Positive Psychologie für Projektleitende Führen ohne Macht im Projekt: Wie das PERMA-Modell Teams stärkt

Teil 2:
Beziehungen, Sinn und Erfolge im Projekt gestalten
Führen ohne Macht: PERMA-Modell stärkt Projektteams

Wenn Projekte Stabilität und Orientierung brauchen, werden Beziehungen, Sinn und Erfolge entscheidend. Das PERMA-Modell zeigt, wie Vertrauen, Motivation und Zusammenarbeit gestärkt werden. Teil 2.

Management Summary

Positive Psychologie für Projektleitende Führen ohne Macht im Projekt: Wie das PERMA-Modell Teams stärkt

Teil 2:
Beziehungen, Sinn und Erfolge im Projekt gestalten
Führen ohne Macht: PERMA-Modell stärkt Projektteams

Wenn Projekte Stabilität und Orientierung brauchen, werden Beziehungen, Sinn und Erfolge entscheidend. Das PERMA-Modell zeigt, wie Vertrauen, Motivation und Zusammenarbeit gestärkt werden. Teil 2.

Management Summary

Im ersten Teil dieser Artikelreihe stand im Mittelpunkt, wie "Positive Emotionen" und "Engagement" dazu beitragen, dass Projekte lebendig, ihre Mitarbeitenden motiviert und resilient bleiben. Der Blick richtete sich dabei auf Stimmung, Motivation und die Frage, wie Menschen in ihren Stärken aufgehen können.

Jetzt schließen wir den Kreis: Mit den PERMA-Faktoren R (Relationships), M (Meaning) und A (Accomplishment) rücken die sozialen, sinnstiftenden und leistungsbezogenen Dimensionen von Projektarbeit in den Fokus.

Gerade in Projektkonstellationen (mit wechselnden Teams, Matrixstrukturen und oft begrenzter formaler Macht) sind diese drei Faktoren entscheidend. Sie bestimmen, ob Menschen einander vertrauen, ob sie wissen, wofür sie sich anstrengen, und ob sie spürbar erleben, dass sich ihr Einsatz lohnt.

R wie Relationships: psychologische Sicherheit statt Einzelkämpfertum

Dass der Mensch ein soziales Wesen ist, klingt ein wenig abgegriffen, ist aber mehr als eine Floskel. Im beruflichen Kontext entscheiden Beziehungen oft darüber, ob Menschen bleiben, ob sie sich einbringen oder innerlich kündigen. Viele kennen den Satz: "Menschen verlassen nicht Unternehmen, sondern Führungskräfte." Genauso wahr ist aber: Viele bleiben wegen ihres Teams. Und doch sind nicht alle Menschen gleich und brauchen nicht die gleiche Intensität an Beziehungen sowie den ständigen Austausch mit anderen Menschen.

Gut funktionierende Beziehungen im Projektteam bedeuten:

  • Toleranz und Wahrnehmung der individuellen Präferenzen
  • Verlässlichkeit und Vertrauen im Miteinander
  • gegenseitige Unterstützung unter Druck
  • offene und ehrliche, aber auch wertschätzende Kommunikation (auch über Fehler)

Ein dynamisches, aber vertrauensvolles Miteinander stützt nicht nur fachliche Zusammenarbeit, sondern stärkt auch das Gefühl, sich aufeinander verlassen und vertrauen zu können. Wer sich zugehörig fühlt, erlebt messbar mehr Wohlbefinden, Sicherheit und Stabilität.

Psychologische Sicherheit als Rückgrat guter Projektarbeit

Moderne Projektarbeit verlangt eine Fehlerkultur, in der Scheitern nicht als persönliches Versagen, sondern als Lernmoment verstanden wird. Das klappt nur, wenn Menschen keine Angst davor haben, Risiken anzusprechen, Zweifel zu äußern oder eine kritische Frage zu stellen. Und alle Beteiligten sollten zugleich das Gefühl haben, dass die Fehler nicht leichtsinnig oder unbedacht verursacht wurden.

Gute Beziehungen sind hier das Sicherheitsnetz. Wenn ich weiß, dass mein Team hinter mir steht, werde ich eher:

  • zuhören, wenn ich kritische Fragen oder auch Anregungen erhalte
  • einen potenziellen Fehler frühzeitig ansprechen
  • um Hilfe bitten, bevor es eskaliert
  • Verantwortung übernehmen, statt sie zu leugnen oder zu verschieben

Projektleitungen, Scrum Master und agile Coaches gestalten diese Sicherheit mit: über Sprache, Reaktionen und den Umgang mit Fehlern. Der Ton nach einem Missgeschick wirkt oft nachhaltiger als jede Projektmethodik.

Unterschiedlich ticken – und trotzdem gut zusammenarbeiten

In Teamentwicklungen zeigt sich immer wieder: Menschen verstehen unter "guter Zusammenarbeit" Unterschiedliches. In Brainstormings tauchen dazu Begriffe wie respektvoll, wertschätzend, verlässlich fast reflexartig auf. Doch was heißt das konkret?

Fortsetzungen des Fachartikels

Teil 1:
Motivation und Engagement im Projekt fördern

Wenn Weisungsbefugnis fehlt, braucht es andere Hebel, um Teams zu stärken. Das PERMA-Modell zeigt, wie Positive Psychologie Orientierung gibt, Zusammenarbeit fördert und durch anspruchsvolle Projektphasen trägt. Teil 1.

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