50/50-Methode

Die 50/50-Methode dient in der Earned Value Analysis zur Bewertung des Fertigstellungsgrads eines Vorgangs oder Arbeitspakets. Hierbei trägt ein Vorgang, sobald er begonnen wurde, mit 50% zum Earned Value (Fertigstellungswert) bei. Mit der Abnahme des erreichten Ergebnisses werden die restlichen 50% der geplanten Kosten ebenfalls dem Earned Value zugerechnet.

Die 50/50-Methode stellt einen Kompromiss aus der 0/100-Methode und der Schätzung des Fertigstellungsgrads dar. Sie birgt die große Gefahr, dass aus kosmetischen Gründen zur Verbesserung der Performance-Indices Vorgänge als begonnen erklärt werden, obwohl sie noch nicht tatsächlich bearbeitet werden.

Neben ihr werden auch die 0/100-Methode, die 20/80-Methode, die Schätzung des Fertigstellungsgrads oder indirekt die Schätzung des Restaufwands eingesetzt.

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