Nach der Risikoidentifzierung und Risikobewertung ist es Aufgabe der Risikovorsorge, das kumulierte Projektrisiko so weit als möglich zu reduzieren.
Methoden der Risikovorsorge sind:
Risikovermeidung durch Eliminierung von Risikofaktoren oder Änderungen des Projektplans
Risikoverminderung durch Reduzierung von Risikofaktoren oder Verringerung der Tragweite eines Risikos
Risikoabwälzung durch vertragliche Übertragung eines Risikos auf eine andere Partei (z.B. Auftragnehmer)
Risikofinanzierung durch Bildung von Rücklagen oder Abschluss geeigneter Versicherungen
Entwicklung von Fallback-Plänen für das Eintreten von Risiken
Das Akzeptieren eines Risikos ohne das Ergreifen von irgendwelchen Maßnahmen ist zwar eine Reaktionsmöglichkeit auf ein Risiko, kann aber nicht logisch als Methode zur Risikovorsorge betrachtet werden. Dennoch wird das Akzeptieren eines Risikos in der Literatur zu den Bewältigungsstrategien von Risiken gezählt, wie z.B. im PMBOK Guide oder bei PRINCE2. Hingegen werden die Punkte "Risikofinanzierung" und "Risikoabwälzung" häufig zum Punkt "Risikoübertragung" zusammengefasst, obwohl eine Finanzierung des aufgetretenen Schadens nicht das Risiko selbst mindert.
Die nach den Maßnahmen der Risikovorsorge neu bewerteten Projektrisiken stellen die Restrisiken des Projekts dar.
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