Tragweite

Tragweite eines Risikos ist die qualitative Prognose des Umfangs, den die Auswirkungen des Risikoereignisses haben, wenn es eintritt. Üblicherweise wird die Tragweite eines Risikos in Kategorien angegeben, z.B. "niedrig", "mittel" und "hoch".

Die DIN 69901-5 definiert "Tragweite" als "Auswirkungen bzw. Folgen des Eintretens von Risikofällen, wobei die Auswirkungen sowohl materieller als auch immaterieller Natur (z.B. Öffentlichkeitswirksamkeit) sein können".

Im Gegensatz zur Tragweite ist die Schadenshöhe die quantitative, monetäre Prognose des Schadensausmaßes infolge des eingetretenen Risikoereignisses.

Bei einer qualitativen Risikobewertung werden Eintrittswahrscheinlichkeit und Tragweite in Kategorien geschätzt. Damit ein einheitliches Risikomanagement möglich wird, sollten die Skalen für diese beiden Kennzahlen einheitlich für alle Risiken angewendet werden.

Zur qualitativen Beschreibung der Risikobereitschaft einer Organisationseinheit kann ebenfalls die maximal zulässige Tragweite bestimmer Risikokategorien definiert werden, unabhängig von ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit. Z.B. kann definiert werden, dass finanzielle Projektrisiken höchstens eine niedrige Tragweite haben dürfen.

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