Normen/
Standards
DIN 69905:1997, DIN 69901-5:2009-01
Englischer
Begriff
  • Risk Cause

Risikofaktor

Risikofaktoren sind mögliche Ursachen für das Eintreten eines Risikos. Die DIN 69901-5:2007 fasst diesen Begriff einerseits noch weiter, indem sie allgemein "Einfluss, Geschehen oder Umstand" als Risikofaktoren benennt. Andererseits engt sie den Begriff dadurch ein, dass der Risikofaktor selbst "eintreten" und nicht nur bestehen muss.

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Bei einer wörtlichen Interpretation der DIN-Definition wäre demzufolge eine Erkrankung ein Riskofaktor für das Risiko Ressourcenausfall, nicht aber eine bestehende gesundheitliche Belastung (z.B. Bluthochdruck oder Arbeitsüberlastung). Für die Praxis des Risikomanagements empfiehlt es sich aber nicht, diese Differenzierung vorzunehmen, sondern in der Risikoanalyse alle möglichen Ursachen zu identifizieren.

Aufgabe der Risikoanalyse ist es, bei der Risikoidentifikation sowohl Faktoren als auch Indikatoren für das jeweilige Risiko herauszufinden und für die Risikobewertung, Risikovorsorge und Risikosteuerung zur Verfügung zu stellen.

Bewährte Methoden zur Bestimmung von Risikofaktoren sind das Ishikawa-Diagramm und das Multiple Cause Diagramm.

Grundsätzlich kann zwischen externen und internen Risikofaktoren unterschieden werden. Während externe Risikofaktoren (z.B. Wetter) nicht beeinflussbar, sondern bestenfalls messbar sind (Wettervorhersage), können interne Risikofaktoren (z.B. mangelnde Datensicherheit) unter Umständen direkt beseitigt werden (Beschaffung zuverlässiger Hard- und Software).

Im Idealfall können Indikatoren benannt werden, die eine Überwachung der Risikofaktoren ermöglichen. Dadurch können die Projektverantwortlichen rechtzeitig das Eintreten eines Risikos erkennen und die angemessene risikopolitische Handlungsalternative (Verhinderung, Schadensbegrenzung, Aktzeptanz, Fallback-Szenario) wählen.

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Dieser Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 02.11.2007.
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