Professionelle Angebotserstellung leicht gemacht

Gleichgültig welche Art von Projekten Sie durchführen: ein gutes Angebot gehört zur guten Projektvorbereitung. Das gilt insbesondere für Software-Projekte mit geringerem Projektvolumen. In diesem Artikel fasst Olaf Clausen die wichtigsten Bestandteile eines Angebots zusammen, gibt praktische Tipps und zeigt, wie ein Angebot einfach und schnell erstellt werden kann und trotzdem aussagekräftig bleibt. Zum Artikel finden Sie zwei Beispielangebote mit Berechnungsmakros in Microsoft Word, die Sie leicht an Ihre Bedürfnisse anpassen können.

Darauf müssen Sie achten

Gleichgültig welche Art von Projekten Sie durchführen: ein gutes Angebot gehört zur guten Projektvorbereitung. Das gilt insbesondere für Software-Projekte mit geringerem Projektvolumen. Im folgenden wollen wir die Angebotserstellung unter dem Gesichtpunkt beleuchten, dass es einfach und schnell erstellt werden kann und trotzdem aussagekräftig bleibt. Außerdem soll es bei den weiteren Projektabschnitten (Projektplan, Pflichtenheft) weiterverwendet werden. Zu diesem Aspekt erscheint ein weiterer Artikel in einer der nächsten Ausgaben.

Maximal 1,5 Tage für eine Angebotsposition

Bevor Sie anfangen, fragen Sie sich, wer Ihr Angebot eigentlich liest. Verwenden Sie eine Terminologie, die der Empfänger auch versteht. Gehen Sie so vor, dass Sie die einzelnen Aufgaben in kleine Schritte zergliedern, die maximal 1,5 Arbeitstage umfassen.

Ziel ist es, die Arbeitszeit so realistisch wie möglich abzuschätzen, da wir unser Angebot als Grundlage für die nächsten Projektschritte (z.B. Meilensteinplanung) weiterverwenden wollen. Grob formulierte Arbeitsschritte, wie z.B. "Modul 1 dauert 10 Arbeitstage", vereinfachen die Arbeit bei der Erstellung des Projektplans nicht und werfen immer wieder Diskussionen mit dem Kunden auf, warum die Fertigstellung nicht auch in einer kürzeren Arbeitszeit möglich sei.

Die Erfahrung hat gezeigt, dass der Kunde immer versuchen wird, größere Blöcke zu reduzieren. Umfassen Ihre Angebotspositionen maximal 1,5 Tage, so können diese zwar auch zu Diskussionen Anlass geben. Sie können allerdings kaum reduziert, sondern lediglich beibehalten oder ganz gestrichen werden.

Im Falle der Streichung reduziert sich aber auch gleichzeitig der Arbeitsaufwand. Es ist nicht ratsam denn Aufwand zu gering abzuschätzen, nur um einem möglichst hohen Tagessatz ausweisen zu können.

Relative Termine für die Fertigstellung

Bei Angebotsaufforderungen werden mit Bemerkungen wie "dringend" oder "so schnell, wie möglich" selten gespart. Entscheidungen lassen dann erfahrungsgemäß leider auf sich warten. Wenn es dann endlich zur Beauftragung kommt, dann soll das Projekt natürlich morgen losgehen.

Notieren Sie bei jeder Position Ihres Angebotes daher, welchen

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