürzt werden.

Bild 1: Visualisierung der Sprint Retrospektive im Scrum-Prozess.

Schritt 1: Führen Sie die Teilnehmer in die Sprint Retrospektive ein!

Als Moderator oder Moderatorin geben Sie in fünf bis zehn Minuten die Zielsetzung der Sprint Retrospektive vor. Gerne schleichen sich bei den regelmäßigen stattfindenden Meetings mit der Zeit kleine Abweichungen ein, z.B. kann die Retrospektive zum "Beschwerde-Meeting" verkommen. Stellen Sie daher zu Beginn die Ziele der Sprint Retrospektive klar und deutlich vor:

  • Die Sprint Retrospektive dient dem Rückblick auf den vergangenen Sprint und der Frage, wie Verbesserungen in den Bereichen: Produkt, Werkzeuge, Prozesse, Beziehungen und beteiligte Personen herbeigeführt werden können.
  • Positive Aspekte oder Ereignisse des vergangenen Sprints werden ebenfalls aufgelistet und in Reihenfolge gebracht.
  • Ziel der Sprint Retrospektive ist eine abgestimmte Aufstellung der aufgelisteteten Punkte, um die Arbeitsweise des gesamten Teams zu verbessern.

Stellen Sie Ablauf sowie Zeitplanung der Sprint Retrospektive vor und weisen Sie auf organisatorische Aspekte (z.B. Pausen, Art der Dokumentation) hin. Stellen Sie bei Bedarf neue Teammitglieder vor oder geben Sie diesen selbst Gelegenheit dazu. Findet die Sprint Retrospektive mit verteilten Teams statt, sollten sie jeden einzelnen Teilnehmer aufrufen, damit allen der Teilnehmerkreis bekannt ist. Zugleich überprüfen Sie damit kurz, ob die Technik funktioniert (z. B. wenn Teilnehmer über Video-Telefonie zugeschaltet sind).

Für einen möglichst effizienten und konstruktiven Verlauf der Retrospektive, sollten Sie mit den Teilnehmern grundlegende Kommunikationsregeln definieren, wie z.B.:

  • Wir lassen uns ausreden und unterbrechen uns nicht gegenseitig.
  • Wir akzeptieren jede Meinung ohne weitere Bewertung.
  • Jede Person berichtet aus der eigenen Perspektive.
  • Wir gehen wertschätzend miteinander um und unterlassen abwertende Äußerungen.

Schritt 2: Tragen Sie die einzelnen Angaben zusammen!

Dieser Schritt dient dazu, Rückmeldungen zu sammeln. Er nimmt den Hauptteil der Sprint Retrospektive ein, sollte jedoch nicht mehr als die Hälfte des Events beanspruchen. Das Team trägt in einer moderierten Diskussion positive Aspekte vor und sammelt Vorschläge zur Verbesserung der Zusammenarbeit und der Produktqualität. Achten Sie darauf, dass jedes Teammitglied einen Betrag liefert, bzw. zu Wort kommt. Als hilfreich haben sich hierfür Leitfragen erwiesen, mit denen Sie die Diskussion zielführend im Sinne der Sprint Retrospektive gestalten können. Geeignete Leitfragen sind z. B.:

  • Wie erging es Ihnen in diesem Sprint?
  • Was hat Ihnen in diesem Sprint geholfen?
  • Was können wir tun, um besser zusammenzuarbeiten?
  • Welche Umstellung müssen wir vornehmen, um...?
  • Was können wir tun, um die Produktqualität zu verbessern?

Ggf. können Sie auch gezielt nachfragen: Wie lief es mit der Bearbeitung der User Story XYZ?

Notieren Sie die Rückmeldungen und stellen Sie diese dem gesamten Team über Ihre Moderationstafel, Pinnwand oder das entsprechende Medium zur Verfügung.

Wie Sie den Ablauf der Runde moderieren, ist Ihnen überlassen, bzw. von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern abhängig. In der empfohlenen Größe für Sprint-Teams (gem. Scrum Guide 3-9 Personen) ist eine Gruppendiskussion die wahrscheinlich am meisten verbreitete Variante. Einzelfeedback reihum, Brainstorming oder andere Methoden zur Sammlung der Rückmeldungen sind ebenfalls denkbar. Als Moderationsmethode können Sie auch z.B. eine Visuelle Landkarte (s. hierzu: Die visuelle Landkarte – den Projektfortschritt stets im Blick, Projekt Magazin 22/2015) verwenden.

Achten Sie in allen Varianten darauf, dass jedes Teammitglied zu Wort kommt!

Gleichermaßen wichtig ist es, langatmige Äußerungen behutsam auf die wesentlichen Argumente zu kürzen. Verständnisfragen durch andere Personen sind dabei stets möglich und erwünscht. Unterbinden Sie Kritik an oder Diskussionen über aktuell geäußerte Meinungen. Verweisen Sie bei Bedarf auf den nächsten Schritt.

Praxistipps ...

Ergänzende Methoden

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Aufgabengebiete

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