Terminrisiko

Terminrisiko ist die Gefahr, dass zu einem verbindlich festgelegten Termin eine vereinbarte LeistungLeistungLeistung im allgemeinen Sprachgebrauch des Projektmanagements ist der den vereinbarten Anforderungen genügende und monetär bewertete Output eines Projektprozesses. nicht erbracht werden kann. Terminrisiken sind somit Risiken, die Auswirkung auf die Steuerungsgröße Zeit haben.

Terminrisiko

Terminrisiko ist die Gefahr, dass zu einem verbindlich festgelegten Termin eine vereinbarte LeistungLeistungLeistung im allgemeinen Sprachgebrauch des Projektmanagements ist der den vereinbarten Anforderungen genügende und monetär bewertete Output eines Projektprozesses. nicht erbracht werden kann. Terminrisiken sind somit Risiken, die Auswirkung auf die Steuerungsgröße Zeit haben.

In Projekten der Finanzbranche ist der Begriff Terminrisiko noch enger gefasst und steht für eine nicht ausreichende LiquiditätLiquiditätDie Liquidität eines Unternehmens gibt an, in welchem Grade es im Stande ist, seine Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Projekte sind meist in besonderer Weise auf die Liquidität des Projektträgers angewiesen, da die Abschlusszahlung durch den Auftraggeber erst nach erfolgreichem Projektabschluss erfolgt, die Kosten aber bereits während der Projektabwicklung entstehen. zu einem Zahlungstermin. Neben Zahlungsterminen sind der EndterminEndterminDer kalendarisch festgelegte Zeitpunkt, der das Ende eines Vorgangs definiert. Der Endtermin kann durch Randbedingungen fest vorgegeben sein oder sich aus der Lage des Vorgangs nach erfolgter Terminplanberechnung ergeben. Der PMBOK(R) Guide unterscheidet nicht zwischen Endtermin und Endzeitpunkt. des Projekts, Meilensteine und Phasenübergänge typische Termine, die mit Terminrisiken verbunden sind.

Zur Quantifizierung des Terminrisikos können Vertragsstrafen (Konventionalstrafe, Pönale) vereinbart werden, die z.B. pro VerzögerungVerzögerungVerzögerung ist die Zeitspanne zwischen dem ursprünglich geplanten und dem tatsächlichen, verspäteten Eintreten eines Termins oder Zeitpunkts. der Fertigstellung um einen Tag einen bestimmten Prozentsatz des Auftragsvolumens als Strafe für den Verursacher festlegen. Die Durchsetzung von Vertragsstrafen ist Bestandteil des Nachforderungsmanagements.

Zur Behandlung von Terminrisiken bieten sich u.a. als Gegenmaßnahmen an:

  • Einplanung von ausreichenden Pufferzeiten bei kritischen Vorgängen
  • Vorhalten von alternativen Zeitplänen (z.B. mit vorgezogenen Vorgängen)
  • Vorhalten von Ressourcenkapazität, z.B. durch Zeitarbeitsfirmen
  • Abwälzung des Risikos auf Unterauftragnehmer
  • Zergliederung kritischer Vorgänge zur schnelleren Identifikation von Risikofaktoren
  • Abschließen von geeigneten Versicherungen

     

Während des Projekts ist die Vermeidung von Verzögerungen neben der Vermeidung von Kostenüberschreitungen die wichtigste Aufgabe des Controllings und der SteuerungSteuerungPlanen, Überwachen und Steuern sind die Haupttätigkeiten des/der Projektmanager(in). Überwachung und Steuerung sind eine untrennbare Einheit, "Controlling" integriert sie weitgehend zu einem einzigen Begriff. Dabei umfasst Controlling alle Aspekte der Überwachung. Steuerung kann jedoch deutlich über Controlling hinausgehen, insbesondere wenn man den in der HOAI definierten Begriff der Projektsteuerung (s.d.) betrachtet..

Als Methoden bieten sich hierfür die Meilensteintrendanalyse und das Earned Value ManagementEarned Value ManagementEarned Value Management ist die Standardmethode des PMBOK(R) Guide für Projekt-Controlling. Sie wurde 1967 vom US-amerikanischen Verteidigungsministerium verpflichtend für Auftragnehmer eingeführt. Im Dokument DODI 7000.2 (Department of Defence Instruction) "Performance Measurements for Selected Acquisitions" wurde sowohl die Projektstrukturierung (Contractual Work Breakdown Structure) als auch die Fortschrittsmessung mit Earned Value beschrieben. Der Inhalt von DODI 7000.2 ist auch bekannt unter den Bezeichnungen "Cost/Schedule Control System Criteria (C/SCSC)" bzw. "C-Spec". an. Während die Meilensteintrendanalyse sich ausschließlich auf den zeitlichen Aspekt konzentriert, verbindet die Earned Value Analyse Zeit- und Kostenaspekte miteinander. So berechnet sie den Schedule Performance IndexSchedule Performance IndexDer Schedule Performance Index (SPI) ist die zeitbezogene Leistungskennzahl des Earned Value Managements . Er wird gebildet aus dem Verhältnis von Earned Value und Planned Value . als Verhältnis von Earned Value zu den zum gleichen StichtagStichtagEin Stichtag ist ein absolut oder relativ festgelegter Termin, der als Referenzpunkt für die Auswertung von erfassten Projektdaten und die Projektplanung dient. Stichtage können im Voraus unabhängig vom Projektfortschritt definiert werden (z.B. Quartalsberichte) oder an das Eintreten eines Ereignisses geknüpft werden (z.B. Phasenabschluss). geplanten Kosten.

Um ein drohendes Terminrisiko abzuwenden, muss versucht werden, eine bereits entstandene Verzögerung dadurch zu kompensieren, indem der verbleibende Teil des Projekts schneller als geplant durchgeführt wird. Dies ist in der Regel mit einer Erhöhung der Kosten verbunden, den sogenannten Beschleunigungskosten.

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