Beispiele für Begleitvorgänge sind Beratung, Überwachung, QualitätssicherungQualitätssicherungQualitätssicherung ist im Rahmen des Qualitätsmanagements die übergeordnete Aufgabe, die Funktionsfähigkeit des Qualitätsmanagementsystems einer Organisationseinheit zu gewährleisten., DokumentationDokumentationDie Dokumentation eines Projekts ist die Zusammenstellung von Projektinformationen zum Zweck eines Projektaudits . Siehe Projektaudit . und andere Tätigkeiten, die nicht selbst zeitbestimmend sind, sondern durch den Projektverlauf dynamisch festgelegt werden.

Erläuterungen und Kommentar

Der AufwandAufwandAufwand (Projektmanagement) ist die Menge aller monetär quantifizierbaren Eingangsgrößen in ein Projekt, in ein Programm, in ein Projektportfolio oder in einen Teil eines Projekts. eines Begleitvorgangs ist oftmals proportional zu seiner Dauer. In diesem Fall sind die Kosten eines Projekts abhängig von der TerminplanungTerminplanungBei der Terminplanung werden die Arbeitspakete zu einem realistischen Projektablauf zeitlich angeordnet. Das Projekt selbst, Projektphasen, Arbeitspakete und Meilensteine erhalten Start- und Endtermine. Die zeitliche Anordnung ist abhängig von den Anordnungsbeziehungen zwischen den einzelnen Elementen, den Dauern der Arbeitspakete, Pufferzeiten, von der Verfügbarkeit der Einsatzmittel und Finanzmittel und von vorgegebenen Randbedingungen aus dem Projektumfeld. Die Terminplanung wird deshalb meist in Einheit mit der Einsatzmittel-Planung durchgeführt.. Mit Hilfe eines Begleitvorgangs, der zwischen berechnetem Ende des Projekts und dem vertraglich vereinbarten Liefertermin gespannt ist, kann z.B. eine zeitproportionale Konventionalstrafe direkt im NetzplanNetzplanEin Netzplan modelliert einen Ablauf mit Hilfe von Knoten, die Vorgänge oder Ereignisse darstellen, und Pfeilen, die Anordnungsbeziehungen darstellen. Die DIN 69900:2009.1: "Projektmanagement – Netzplantechnik: Beschreibungen und Begriffe" bezeichnet auch eine tabellarische Darstellung eines Ablaufs als Netzplan. Somit sind auch Balkenplan oder eine Vorgangstabelle Netzpläne. Im allgemeinen Sprachgebrauch werden aber meist nur nicht-zeitskalierte Ablaufpläne (Vorgangsknoten- oder Ereignisknotennetzpläne) als " Netzplan " bezeichnet. modelliert werden. Der PMBOK(R) GuidePMBOK(R) GuideDer PMBOK® Guide ist die US-amerikanische Norm für Projektmanagement und wird vom Project Management Institute (PMI®) herausgegeben. definiert explizit, dass der Aufwand eines Begleitvorgangs proportional zu seiner Dauer ist. Dies ist jedoch nicht notwendigerweise der Fall. Der begleitende Betrieb einer Notstromversorgung erzeugt zwar zeitproportionale Verbrauchskosten, die Kosten für Auf- und Abbau sind aber zeitunabhängige Fixkosten.

Der Begleitvorgang ist zu unterscheiden vom SammelvorgangSammelvorgangEin Sammelvorgang aggregiert mehrere zusammengehörige Einzelvorgänge zu einem einzigen Vorgang. Der Einsatz von Sammelvorgängen soll die Übersichtlichkeit des Ablaufplans erhöhen und das Projekt-Controlling vereinfachen., der keine eigenständige Funktion hat, sondern sich in allen Eigenschaften aus den in ihm enthaltenen Einzelvorgängen bestimmt. Insbesondere hat ein Sammelvorgang keine eigenen Ressourcen und Aufwände.

In der deutschen Übersetzung des PMBOK(R) Guide (Ausgabe 2004, Ausgabe 4th edition), wird statt des in der alten DIN 69900-1:1987 definierten Begriffs "Begleitvorgang" der missverständliche Begriff "Unterstützungsfunktion" geprägt. "Funktion" beschreibt im deutschen Sprachgebrauch aber die Beziehung eines Elements zu anderen Elementen eines Systems (z.B. "Projektmanager" für die verantwortliche Person oder "Druckbegrenzung" für ein Sicherheitsventil). Der englische Begriff "Level of Effort" mit seiner wörtlichen Bedeutung "Aufwandsebene" ist ebenfalls weder klar noch treffend.

Die aktuelle DIN 69900:2009 führt weder den Begriff "Begleitvorgang" noch den Begriff "Sammelvorgang" auf.

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