05
Jan 2018
Meilenstein – Der Projektmanagement-Blog

Bericht von der 4. Delegiertenversammlung der GPM: "Die Ampeln stehen auf Grün"

Am 24. November tagte in Nürnberg wieder die Delegiertenversammlung der GPM Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement e.V., zum insgesamt vierten Mal. Als höchstes Organ des Vereins ist die Delegiertenversammlung für die Entlastung der anderen Organe, die Genehmigung des Jahresbudgets, die Wahl der Präsidiumsmitglieder sowie der Mitglieder anderer Organe und Beschlussfassung zu zentralen Entscheidungen zuständig.

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Knackpunkt Informationsfluss

Nach der 2. Delegiertenversammlung im Juni 2016 schrieb ich, "wir in der GPM sollten die Vergangenheit nun Vergangenheit sein lassen und nach vorne blicken". Knapp anderthalb Jahre später muss ich einsehen, dass mein damaliger Appell teilweise überhört wurde: Häufig haperte es in der Zusammenarbeit zwischen den Hauptamtlichen Mitarbeitern und den von den Delegierten Gewählten.

Konkret knirschte es beim Informationsaustausch zwischen dem Präsidium und den gewählten Gremien, Vertreter letzterer hatten sich hier einen stetigeren Fluss an Informationen gewünscht. Als Delegierte hatte ich oftmals den Eindruck, dass die Zusammenarbeit nicht optimal war, ohne hier weiter ins Detail gehen zu wollen. Ich neige dazu, den Blick nach vorne zu richten, zudem hat sich mittlerweile die Situation im Präsidium grundlegend gewandelt.

Rücktritt im Präsidium

Ende Oktober überschlugen sich die Ereignisse: Am 23. Oktober trat Vizepräsident Jürgen Engelhardt als Vizepräsident zurück – mit sofortiger Wirkung und "aus persönlichen Gründen". Engelhardt war vor seiner Wahl in das erste hauptamtliche Präsidium der GPM im September 2015 viele Jahre als Geschäftsführer der GPM tätig gewesen.

Seitdem führt Herr Prof. Dr. Klausing die GPM alleine. Es ist zunächst nicht vorgesehen, die Position des Vizepräsidenten neu zu besetzen. Herr Prof. Dr. Klausing hat die Wochen seit dem Rücktritt von Herrn Engelhardt intensiv genutzt, um die Zusammenarbeit mit den Gremien zu verbessern. Beispielsweise handelte er mit dem Wirtschaftsausschuss das Budget bis in die einzelnen Posten aus. Prof. Dr. Klausing und auch der Wirtschaftsausschusss berichteten, dass die Arbeit in dieser Detailtiefe zwar sehr anstrengend war, aber durch diese und weitere Anstrengungen haben sich die Gremien und das Präsidium wieder angenähert und neues Vertrauen aufgebaut.

Der Neustart ist geglückt

So verwundert es nicht, dass die Delegierten auf Empfehlung des Wirtschaftsausschusses das Budget für 2018 verabschiedeten. Des Weiteren wurden auf Empfehlung der Gremien der Präsidialrat und Prof. Dr. Klausing als Präsident für das Geschäftsjahr 2016 entlastet. Anschließend wählte die Delegiertenversammlung einen neuen Präsdialrat. Die neu gewählten Mitglieder werden demnächst von der GPM bekannt gegeben.

Ich habe das Gefühl, dass Herr Prof. Dr. Klausing ehrlich bestrebt ist, das Verhältnis zwischen Gremien und Präsidium ernsthaft zu verbessern. Dieser neue Spirit war auf der Delegiertenversammlung auch deutlich zu spüren. Wenn die Zusammenarbeit zwischen Gremien und Präsidium "flutscht", können die Delegierten auch leichter loslassen und müssen nicht mehr in Mikromanagement-Manier jedes Detail diskutieren.

In diesem Sinne richte ich ein weiteres Mal den Blick in die Zukunft und hoffe, dass die Zusammenarbeit auf eine professionelle Grundlage gestellt wird und Präsidium und Gremien konstruktiv kooperieren. Ich möchte dazu das Schlusswort zur Delegiertenversammlung von Herrn Prof. Dr. Klausing zitieren: "Die Ampeln stehen auf Grün."

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