Liquidität

Die Liquidität eines Unternehmens gibt an, in welchem Grade es im Stande ist, seine Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Projekte sind meist in besonderer Weise auf die Liquidität des Projektträgers angewiesen, da die Abschlusszahlung durch den Auftraggeber erst nach erfolgreichem Projektabschluss erfolgt, die Kosten aber bereits während der Projektabwicklung entstehen.

Um die Liquidität des Projektträgers während der Projektlaufzeit sichern zu können, muss eine Zahlungsstromrechnung durchgeführt werden, die Einnahmen und Ausgaben des Projektes über die Projektlaufzeit berechnet. Daraus ergibt sich der Finanzmittelbedarf des Projektes. Dieser kann durch Eigenmittel, Vorschüsse des Auftraggebers oder Kredite gedeckt werden. Für die Projektkalkulation ist es wichtig, die dadurch entstehenden Kosten zu kennen und sie in die Wirtschaftlichkeitsrechnung miteinzubeziehen.

Für den Auftragnehmer ist schließlich die Liquidität des Auftraggebers ein wichtiges Kriterium für die Auftragsannahme. Der Ausfall einer Forderung aufgrund Insolvenz des Auftraggebers gefährdet die eigene Liquidität massiv und kann den eigenen Konkurs zur Folge haben. Entsprechende Vorkehrungen sind daher vertraglich zu treffen.

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von Dr. Christoph Zahrnt
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Durch das "Gesetz zur Bekämpfung von Zahlungsverzug im Geschäftsverkehr" mit Wirkung vom 28.07.2014 haben sich für Zahlungsvereinbarungen zwischen Auftraggebern und Auftragnehmern neue Rahmenbedingungen ergeben. So gelten z.B. neue Höchstgrenzen bei der Vereinbarung von Zahlungsfristen und Verzugszinsen. RA Dr. Christoph Zahrnt erläutert, welche Konsequenzen sich daraus für Projektverträge und AGB ergeben, und gibt konkrete Handlungsempfehlungen für die Vertragspartner.
von Alexander H. Kogler
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Sie wollen wissen, wie attraktiv ein potentielles Kundenprojekt ist und welches finanzielle Risiko Sie damit eingehen? Die notwendigen Informationen liefert Ihnen eine projektbezogene Zahlungsstromrechnung. Alexander Kogler stellte die Grundlagen des Instruments in Teil 1 vor. In diesem Beitrag erfahren Sie, wie Sie es in den einzelnen Projektphasen als Entscheidungshilfe, als Controllinginstrument und als wichtige Informationsquelle für zukünftige Projekte nutzen können.
von Alexander H. Kogler
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"Man sollte nicht mehr ausgeben, als man hat" lautet ein Sprichwort aus dem Volksmund. Was für den Normalbürger gilt, lässt sich auch auf Unternehmen übertragen. Allerdings ist es dort aufwendiger festzustellen, wie sich der Cash flow während eines Projekts entwickelt. Hier hilft die projektbezogene Zahlungsstromrechnung weiter, mit der Liquiditätsengpässe und Zahlungsmittelbedarf bestimmt werden können. Alexander Kogler stellt die Methode vor und zeigt, wie sich die Zahlungsströme im Projekt erfassen, steuern und optimieren lassen.
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