Normen/
Standards
DIN 69900-1:1987
Englischer
Begriff
  • Duration

Dauer

Der Begriff der "Dauer" bezeichnet nach DIN 69900 Teil 1 die "Zeitspanne vom Anfang bis zum Ende eines Vorgangs." Wie diese Zeitspanne zu bestimmen ist (z.B. Kalendertage oder Arbeitstage) legt die Norm nicht fest.

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Der PMBOK(R) Guide 2004 definiert dagegen die "duration" als die Anzahl von Arbeitszyklen (d.h. Arbeitsstunden, Arbeitstage, Arbeitswochen u.ä.), die benötigt werden, um eine Aufgabe durchzuführen. Dabei werden arbeitsfreie Zeiten (d.h. Wochenenden, Betriebsferien usw.) nicht miteinbezogen. Gemäß PMBOK(R) Guide 2004 ist die "duration" somit abzugrenzen von der "elapsed time", d.h. der verstrichenen Zeit als Differenz zwischen Enddatum und Anfangsdatum.

Ebenso grenzt der PMBOK(R) Guide 2004 die "duration" ab vom "effort", dem Arbeitsaufwand, der für einen bestimmten Vorgang benötigt wird. Duration und effort haben zwar die gleiche Maßeinheit (d.h. Arbeitszeit), aber der Aufwand bezeichnet die Summe aller tatsächlich für den entsprechenden Vorgang aufgewendeten Arbeitszeiten. Wenn mehrere Personen gleichzeitig tätig sind, addieren sich ihre Arbeitszeiten auf, während bei der Dauer nur die einfache Arbeitszeit zält. Dafür umfasst die Dauer auch Wartezeiten (z.B. Arbeitsunterbrechungen, Fehlzeiten u.ä.) während der möglichen Arbeitszeit, die zur Berechnung des Arbeitsaufwands nicht herangezogen werden .

Da der PMBOK(R) Guide in der Ausgabe 2004 zusammengesetzte Begriffe mit "Duration" willkürlich nach verstrichener Kalenderzeit oder nach Arbeitszeit bemisst, sollte zur Vermeidung von Missverständnissen bei jedem Zeitbegriff stets die verwendete Messgröße ("Arbeitstag", "Kalendertag" usw.) angegeben werden.

Aufgrund der Bedeutung des Zeitfaktors in der Projektplanung kennt die DIN 69900 Teil 1 eine Vielfalt verschiedener "Dauern":

  • minimale Dauer
  • optimistische Dauer
  • häufigste Dauer
  • mittlere Dauer
  • pessimistische Dauer
  • maximale Dauer
Welche dieser Dauern für die Projektplanung herangezogen wird, hängt von der jeweiligen Methode ab. Beispielsweise verwendet die Critical Chain Methode die optimistische Dauer für die einzelnen Vorgänge und hängt an das gesamte Projekt einen entsprechenden Zeitpuffer an. Die klassische Netzplantechnik (PERT) verwendet die mittlere Dauer, die sich aus optimistischer, häufigster und pessimistischer Dauer berechnet (siehe mittlere Dauer). Die Critical Path Method schließlich setzt die häufigste Dauer an, die bei asymmetrischer Häufigkeitsverteiltung von der mittleren Dauer abweicht.

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Dieser Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 27.02.2005.
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