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Verzögerung

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Verzögerung ist die Zeitspanne zwischen dem ursprünglich geplanten und dem tatsächlichen, verspäteten Eintreten eines Termins oder Zeitpunkts.

Verzögerung

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Verzögerung ist die Zeitspanne zwischen dem ursprünglich geplanten und dem tatsächlichen, verspäteten Eintreten eines Termins oder Zeitpunkts.

Ein Vorgang als solcher kann streng genommen nicht verzögert sein, vielmehr sind sein Anfangszeitpunkt bzw. sein Endzeitpunkt verzögert. Durch interne Pufferzeiten oder Beschleunigungsmaßnahmen ist es beispielsweise möglich, dass nur der Anfangszeitpunkt eines Vorgangs verzögert ist, aber der geplante Endzeitpunkt gehalten werden kann.

Verzögerungen können also betreffen: Projektstart, Projektende, Vorgangsstart, Vorgangsende und Meilensteine. Zu unterscheiden ist dabei außerdem, ob die Verzögerung bereits eingetreten ist, oder ob sie aufgrund des Netzplans erst prognostiziert ist.

Für die Analyse einer Verzögerung und für die vertraglichen Konsequenzen ist es wesentlich, wodurch die Verzögerung bedingt ist. Mögliche Gründe sind:

  • Planungsfehler (Beispiel: Nichtberücksichtigung von Trocknungszeiten im Bau)
  • Eingetretene Risiken (Beispiel: Überschwemmung des Baugebiets)
  • Verzögerung durch extern verantwortete Vorgänge (Beispiel: verspätete Lieferung von Material)
  • Verzögerung durch intern verantwortete Vorgänge (Beispiel: Abzug von Ressourcen aus dem Projekt)
Verzögerungen sind in Projekten unvermeidlich, wenn man nicht unverantwortlich großzügig plant. Die Kunst der Projektsteuerung besteht darin, pönalisierte Termine möglichst einzuhalten und dafür unter Umständen nicht pönalisierte Termine erheblich mehr zu verzögern als notwendig. Umgekehrt ist beim Vertragsterminplan sorgfältig auszuhandeln, welche Verzögerungen mit Konventionalstrafen belegt werden.

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