Der US-amerikanische Designer David Kelley konzipierte und veröffentlichte den Design-Thinking-Prozess in den 80er und 90er Jahren. Ebenfalls zur Entwicklung von Design Thinking trugen die an der Stanford University lehrenden Professoren Terry Winograd und Larry Leifer trugen bei. Die von David Kelley gegründete Design-Agentur IDEO vermarktet Design Thinking weltweit. Wesentlich zur Verbreitung von Design Thinking trug das Hasso-Plattner-Institut bei. Die HPI School of Design Thinking bildet seit 2007 im Design Thinking aus. Der grundlegende Ansatz von Design Thinking ist unter verschiedenen Begriffen und in sehr unterschiedlichen Varianten in der Literatur und im Internet zu finden.

Der eigentliche Design-Thinking-Prozess läuft in sechs Schritten ab:

  1. Verstehen (Understand): Der AuftraggeberAuftraggeberDer Auftraggeber eines Projekts ist der wichtigste Projektbeteiligte (Stakeholder). Er erteilt den Auftrag und ist der Vertragspartner, der über den Erfolg des Projekts endgültig entscheidet. erläutert dem Design-Thinking TeamTeamEin Team ist eine Gruppe von Personen, die gemeinsam eine Aufgabe erledigen sollen. Meist besteht innerhalb des Teams keine formelle Hierarchie. Grundidee der Arbeit im Team ist das Zusammenwirken ergänzender Fähigkeiten und Fertigkeiten der Teammitglieder, um ein Ergebnis zu erreichen, das für jedes einzelne Teammitglied allein nicht leistbar gewesen wäre. die Aufgabenstellung.
  2. Beobachten (Observe): Die Team-Mitglieder beobachten und dokumentieren möglichst unvoreingenommen den Kunden im Kontext der Aufgabenstellung.
  3. Synthese definieren / (Point of View): Das Team trägt die einzelnen Beobachtungen zusammen und versucht, eine gemeinsame Perspektive zu entwickeln.
  4. Ideen finden (Ideate): Auf Basis der Beobachtungen und aus der gemeinsamen Perspektive heraus sammelt das Team Ideen für das neu zu entwickelnde ProduktProduktAus Projektsicht ist ein Produkt die im Lastenheft beschriebene, zu erbringende Leistung des Projekts. Meistens muss ein Projekt mehrere Produkte erstellen, um den vereinbarten Leistungsumfang zu erbringen. Die Auflistung aller zu erstellenden Produkte eines Projekts ist das sog. Leistungsverzeichnis . Die Menge aller Produkte eines Projekts definieren den sog. Projektumfang (Inhalt und Umfang, Scope). bzw. Lösungsansätze für die Aufgabenstellung. Das Team beschließt, welche Idee in einen Prototypen umgesetzt wird.
  5. Prototypen entwickeln (Prototype): Gemeinsam erstellen die Team-Mitglieder einen oder mehreren Prototypen.
  6. Testen (Test): Die Testkunden prüfen den Prototypen und geben dem Design-Thinking-Team Feedback über die Eignung des Prototypen. Je nach Feedback erfolgt danach ein Rücksprung zu Schritt 4 oder zu früheren Schritten.

Fachbeiträge zu Design Thinking

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Entwickeln Sie innovative, nutzenbringende und umsetzbare Lösungen für komplexe Aufgaben gemeinsam mit den Kunden in einem kreativen und interdisziplinären Team!
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Teil 1:
Der Prozess in der Übersicht

Design Thinking bezeichnet einen Denkansatz zur Produktentwicklung, bei dem stets der spätere Anwender im Mittelpunkt steht. Genau wie der daraus abgeleitete Prozess, stammt der Denkansatz aus dem Silicon Valley.

Eine agile Transition mit Design Thinking

Agile Transitionen können von Anfang an agil ablaufen und müssen nicht langfristig geplant werden, bevor es an die Umsetzung geht. Wie das mit einem Design-Thinking-Prozess funktionieren kann, erklären Stefan Hilmer und Henrik Stapel.

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Die Methoden Design Thinking, Lean Startup und agile Entwicklung haben sich in der Innovationsentwicklung etabliert. Wie sich diese drei miteinander kombinieren lassen und welche Vorteile sich daraus ergeben, erfahren Sie in diesem Beitrag.

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