Meilenstein

"Meilenstein" ist auch einer der bekanntesten Fachbegriffe des Projektmanagements. Die DIN 69900:2009.1: "Projektmanagement – Netzplantechnik: Beschreibungen und Begriffe" definiert ihn als hervorgehobenes EreignisEreignisEin Ereignis ist in der Netzplantechnik ein Ablaufelement, das durch nur eine Zeitangabe definiert ist und somit keine Dauer hat.. Der PMBOK(R) GuidePMBOK(R) GuideDer PMBOK® Guide ist die US-amerikanische Norm für Projektmanagement und wird vom Project Management Institute (PMI®) herausgegeben. 2004 ergänzte dies um "usually completion of a major deliverable", d.h. die Fertigstellung eines bedeutenden Projektergebnisses. Im PMBOK(R) Guide 2008 wird der "Milestone" nur noch als "significant point or event in the project" bezeichnet.

Meilenstein

"Meilenstein" ist auch einer der bekanntesten Fachbegriffe des Projektmanagements. Die DIN 69900:2009.1: "Projektmanagement – Netzplantechnik: Beschreibungen und Begriffe" definiert ihn als hervorgehobenes EreignisEreignisEin Ereignis ist in der Netzplantechnik ein Ablaufelement, das durch nur eine Zeitangabe definiert ist und somit keine Dauer hat.. Der PMBOK(R) GuidePMBOK(R) GuideDer PMBOK® Guide ist die US-amerikanische Norm für Projektmanagement und wird vom Project Management Institute (PMI®) herausgegeben. 2004 ergänzte dies um "usually completion of a major deliverable", d.h. die Fertigstellung eines bedeutenden Projektergebnisses. Im PMBOK(R) Guide 2008 wird der "Milestone" nur noch als "significant point or event in the project" bezeichnet.

"Meilenstein" ist auch einer der bekanntesten Fachbegriffe des Projektmanagements. Die DIN 69900:2009.1: "Projektmanagement – Netzplantechnik: Beschreibungen und Begriffe" definiert ihn als hervorgehobenes Ereignis. Der PMBOK(R) Guide 2004 ergänzte dies um "usually completion of a major deliverable", d.h. die Fertigstellung eines bedeutenden Projektergebnisses. Im PMBOK(R) Guide 2008 wird der "Milestone" nur noch als "significant point or event in the project" bezeichnet.

Meilenstein in der DIN 69901:2009

Im Prozessmodell der DIN 69901-2 gibt es den eigenen Prozess "Meilensteine definieren" (Prozess D.1.1). Dieser Prozess benötigt die Projektziele, Projektinhalte und die Grobstruktur als Eingangsgrößen. In ihm werden die Meilensteine definiert und beschrieben sowie ein Meilensteinplan mit (vorläufigen) Terminen erstellt. Dieser Meilensteinplan ist Eingangsgröße für den Prozess "Terminplan erstellen" (Prozess P.1.2).

Meilenstein im PMBOK(R) Guide

Im Prozess "Define Activities" wird neben der VorgangslisteVorgangslisteDie Vorgangsliste ist eine tabellarische Aufzählung von Vorgängen eines Projekts. Die vollständige Vorgangsliste ist Ergebnis der Vorgangsdefinition. Bei jedem weiteren Planungsschritt erhalten die einzelnen Vorgänge weitere Eigenschaften zugeordnet. Mindestens muss sie die Vorgangsbezeichnung und die Vorgangskennung enthalten. Welche Vorgänge und welche weiteren Vorgangseigenschaften sie enthält, hängt von ihrem Adressaten und ihrem Zweck ab. Für die Ausführenden wird sie z.B. Termine und Aufgabenbeschreibung enthalten, für den Controller hingegen Ist- und Sollwerte der Kostengrößen. mit Vorgangsattributen ebenfalls die Meilensteinliste erstellt. Unterschieden wird dabei zwischen verpflichtenden Meilensteinen, z.B. aufgrund von Vertragsvereinbarungen, und optionalen Meilensteinen. Die Meilensteinliste ist Eingangsgröße für den Prozess "Sequence Activities".

Meilenstein bei PRINCE2PRINCE2PRINCE2 ® ist ein vollständiges Projektmanagement-System, bestehend aus Prozessdefinitionen, Rollenbeschreibungen, Vorlagen für Management-Produkte und Methoden. Das Akronym "PRINCE" steht für "PRojects IN Controlled Environment".

Während PRINCE2 bis zur Version 2005 den Begriff des Meilensteins nicht einmal im Stichwortverzeichnis hatte, greift die aktuelle Version 2009 das Arbeiten mit Meilensteinen explizit auf. Bis einschließlich Version 2005 traten an Stelle der traditionellen Meilensteine bei PRINCE2 die Phasenübergänge und das ProduktflussdiagrammProduktflussdiagrammDas Produktflussdiagramm ist ein Meilensteinnetzplan, dessen Meilensteine die Produkte des Projekts sind. Das Produktflussdiagramm ist Bestandteil der Produktbasierten Planung bei PRINCE2. Durch Einführung des Begriffs "Control Point", der sowohl Meilensteine als auch Phasenübergänge übergreifend bezeichnet, schafft PRINCE2:2009 eine begriffliche und methodische SchnittstelleSchnittstelleSchnittstellen sind definierte Projektmanagementprozesse zur Übergabe von Informationen und Produkten zwischen Elementen des Projekts. zu den anderen PM-Systemen. Im Thema "Pläne" setzt PRINCE2 die Meilensteine allerdings erst ein, nachdem der Terminplan erstellt wurde. Die Logik dabei ist, dass der Terminplan durch das Produktflussdiagramm und die RessourcenverfügbarkeitRessourcenverfügbarkeitDie Ressourcenverfügbarkeit beschreibt, zu welcher Zeit , an welchem Ort und mit welcher Kapazität eine Ressource eingesetzt werden kann und bisher für keine Aufgabe eingeplant ist. bestimmt wird, während die Meilensteine geeignet gesetzte Überwachungspunkte sind. Meilensteine dienen dementsprechend bei PRINCE2 lediglich der Fortschrittsüberwachung, Entscheidungen über Fortführung oder Beendigung des Projekts werden nach wie vor an den Phasenübergängen getroffen.

Meilenstein in der ICB 3.0

Die ICB 3.0 führt im Kompetenzelement "Time & Project Phases" nicht explizit die Definition von Meilensteinen als möglichen Prozessschritt auf. Aber sie erwähnt Meilensteine als Möglichkeit, um bestimmte Ziele terminlich festzulegen oder um Phasengrenzen zu definieren.

Erläuterungen und Kommentar

Um den Begriff des Meilensteins im Projektmanagement zu verstehen, ist es sinnvoll, ihn zunächst als "Ereignis" im Sinne der Netzplantechnik zu betrachten, d.h. als ein "Ablaufelement, das das Eintreten eines bestimmten Zustandes beschreibt." Ein Meilenstein ist deshalb durch einen ZeitpunktZeitpunktIn der Netzplantechnik wird mit " Zeitpunkt " ein Punkt auf einer frei gewählten Zeitachse bezeichnet, solange diese noch nicht auf die Echtzeit abgebildet ist. bzw. einen Termin und ein überprüfbares, mit "Ja" oder "Nein" zu beantwortendes Kriterium beschrieben. Nicht sinnvoll ist es demzufolge, dass ein Meilenstein einen AnfangszeitpunktAnfangszeitpunktDer relativ zu einem Nullpunkt auf der Zeitachse (z.B. Projektstart) festgelegte Zeitpunkt, der den Beginn eines Vorgangs definiert. Der Anfangszeitpunkt kann relativ zum Bezugspunkt fest vorgegeben sein oder sich aus der Lage des Vorgangs nach erfolgter Terminplanberechnung ergeben. Der PMBOK(R) Guide unterscheidet nicht zwischen Anfangstermin und Anfangszeitpunkt., eine DauerDauerDauer ist die Zeitdifferenz zwischen Endzeitpunkt und Anfangszeitpunkt einer Aktivität (z.B. Aufgabe, Vorgang, Projekt). Dauern können in kalendarischen Zeiteinheiten oder in Einheiten der Arbeitszeit angegeben sein. oder einen EndzeitpunktEndzeitpunktDer relativ zu einem Nullpunkt auf der Zeitachse (z.B. Projektstart) festgelegte Zeitpunkt, der das Ende eines Vorgangs definiert. Der Endzeitpunkt kann relativ zum Bezugspunkt fest vorgegeben sein oder sich aus der Lage des Vorgangs nach erfolgter Terminplanberechnung ergeben. Der PMBOK(R) Guide unterscheidet nicht zwischen Endtermin und Endzeitpunkt. hat.

Über seine Funktion als Ablaufelement hinaus erhält der Begriff Meilenstein unterschiedliche Gewichtungen und Bedeutungen hinsichtlich seiner Funktionen für Planung, Überwachung und SteuerungSteuerungPlanen, Überwachen und Steuern sind die Haupttätigkeiten des/der Projektmanager(in). Überwachung und Steuerung sind eine untrennbare Einheit, "Controlling" integriert sie weitgehend zu einem einzigen Begriff. Dabei umfasst Controlling alle Aspekte der Überwachung. Steuerung kann jedoch deutlich über Controlling hinausgehen, insbesondere wenn man den in der HOAI definierten Begriff der Projektsteuerung (s.d.) betrachtet..

Meilensteine in der ProjektplanungProjektplanungProjektplanung ist der Prozess, Ablauf, Umfang, Kosten, Ressourcen, Qualität und andere Aspekte eines Projekts zu planen.

Meilensteine werden bei einer Bottom-up-Planung dort in den fertig gestellten Terminplan eingesetzt, wo die Abarbeitung der Arbeitspakete ein größeres Ergebnis zu Stande gebracht haben wird. Anhand dieser Meilensteine wird der ProjektfortschrittProjektfortschrittProjektfortschritt ist das Verhältnis der zu einem Stichtag erbrachten Leistungen zum gesamten vereinbarten Leistungsumfang des Projekts. gemessen und gegebenenfalls Entscheidungen über den weiteren Projektfortgang gefällt. Dies ist im Wesentlichen das von PRINCE2 beschriebene Vorgehen.

Bei einer Top-down-Planung werden als erstes die Meilensteine gesetzt und dieses Meilensteingerüst z.B. den untergeordneten Abteilungen als Vorgabe für die Projektplanung vorgelegt. Der Terminplan richtet sich dann nach den als Rahmenbedingungen geltenden Meilensteinen. Dies ist im Wesentlichen der von DIN 69901-2 und dem PMBOK GuidePMBOK GuidePMBOK Guide ist eine Abkürzung von Guide to the Project Management Body of Knowledge beschriebene Ansatz.

Bei einer rollenden Planung dienen die Meilensteine auch dazu, die Planungsabschnitte zu definieren. Um bei einer rollenden Planung ohne Verzug mit dem nächsten Planungsabschnitt fortfahren zu können, muss man den Projektplan immer mindestens bis zum übernächsten Meilenstein erstellen.

Meilensteine in der Überwachung

Meilensteine bzw. Meilensteinpläne erlauben eine schnelle und einfache Orientierung über den ProjektablaufProjektablaufDer Projektablauf ist der tatsächliche Verlauf des Projekts, während der Ablaufplan den geplanten Verlauf beschreibt. Im Gegensatz zur Projektplanung, geschieht die operative Projektarbeit im konkreten Projektumfeld. Den Schätzwerten der Planung treten die tatsächlichen Werte (für Personalaufwand, Zeit, Kosten) gegenüber. Projektleiter, Projektmanager, Lenkungsausschuss und andere Projektbeteiligte haben die Aufgabe, den Projektablauf möglichst nah an den Vorgaben des Ablaufplans zu halten.. LenkungsausschussLenkungsausschussDer Lenkungsausschuss ist das verbindende Gremium zwischen Projekt- und Unternehmensorganisation. Seine Funktion und Rolle ist jedoch nicht einheitlich festgelegt. und Führungskräfte orientieren sich deshalb in erster Linie an der zeitlichen und inhaltlichen Erfüllung von Meilensteinen. Damit eine Projektüberwachung mit Meilensteinen sinnvoll möglich ist, müssen bei der Projektplanung einerseits ausreichend viele Meilensteine definieren, so dass in nicht zu großen Abständen der Projektfortschritt einfach überprüft werden kann. Andererseits muss man ihre Zahl überschaubar halten, so dass effizientes ControllingControllingControlling ist die Überwachung und Steuerung eines Managementobjekts. Siehe Projektcontrolling . möglich ist.

Eine traditionelle Methode der Projektüberwachung mit Meilensteinen ist die sogenannte MeilensteintrendanalyseMeilensteintrendanalyseDie Meilensteintrendanalyse ist eine sehr effektive Methode zur Überwachung des inhaltlichen Projektfortschrittes. Voraussetzungen sind die Definition einer ausreichenden Zahl aussagekräftiger Meilensteine und die regelmäßig Durchführung eines Projekttreffens (Jour Fixe), bei dem die Terminvereinbarungen überprüft werden. Der ProjektManager bezeichnet das Meilensteintrenddiagramm sogar als eines der wichtigsten Instrumente des Projektmanagements. Allerdings ist die MTA hauptsächlich im deutschen Sprachraum verbreitet und wird auch nur bei bestimmten Unternehmen eingesetzt. (s.d.)

Meilensteine in der ProjektsteuerungProjektsteuerungProjektsteuerung ist die wichtigste Aufgabe des Projektmanagers während der Projektdurchführung und umfasst alle Tätigkeiten, die darauf abzielen, die Ist-Werte des Projekts (z.B. Termine, Kosten, Ergebnisse) innerhalb der gesetzten Toleranzen möglichst nahe an den Planwerten zu halten.

Es gibt vier Steuerungsmaßnahmen mit Meilensteinen:

  • Einen Meilenstein früher als ursprünglich geplant setzen, um das Projekt zu beschleunigen.
  • Einen Meilenstein später als ursprünglich geplant setzen, um Verzögerungen ausgleichen zu können.
  • Einen oder mehrere Meilensteine aus dem Projektplan entfernen, um mehr Freiheiten für die Aktualisierung des Terminplans zu gewinnen.
  • Einen oder mehrere Meilensteine zusätzlich in den Terminplan einfügen, um die Überwachung zu intensivieren und so Abweichungen früher erkennen zu können.
Die Steuerung mit Meilensteinen ist sehr grob und kann leicht zu unvorhergesehenen Nebenwirkungen führen, z.B. im Kostenbereich. Sie eignet sich deshalb in erster Linie als Schnittstelle zwischen miteinander in Verbindung stehenden Projekten oder zwischen Projekt und Programm-ManagementProgramm-ManagementProgramm-Management bedeutet im Kontext des Projektmanagements die Initiierung, Planung, Überwachung und Steuerung eines Programms, um mit diesem ein für die Trägerorganisation wichtiges Ziel umzusetzen. Die Richtlinien des Projektmanagements behandeln seit ca. 2000 den Begriff "Programm-Management"; z.B. erstellte das OGC im Jahr 1999 die erste Version der Richtlinie "Managing Successful Programmes" und das PMI im Jahr 2004 die erste Version seines "The Standard for Program Management". Die IPMA behandelt das Thema Programm-Management erstmals mit der 2006 erschienenen ICB 3.0..

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