Englischer
Begriff
  • Liabilities

Obligo

Der Begriff "Obligo" wird im Finanzwesen für die Zahlungsverpflichtungen eines Unternehmens verwendet. Obligo umfasst dabei nicht nur die buchhalterisch bereits erfassten Verbindlichkeiten (z.B. durch erhaltene, aber noch nicht bezahlte Rechnungen), sondern auch alle künftigen Zahlungsverpflichtungen (z.B. aufgrund vertraglicher Vereinbarungen).

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Um für die projektbezogene Zahlungsstromrechnung (Liquiditätsrechnung, Finanzrechnung) das Obligo korrekt zu erfassen, ist es daher erforderlich, auch die projektrelevanten Verträge hinsichtlich verbindlich vereinbarter, zukünftiger Zahlungen zu untersuchen. Diese Informationen sind nicht aus der Buchhaltung des Unternehmens ersichtlich, der Projektleiter muss sie deshalb für sich in geeigneter Form, z.B. als prognostizierter Kostengang, selbst zusammenstellen.

Der finanzielle Puffer, den der Projektleiter zur Steuerung zur Verfügung hat, ergibt sich aus den für das Projekt verfügbaren Finanzmitteln abzüglich der Summe aus bereits getätigten Ausgaben und dem Obligo.

Das Obligo kann im Verlauf des Projekts anwachsen. Nachforderungen, Konventionalstrafen und Gewährleistungsansprüche können beispielsweise das Obligo erheblich erhöhen.

Dieser Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 08.01.2010.
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