Eierlegende Wollmilchsau

Mit dem scherzhaften aber sehr einprägsamen Begriff der eierlegenden Wollmilchsau soll verdeutlicht werden, dass Anforderungskataloge in der Regel zu breit angelegt werden und sich nicht auf das Wesentliche beschränken. Dies trifft sowohl auf zu entwickelnde Produkte als auch auf Projektmitarbeiter oder Projektleiter zu. Bis das ideale Produkt entwickelt oder der perfekte Mitarbeiter gefunden ist vergeht aber zum einen zu viel Zeit und zum anderen hat sich das Projektumfeld schon wieder verändert.

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In der Praxis sind also Abstriche zu machen, bzw. Prioritäten bei den Anforderungen zu setzen. Bei der Besetzung des Projektteams muss eben fehlende Kompetenz zugekauft werden, entweder durch (temporäre) Erweiterung des Teams oder durch Kauf von fertigen Teillösungen.

Bei der Produktentwicklung müssen die Kundenanforderungen priorisiert werden und nach dem 80-20-Prinzip die wichtigsten Leistungsmerkmale ausgewählt werden. Das zu entwickelnde Produkt wird dabei am sogenannten "Best Practice" gemessen und nicht am ideal möglichen Fall.

Um die richtigen Prioritäten zu setzen, gibt es eine Reihe von Methoden, angefangen von der einfachen ABC-Analyse bis hin zum umfangreichen Quality Function Deployment.

Dieser Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 23.07.2002.
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